Dienstag, 22. September 2015 Der Patriot

Wiesn-Gaudi mit dem Kardinal

Foto: Chwalczyk

Sebastianer erleben Oktoberfest „vom Feinsten“

Ein Kardinal als Kapellmeister, ein Prosit auf die Heimat und „patriotische Grüße“ am Straßenrand: „Das war schon ein erlebnisreiches Wochenende“, berichtete Reise-Organisator Heinz-Josef Dieregsweiler am Tag nach der Rückkehr aus München. Mit 170 Schützen samt Partnerinnern sowie mit 50 Musikern der Geseker Stadtkapelle und 30 Musikern des Tambourkorps hat die St.-Sebastianus-Bruderschaft am vergangenen Wochenende für Aufsehen beim Oktoberfest in der bayerischen Landeshauptstadt gesorgt.

Höhepunkt war laut Dieregsweiler die Teilnahme am Schützen- und Trachtenumzug (wir berichteten bereits). „Hier bei uns ist ja schon Schützenfest-Begeisterung, aber das hat noch mal alles getoppt. Das war fast wie Karneval in Köln“, so der Sebastianer-Ehrenhauptmann. Am Straßenrand wurden die Sebastianer sogar von Zuschauern aus Geseke bejubelt. „Irgendjemand hat am Straßenrand die Samstagsausgaben vom Patriot hochgehalten. Auf einem Schild stand auch: Störmede grüßt Geseke“, erzählte Dieregsweiler.

Logenplätze beim Umzug hatten derweil die Frauen der Schützen. Sie waren von Gesekes Ehrenbürger Reinhard Kardinal Marx im Erzbischöflichen Palais zum Frühstück eingeladen worden. „Es wäre vom Feinsten gewesen“, hätten sie berichtet. Vom Balkon der Residenz verfolgten sie gemeinsam mit dem Kardinal den Vorbeimarsch der 185 am Umzug beteiligten Gruppen.

Auf Tuchfühlung mit dem Erzbischof gingen die Sebastianer aber auch am Samstagabend auf der Wiesn im Festzelt „Tradition“. Einen Klatschmarsch gab es dort bei der Ankunft für den von 30 SecurityKräften begleiteten  Kardinal. Der gebürtige Geseker zahlte es gleich mit einer Runde für die Freunde aus der Heimat zurück. In gewohnter Manier dirigierte Marx dann die Wiesn-Kapelle. „Wenn er als Kardinal nicht mehr klarkommt, kann er direkt bei uns anfangen“, soll der Kapellmeister laut Dieregsweiler im Anschluss gesagt haben.

In geselliger Runde verbrachte Marx den Abend schließlich mit den Gesekern. „Man hat gemerkt, dass ihm der Besuch aus der Heimat gut getan hat“, so Dieregsweiler. df




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