Dienstag, 04. Juli 2017 Der Patriot

Verdienste im Frack

Vier Tage mit Musik und Marschieren liegen nun hinter den Geseker Sebastianern. Im Fokus standen gekrönte Häupter und Jubilare.    Foto: Dietz

Orden auf dem Marktplatz: Am Sonntagnachmittag standen zuerst langjährige Vorstandsmitglieder der Geseker Sebastianer im Mittelpunkt.

Gekrönte Häupter: Am Sonntag erinnerte Friedel Bergmann an die Regentschaften der Jubelmajestäten.

Alter ist, was man daraus macht: Das gab der Oberst den Mitgliedsjubilaren am Freitagabend mit auf den Weg. Fotos (3): Sauerland

Sebastianer-Oberst ehrt Jubelmajestäten sowie Vorstands- und Mitgliedsjubilare

Es gibt wohl kaum einen Schützen, der einen längeren Atem bewiesen hat als Andreas „Maxer“ Heilkenbrinker. Vor 25 Jahren holte er den Vogel nach mehr als 700 Schüssen von der Stange – und das nur mit Hilfe der Feuerwehr. Wäre die die damals nicht gewesen „würden wir wohl noch heute schießen“, gab Friedel Bergmann in seiner Laudatio zu. Neben Andreas Heilkenbrinker – er regierte übrigens mit seiner Frau Astrid – ehrte der SebastianerOberst am Sonntagnachmittag weitere Jubilare.

Bleiben wir zuerst einmal bei den gekrönten Häuptern: Ebenfalls 1992 sicherte sich Volker Stall von der Westhofe den Titel König vor der Scheibe. Im gleichen Jahr schoss der heutige Ehrenhauptmann Reinhold Farwer dem Vogel die Krone vom Kopf – nach 1961 schon zum zweiten Mal.

Ein Auswärtsspiel hatte Hans Tillmann. Der Geseker Standesbeamte wohnt mittlerweile in Berge, schoss aber vor 40 Jahren erfolgreich um den König vor der Scheibe. Im Rathaus geht auch FDP-Ratsmitglied Peter Vogt ein und aus. 1977 war er bei den Sebastianern Kronkönig. Auf den kompletten Vogel hatte es vor 40 Jahren Josef Buckler von der Westhofe abgesehen. An seiner Seite stand damals Königin Annegret Niggemeier. Bleibt Karl-Heinz Peitz: Mit dem Bayerischen Defiliermarsch gratulierten ihm die Sebastianer zum 50-jährigen König-vor-der-Scheibe-Jubiläum.

Auf dem Marktplatz standen am Sonntag die Vorstandsjubilare im Mittelpunkt. Auf 40 Jahre an der Sebastianer-Spitze blicken Ehrenhauptmann Georg Reining (Westhofe), Ehrenoffizier Gerhard Haselhorst (Nordhofe) und Ehrenmitglied Werner Koßmann (Westhofe) zurück. Platzmajor Andreas Renkamp, Ehrenoffizier Andreas Heilkenbrinker und Hauptmann z.b.V. beim Stabe Reiner Lange leisten seit 30 Jahren Vorstandsarbeit. „Ihr sechs habt 40 und 30 Jahre lang die Geschicke der Bruderschaft in verantwortlichen Positionen geleitet und damit die Bruderschaft und die Schützen geprägt“, sagte Friedel Bergmann.

„Nicht das Alter ist das Problem“

Mit einem Zitat von Cicero eröffnete der Oberst am Freitagabend die Ehrung der Mitgliedsjubilare: „Nicht das Alter ist das Problem, sondern unsere Einstellung dazu“. 42 Schützen traten vor 50, 60, 65 und sogar 70 Jahren in die Bruderschaft ein. „Wenn wir uns weiterhin jung fühlen, uns aktiv mit dem auseinandersetzen, was heute um uns herum in der Welt, der Technik etc. geschieht, werden wir agil bleiben, und das Alter wird uns vielleicht deutlich weniger anhaben können“, gab Bergmann den Jubilaren mit auf den Weg.




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