Freitag, 15. September 2017 Der Patriot

Mit Preußens Gloria in Bayern

Das Tambourkorps Geseke spielte kürzlich im bayrischen Eichstätt auf und erntete mit ungewohnten Melodien wie „Preußens Gloria“ viel Applaus beim Volksfestumzug.    Foto: Tambourkorps

Tambourkorps Geseke pflegt Freundschaft zu den Ochsenfelder Böllerschützen in Eichstätt

Wie die Bayern feiern, wissen die Mitglieder des Tamboukorps Geseke aus eigener Anschauung. Eine 36-köpfige Delegation düste jetzt per Bus in den 13 000-Seelen-Ort Eichstätt, um auf dem dortigen Oktoberfest westfälische Akzente zu setzen. „Dort herrscht eine ganz andere Feierkultur“, brachte Tobias Sonntag, Flötist und zweiter Schriftführer, viele schöne Eindrücke mit nach Hause.

Höhepunkt der drei Tage war der große Volksfestumzug am Sonntag. Die Besucher an den Straßenrändern gingen so richtig mit und freuten sich an den ungewohnten Melodien. Neben dem in Westfalen sehr beliebten Standard-Werk „In die weite Welt“ war es vor allem die Melodie von „Preußens Gloria“, die den Gastgebern gefiel – möglicherweise in Unkenntnis des Titels. Gleichwohl wurden die Geseker überall freundlich empfangen, zumal sie sich in den weiß-blauen Uniformen von den Trachten ringsumher abhoben. Gleiches galt für die Bürger-Schützen, die ebenfalls per Bus angereist waren.

Neben Uniform, Pauke, Standarte und Trommeln sah es beim Start ohnehin so aus, als wollten die Musiker für 14 Tage verreisen. Dirndl und Lederhosen waren auch im Gepäck, gehört diese Ausstattung doch auch in manchen westfälischen Kleiderschrank. Gäste aus Geseke in bayrischer Tracht waren somit für die Stimmung das Tüpfelchen auf dem i.

Der Kontakt kam vor etlichen Jahren per Zufall zustande, als sich die Wege der Ochsenfelder Böllerschützen mit denen des Tambourkorps kreuzten. 2012 waren die Geseker schon einmal da – und nun freut man sich schon auf den Gegenbesuch.




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