Montag, 09. Juli 2018 Der Patriot

Jubelschreie und Großbildschirm

Alexander Laumeier stieß nach dem Treffer Jubelschreie aus.    Foto: Lüke

Ihre Pläne gingen in Erfüllung: Alexander Laumeier und Andrea Agethen sind die neuen Geseker Regenten.    Foto: Sauerland

Martin Romstadt ist zum zweiten Mal Kronkönig.    Foto: Lüke

Selten sah man unter einer Vogelstange so viel Freude: Alexander Laumeier stieß ein ums andere Mal Jubelschreie aus, als er um 14.55 Uhr den Vogel bezwang. Mit Recht: Denn sein Konkurrent Andre Müller schenkte ihm bei dem spannenden Duell keinen einzigen Treffer.

Die Schießmeister kamen mit dem Laden kaum nach. 309 Mal mussten sie eine Patrone in die Kammer schieben, bis der noch recht ansehnliche Vogel abrupt nachgab. Bis zu diesem Moment war das Rennen völlig offen und einige Mitglieder des bereits in den Startlöchern stehenden designierten Hofstaats starben schier tausend Tode angesichts des Duells – schließlich hatte der Königsaspirant schon alles für den Fall der Fälle vorbereitet. Aber so leicht ließ Müller den 29-Jährigen Mitarbeiter der Sparkasse nicht davonkommen, der ebenfalls nach allen Regeln der Kunst dem Vogel zu Leibe rückte. Die neue Königin ist sozusagen vom Fach: Andrea Agethen ist die Leiterin der Blasmusik in Lichtenau-Atteln.

Nicht ganz so von den Socken war Kronkönig Martin Romstadt, der um 13.13 Uhr die Krone traf, hatte er dieses Amt doch bereits einmal 2013 inne. Er wollte Alexander Chatziagapoglou einen Gefallen tun, den es stark nach der hohen Würde gelüstete, letztendlich aber einfach kein Schießglück hatte. Er musste sich mit dem Fass zufrieden geben, das er mit Patrone Nummer 19 traf. Übrigens sind wohl noch nie Insignien in so dichter Reihenfolge zu Boden gepurzelt: Mit mit dem 18. Schuss zerlegte nämlich Matthias Melcher das Zepter und unmittelbar davor war mit Kugel Nummer 17 der Apfel von Dominik Alder getroffen.

Tausende Zuschauer verfolgten von kühlen Schattenplätzen aus das Spektakel. Erstmals erlebten sie das Vogelschießen auf Großleinwand: In Nahaufnahme wurde der dahinschrumpfende Vogel gezeigt und im Eck eingeblendet der jeweilige Schütze. Etliche Besucher waren gradezu begeistert von dieser unerwarteten Neuerung.   




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