Uniform

 

 

Wo die Sebastianer an Ausmärschen außerhalb Gesekes teilnehmen, gibt es nur 2 Reaktionen des Publikums: Klatschen und Kopfschütteln. Die klatschende Fraktion hat absolut recht! Unsere Uniform ist vielleicht nicht einzigartig, unterscheidet sich aber gegenüber anderen Uniformen entscheidend und ist schlichtweg was Besonderes. Sie gibt dem Träger das Gefühl nichts könne ihm etwas anhaben, vielleicht maximal Kryptonit.

(Auch bei sehr heißer Witterung, wird auf dem Schützenplatz der Frack nicht abgelegt - ein Verlust wäre sehr kostspielig.)

 

Diese Uniform geht in die Biedermeierzeit zurück, in der Frack und Zylinder zur offiziellen Festgarderobe gehörten. Die Uniform vor dieser Zeit ist nicht überliefert. 

 

Die Vereinsfarben schwarz-weiß-grün (um 1830) begründen sich auf den inoffiziellen Farben der preußischen Provinz Westfalen. An den Schärpen wurde die Farbe in weiß-schwarz-grün umgestellt, um Sie auf schwarzem Untergrund besser abzuheben.

 

Die "Urfarben" sind grün-weiß-blau, wie die alte Fahne im Geseker Heimatmuseum zeigt. Bei Dr. Lappe heißt es weiter, dass Geseke Ende 1622 eine "neue Phanen von roden-weißen und blauen Taft bekam."

 

(mehr in den Statuten von 1859: §24, Anhang)

 

1.  

Zylinder, alternativ das grüne Petzel auf dem Schützenplatz 

 

3.  

Hutband, Offiziere

 

4.  

weiße Fliege, außer Träger des "Fliegen-Ersatz-Orden" (SEK)

 

6.  

Schulterstücke "Spritzgebäck", Offiziere (Knöppe innen)

 

8.  

Fangschnüre

"Lametta", Bataillons- und Königsadjutant

 

10.  

Schärpe, nur Offiziere, ab Hptm. mit silbernen Fransen

 

12.  

weiße Handschuhe, optional (Offiziere, Majestäten & deren Begleiter, Hellebardenträger)

 

14.  

weiße Hose, außer Zapfenstreichabordnung: schwarz

 

16.  

schwarze Halbschuhe

 

2.  

frisches Eichenlaub (nur wenn's frisches gibt - wenn nicht, dann nicht)

 

5.  

Schützenlaune, in Uniform nur schwer zu unterdrücken

 

7.  

frische Rose

 

9.  

weißes Hemd

 

11.  

schwarzer Frack

 

13.  

weißer Gürtel (schwarzer Gürtel, Herr Scheibenkönig '78!), außer Zapfenstreichabordnung: schwarz 

 

15.  

schwarze Socken (schwarz, nicht dunkelblau!)

 

    "Bewaffnung": der Schütze trägt ein Holzgewehr mit Rose im Gewehrlauf, der Schütze in der Hellebarden- abordnung trägt eine Hellebarde und der Offizier einen Stichdegen mit Portepee*.

 

Die verschiedenen Uniform-Kombinationen

 

Übersicht der Uniform-Kombinationen

 

Orden und Ehrenzeichen im BHDS

 

Besonderheiten:

Die Adjutanten (Königs-, Bataillons- und Oberstadjutant) tragen Fangschnüre. Bis 1957 trugen sie die Schärpen als besonderes Merkmal über die linke Schulter. (1957 noch "falsch rum" + Fangschnur! Siehe Majestäten 1957.)

 

Der Kompanie-Feldwebel trägt statt der Schärpe links eine Armbinde mit silbernen Fransen und eine silberne Kordel um die rechte Schulter.

 

Der Fähnrich trägt seine Schärpe um die Hüfte (wie eine "Feldbinde"). Der Standartenträger eine schmalere.

 

Die Fahnenbegleiter tragen statt der Schärpe eine Armbinde links. Die Fahnenersatzbegleiter und Beisitzer tragen eine schmale Armbinde links.

 

 

*Portepee oder Troddel: Das Wort Portepee stammt vom französischen Wort "porte-épéé" und heißt wörtlich "Degentrage". Ursprünglich eine Lederschlaufe am Griff des Degens, durch welche die Hand des besseren Haltens der Waffe wegen gesteckt wurde und an der die Waffe auch frei am Handgelenk hängen konnte.