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(Das Geschäftsjahr beginnt und endet mit der Generalversammlung.)

 

"Der Patriot" vom 23.01.2012

„Glaube ist wie ein Tattoo“

Die Schützen der St. Sebastiuanus Schützenbruderschaft haben ihr Versprechen erneuert. Die Mitglieder des Traditionsvereins begrüßten außerdem ihren neuen Präses, Pfarrer Rainer Stahlhacke, in ihren Reihen.

In der festlich geschmückten Stadtkirche trat das Offizierskorps an den Altar. Es erneuerte das seit 1613 urkundlich nachgewiesene Versprechen, sich füreinander und für die Stadt Geseke einzusetzen, sich gegenseitig zu unterstützen und den andern nicht allein zu lassen.

„Seine Schützen im Blick haben“ wollte Pfarrer Rainer Stahlhacke, als er zur Predigt die Kanzel der Stadtkirche bestieg. Ist es doch Kennzeichen der Versprechenserneuerung der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft, dass sowohl das Kirchenschiff der Stadtkirche wie auch der Chorraum gut besetzt sind und eine direkte Ansprache aller Gottesdienstteilnehmer nur von der erhöhten, seitlich versetzten Stelle aus möglich ist.

Vor der Messe hatte Brudermeister Dr. Friedel Bergmann das Wort ergriffen und auf den Leitspruch von Glaube, Sitte und Heimat verwiesen. Dem Präses der Bruderschaft kommt dabei als Wahrer eines Teils dieser Leitlinien eine besondere Bedeutung zu. Bergmann freute sich besonders, dass Stahlhacke trotz der vielfältigen Aufgaben als Leiter eines großen Pastoralverbundes diese Funktion übernommen hat. Von der Kanzel aus fand der neue Präses einprägsame Worte. Er verglich den Glauben mit einem Tattoo, ein Zeichen von Grundüberzeugungen, das man nicht einfach verschwinden lassen kann. Er wünschte sich, dass die 600-jährige Tradition der Schützen, die immer mit der tiefen Glaubensüberzeugung verbunden war, auch in Zukunft von diesen Überzeugungen getragen wird. Als ermutigendes Zeichen sah er es an, dass ein Schütze vor dem Gottesdienst wieder in die Reihen der Gläubigen aufgenommen werden konnte.

Rainer Stahlhacke wurde nach dem Gottesdienst durch ein von allen Vorstandsmitgliedern gebildetes Spalier geehrt, bevor es dann im Saal des Feldschlösschens mit der Generalversammlung weiter ging. Hier stand zunächst erneut der Präses im Mittelpunkt, denn die Hauptleute der drei Hofen überreichten ihm den Schützenpetzel als Zeichen dafür, dass der Präses zu den Schützen gehört.

Die Regularien bezogen sich ganz auf das beginnende 600-jährige Jubiläumsjahr. Arbeiten und Ausgaben für die vereinseigene Halle und zur Vorbereitung der bevorstehenden Feste wurden ebenso thematisiert wie die Rekordzahl der Schützen in der Bruderschaft, die derzeit bei 2200 liegt. - hpb
 


Ganz in den Schützenfarben war die Stadtkirche gehalten, als König Matthias Buckler

mit dem ersten Brudermeister Dr. Bergmann das Versprechen gegenseitiger Treue

der Bruderschaft mit dem Offizierkorps stellvertretend für alle Schützen erneuerte. - Fotos: Busch
 


Ohne die grüne Samtmütze geht nichts: Pfarrer Rainer Stahlhacke (2.v.r.) erhielt den Schützenpetzel

aus der Hand der drei Hauptleute Karl Gärtner (v.l.), Karl-Heinz Spies

und Reiner Lange (r.). Oberst Bergmann (l.) hatte zuvor die Präsidesnadel angeheftet.


"Der Patriot" vom 20.01.2012

Für Helfer hat sich einiges geändert

Wenn ein großes Fest bevorsteht, muss der Veranstalter ein Sicherheitskonzept einreichen und von der Kreisverwaltung bewilligen lassen. Das ist seit dem Unglück bei der Loveparade in Duisburg klar geregelt. Für die Geseker Sanitätsdienste der Malteser und des Deutschen Roten Kreuzes stehen in nächster Zeit ebenfalls große Veranstaltungen an. Und wegen der neuen Anforderungen hat sich für die Helfer einiges geändert.

„Erst vier Wochen vorher anzurufen, das reicht nicht mehr“, sagt Dieter Ritz, Sprecher der Malteser in Geseke. Die ehrenamtlichen Helfer sind in diesem Jahr leitend für die Gösselkirmes zuständig. Wegen der hohen Besucherzahl fodert der Kreis Soest hierfür ein Sicherheitskonzept vom Veranstalter. Was früher auf kleinerem Dienstweg möglich gewesen sei, müsse jetzt vier bis fünf Monate vorher schriftlich angemeldet werden, erklärt Ritz. Unter Umständen könne die Vorlaufphase sogar noch länger dauern. „Wer also jetzt weiß, dass er Unterstützung von uns braucht, sollte sich bereits jetzt zum Jahresanfang melden“, so der Malteser-Pressesprecher.

Das Sicherheitskonzept orientiere sich an den Richtlinen des Kreises und an Erfahrungswerten der Verantwortlichen. Man schicke dann „lieber einen mehr als zu wenige“, sagt Ritz. Besonders wichtig sei bei der Planung auch, wie viele Besucher zum Fest kommen und wie hoch das Gefahrenpotential ist, so Ritz.

Bei großen Einsätzen wie beim 2013 bevorstehenden Bundesschützenfest in Geseke wird neben Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt auch das Deutsche Rote Kreuz einsatzbereit sein. Denn während der Schützenverein beim Fest zum 600-jährigen Jubiläum mit bis zu 5000 Teilnehmern rechnet, stellen sich die Verantwortlichen beim Bundesschützenfest auf weit über 5000 Schützen und Besucher ein. Das Jubiläum solle daher als „Generalprobe“ dienen, sagt Heinz-Josef Dieregsweiler, Geschäftsführer der Schützen.

Josef H. Meyer, erster Vorsitzender vom DRK-Ortsverein Geseke, habe dann Zugriff auf 400 Sanitäter und 120 Fahrzeuge im Kreisverband. An den Einsatztagen arbeiten die Rettungshelfer, Sanitäter und Rettungsassistenten dann in mehreren Schichten. Allein aus Geseke kämen zwölf Rettungsassistenten nach ihrem eigentlichen Feierabend. „Die helfen alle zusätzlich ehrenamtlich“, betont Josef Meyer. - kj


"Der Patriot" vom 17.01.2012

Vivian mischt Schützen auf

Rekordverdächtige 275 Schützen folgten der Einladung zum traditionellen Hofenabend der St.-Sebastianer-Schützenbruderschaft, „Abteilung Westhofe“. Neben Oberst Friedel Bergmann, der die Schützen in seiner Begrüßung auf das Jubiläumsjahr einstimmte, sorgten der Travestiestar Vivian Wonder aus Köln und die Trommlergruppe „Drums and more“ aus Steinhausen für Stimmung in der Aula der Marienschule.

 

Hauptmann Reiner Lange (kleines Foto, l.) hatte zuvor Frank Mergemeier

(kleines Foto, r.) für seine 25-jährige Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet.

- Foto: Tuschen


"Sebastianer in eigener Sache" vom 16.01.2012

Ehrenpräses Uwe Schläger neuer Präses bei den Schützen in Wewer

 

Unser Ehrenpräses Pfarrer Uwe Schläger ist zum Präses der St. Johannes und St. Hubertus Schützenbruderschaft Wewer 1910 e.V. ernannt worden. Von hier aus die herzlichsten Glückwünsche, lieber Uwe! Herzliche Glückwünsche natürlich auch unseren Schützenbrüdern in Wewer zu ihrem neuen Präses.

 

http://www.schuetzen-wewer.de/News_n/2011/11_hubertusabend.htm


"NeueRegionale" vom 15.01.2012

Mit viel Herzblut in ein großes Schützenjahr


Ereignisreiches Jahr für die Schützen im NR-Land: 4 Jubiläen, Kreisschützenfeste in Fürstenberg & Störmede

In vier Monaten wird der Kalender der Schützen im NR-Verbreitungsgebiet erstmals aufgeschlagen, wenn die St.-Antonius-Schützenbrüder Mantinghausen-Rebbeke mit ihrem Hochfest ein ereignisreiches Schützenjahr einläuten werden. Zwei Kreisschützenfeste und vier Jubiläen bringt das Jahr 2012. Die Planungen in Geseke, in den „Vereinigten Staaten" Holsen-Schwelle-Winkhausen, in Wewelsburg, Ahden, Fürstenberg und Störmede laufen längst auf Hochtouren.

Stolze 600 Jahre alt wird die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft in Geseke. 35 Vereine mit ihren Königspaaren wurden zum Jubiläum (6. bis 9. Juli) eingeladen und werden nicht nur beim großen Jubiläumsumzug royalen Glanz verbreiten. Vom Jubiläumstropfen bis zur Jubiläumsverlosung - die Planung ist bei den Sebastianern schon weit fortgeschritten. Runde Geburtstage stehen auch in Ahden (175 Jahre, 29. Juni bis 2. Juli), Wewelsburg (125 Jahre, 7. bis 9. Juli) und in den „Vereinigten Staaten" Holsen-Schwelle-Winkhausen (150 Jahre, 25. bis 27. August) vor der Tür. Auch hier wird bereits fleißig an den Stellschrauben gedreht. „Hand in Hand Freundschaft erleben", so lautet das Motto des 55. Kreisschützenfestes in Fürstenberg. Kreiert wurde es vom Kindergarten „Lummer- land". Das Motto spiegelt das angestrebte Wir-Gefühl wider: Gemeinsam dem Fest entgegen gehen, gemeinsam organisieren und natürlich gemeinsam feiern. Die Ortschaft an der Karpke wird das Großereignis des Kreisschützenbundes Büren erstmals ausrichten und bereitet sich sorgfältig auf das Fest Anfang September (31. August bis 3. September) vor.

Schützen im Soll: Vom Ansteckpin bis zum Zylinder
Planungen laufen längst auf Hochtouren

Vorab wurden zehn Projektgruppen gebildet. Basierend auf dem Motto wurde vom Malkreis ein Logo in den „Fürstenberger Farben" entwickelt, das u.a. auf allen Ansteckpins, vor Hauseingängen und auf T-Shirts zu finden sein wird. Der Antreteplatz, der Marschweg, das Festbier und das Festgelände stehen fest. Am Samstag, 14. Januar, 20 Uhr, bei der Generalversammlung der St.-Meinolfus-Schützenbruderschaft können sich die Schützen über den aktuellen Stand der Vorbereitungen informieren. Schon sehr weit fortgeschritten sind die Planungen der St.-Pankratius-Schützenbruderschaft Störmede, die zum zweiten Mal nach 1984 ein Kreisschützenfest ausrichten wird. Am 15. und 16. September werden die Schützen des Altkreises Lippstadt in Störmede zu Gast sein. Das Festgelände steht ebenso fest wie der Marschweg, der mit überdimensionalen Holzzylindern geschmückt wird, das Programm, der Flyer, der Festwirt, der DJ (DJ Käpt'n Käse) und die Live-Band (Pearl Index). Auch der Anstecker zum großen Fest ist schon erhältlich. Das einprägsame Motto und gleichzeitig die Devise für die beiden ereignisreichen Tage im September lauten „Mit Herzblut dabei". Schließlich seien Schützengeist und Herzblut zwei Eigenschaften, die gut zueinander passen würden, so der Vorstand der St.-Pankratius- Schützenbruderschaft. Störmede, aktueller Kreissieger des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft", wird sich fein herausputzen. Dazu wurde das Dorfgemeinschaftshaus im vergangenen Jahr fertiggestellt und die Schützenhalle renoviert. Die Heimat der Störmeder Schützenbrüder, Veranstaltungsort des Kommersabends zum Auftakt des Kreisschützenfestes, erhielt einen 700 qm großen neuen Holzfußboden, eine neue Bühne, ein neues Hauptportal und eine neue Dacheindeckung mit einer 50 KW-Solaranlage. Da es aber noch einiges zu tun gibt, wurden Arbeitsgemeinschaften gebildet. Eine davon kümmert sich derzeit um die Produktion des schicken Markenzeichens, den Festzylinder, den es in drei Ausführungen geben soll.

 

Weitere aktuelle Informationen rund um die beiden Kreisschützenfeste sind im Internet zu finden und zwar unter www.ksf-2012.de (Fürstenberg) bzw. unter www.sankt-pankratius-schuetzenbruderschaft.de/ kreisschuetzenfest-2012 (Störmede). (tru)


"Der Patriot" vom 14.01.2012

Jubiläum ist Thema

Die Generalversammlung der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Geseke findet am Samstag, 21. Januar, um 20 Uhr im Hotel Feldschlösschen (in Uniform!) statt. Dann wird Näheres zum Festablauf des 600-jährigen Jubiläums bekannt gegeben. Für die Festschrift werden nachmittags ab 16 Uhr in der Schützenhalle Fotos der Vorstandsmitglieder gemacht. Zur Schützenmesse mit Versprechenserneuerung geht es um 18.30 Uhr in Schützentracht in die Stadtkirche. Nach der Messe fährt ein Bus ab Gymnasium zum Versammlungslokal.


"Der Patriot" vom 11.01.2012
Hofenabend steht bevor

Die St.-Sebastianus-Schützen der Westhofe treffen sich am Samstag, 14. Januar, um 20 Uhr zum Hofenabend in der Aula des Schulzentrums Süd. An dem Abend stehen wieder Gulasch, Salzkartoffeln und Gewürzgurke auf der Speisekarte. Anschließend findet eine Tombola statt. Die Verantwortlichen um Hauptmann Reiner Lange hätten einiges im Köcher, heißt es in einer Pressemitteilung.


"Der Patriot" vom 02.01.2012

Mit Applaus ins neue Jahr

St. Sebastianer haben bei Silvester-Gala weder Kosten noch Mühen gescheut

Mit einer grandiosen Silvesterparty läuteten die St. Sebastianer-Schützenbrüder nicht nur das Jahr 2012 ein, sondern auch das 600. Jubiläumsjahr ihrer Bruderschaft. Weit über 800 Gäste waren gekommen, um im Bernsteinzimmer von Geseke – wie der Comedian und Kabarettist Oli Materlik die in Schale geworfene Schützenhalle nannte – ausgiebig das alte Jahr zu verabschieden und sich gleichzeitig auf das Jubiläumsjahr einzustimmen.

„Geseke ist eine Perle von Stadt, der humoristische G-Punkt des Kreises Soest, hier wohnen die Brasilianer Deutschlands, und die sollen auch kräftig klatschen können. Zeigen sie es“, forderte der „Conferencier“ gleich zu Anfang den Applaus ein. Der ließ jedoch zunächst auf sich warten, was sich im Verlauf des Abends aber kräftig änderte. Oberst Friedel Bergmann betonte in seiner Begrüßung, das die Schützengeschichte von der Stadt Geseke nicht zu trennen sei und die Bruderschaft sich über 600 Jahre hinweg für ihre Mitbürger eingesetzt hätte.

„Neben viel sozialem Engagement stand aber auch immer das Feiern auf dem Programm, und das wollen wir hier und heute ausgiebig“, so der Oberst. Dies bestätigte auch der Hauptmann vom Stabe und Schirmherr der Silvestergala, Franz Holtgrewe. „Wenn alles so farbig bleibt wie die Schuhe von Oli Materlik, dann erleben wir einen farbigen Abend“, so Gesekes Stadtoberhaupt in Anspielung auf die Schuhe des GOP-Künstlers.

Farbig und facettenreich war auch die Speisekarte, die Fernsehkoch Olaf Baumeister zusammengestellt hatte. Regionale Produkte, mit außergewöhnlichen Aromen verfeinert, ließen die Menschenschlange beim Gang zum Festtagsschmaus schnell anwachsen. Jedoch entschädigten kulinarische Köstlichkeiten wie etwa „Pellkartöffelkes“ und Pimentos mit Korianderaioli für das Warten vor dem Buffet.

Nicht lange Warten bis der Funke auf das Publikum übersprang musste hingegen Wrecia Ford. Die international bekannte Künstlerin präsentierte eine Mischung aus Soul, Rock, Blues und Pop. Spätestens beim Tina-Turner-Hit „Simply the best“ hatte sie die Geseker auf ihrer Seite. Mit einer einmaligen Lasershow, zusammengestellt von Stefan Doering, wurde kurz vor Mitternacht „600 Jahre Sebastianer Geschichte“ noch einmal lebendig, bevor sich um Punkt 24 Uhr (fast) alle Anwesenden in den Armen lagen und Glückwünsche austauschten. Mit der Sunshine Band sowie Wrecia Ford wurde bis in die frühen Morgenstunden ausgiebig gefeiert.

 

Spätestens als Wrecia Ford Tina Turners Hit „Simply the best“ anstimmte, sprang der Funke beim Publikum über.
 


Regionale Produkte mit außergewöhnlichen Aromen hatte Fernsehkoch Olaf Baumeister für das Buffet zusammen gestellt.

Das Warten in der Schlange lohnte sich für die Gäste der Gala.


Ein Prosit auf das Jubiläumsjahr: Die St. Sebastianer stießen gemeinsam auf 2012 an.

In diesem Jahr wird die Schützenbruderschaft 600 Jahre alt. Die grandiose Silvester-Gala war

der Auftakt der Feierlichkeiten. Fotos: Tuschen


"Der Patriot" vom 28.12.2011

Sissi-Glanz zum Jubiläum

Kilometerweise Wimpelketten in den Vereinsfarben grün, weiß, schwarz sind längst bestellt. Sie sollen im Sommer die Straßen für den Festumzug der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft zum 600-jährigen Jubiläum zieren. „Das wird ein terminreiches Jahr“, prognostiziert Geschäftsführer Heinz-Josef Dieregsweiler. Schon der Start ins Jubeljahr soll etwas Besonderes sein: Mit einem gepflegten Unterhaltungsprogramm zur Silvester-Gala rutscht die Bruderschaft am kommenden Wochenende ins neue Jahr.

Arbeitsreich dürfte das neue Jahr werden. Denn bis zum Jubelfest ist noch so mancher Handschlag zu tun. Allein fürs Sicherheitskonzept muss die Bruderschaft hohe Auflagen erfüllen. „Dann können wir schon mal üben, wo es knirscht“, sagt Heinz-Josef Dieregsweiler schon mit Blick aufs übernächste Jahr. Immerhin wartet mit dem Bundesschützenfest 2013 ein noch dickerer Fisch auf die Schützen. „Dann wird es noch schwieriger, weil wir über 5000 Teilnehmer erwarten.“

Im kommenden Jahr wollen sich die Schützen deshalb schon mal warmlaufen. Bereits am 16. März richten die Sebastianer den Kreis-Delegiertentag des Kreisschützenbundes Lippstadt aus. Im Sommer geht es dann ans Eingemachte. Am Samstag, 30. Juni, treten die bisherigen Könige zum Kaiserschießen unter die Vogelstange. „Wir lassen auch die Kronkönige und Scheibenkönige in separaten Wettbewerben schießen“, verrät Dieregsweiler.

Das Jubelschützenfest steigt vom 6. bis 9. Juli. Freitag und Samstag verlaufen wie gewohnt. Das große Festprogramm beginnt am Sonntag, 8. Juli. Ab Mittag wartet großer Bahnhof auf die Schützen. 35 Vereine wurden eingeladen. „Wir wollen mit unseren Nachbarn feiern“, betont Dieregsweiler. Gäste aus Bayern werden allerdings auch erwartet. Bis dahin reichen die freundschaftlichen Bande der Geseker Sebastianer schließlich spätestens seit der Amtseinführung ihres Ehrenmitglieds Reinhard Kardinal Marx als Erzbischof von München und Freising.

Um 12 Uhr treffen die Gäste im Stadion Kreuzbreite ein, bevor um 13 Uhr ebenfalls im Stadion der große Festakt beginnt. Ab 14 Uhr zieht dann der große Jubiläumsumzug durch Gesekes Straßen. Wegen der Sicherheitsbestimmungen wollen die Schützen im Stadion noch für einen Durchbruch zum Hasenkamp sorgen - natürlich mit Einverständnis von Stadt und SV 03, wofür die Bruderschaft laut Dieregsweiler sehr dankbar ist.
 

 Heinz-Josef Dieregsweiler präsentiert das schmucke

Abzeichen zum 600-jährigen Bestehen der Sebastianer.

- Foto: Gausmann

Am Krankenhaus findet die Parade statt, dort soll auch eine Ehrentribüne aufgebaut werden. Zurück geht es dann über die Othmarstraße zum Schützenplatz, wo der Jubiläumsfestsonntag ausklingt. Nicht ohne einen besonderen Rahmen, versteht sich: „Alle Königspaare der Gastvereine werden eingeladen, unserem Königspaar am Thron zu gratulieren, die Kapellen spielen dazu ein Ständchen“, verrät Dieregsweiler, dass beim Sektempfang auch ein wenig Sissi-Atmosphäre aufkommen soll. Interne Jubilarehrungen und Ordensverleihungen werden auf den Montag verschoben.

 

Besondere Aktionen wie die Verlosung „600 Jahre - 600 Tage“, bei der die Bruderschaft in Kooperation mit dem Autohaus Auge dem Gewinner für 600 Tage einen Wagen zur Verfügung stellt, das Jubiläumsfahrrad in den Vereinsfarben, das der Geseker Fahrradladen Motorentechnik Lappe anbietet, und die bereits bekannte Zylinderkopfdichtug sollen das i-Tüpfelchen auf den Festivitäten sein.

 

Auch wenn noch viel Arbeit auf die Schützen wartet, ist die Vorfreude schon jetzt riesengroß. „Vor allem sind wir glücklich über die breite Unterstützung in der Bevölkerung“, sagt Dieregsweiler. Die sei vor allem an den vielen Sponsoren abzulesen. „Die Sponsoren haben dem Vorstand einige Sorgenfalten genommen“, gesteht der Geschäftsführer. Immerhin koste allein das Sicherheitskonzept, das übrigens noch von den Behörden abgesegnet werden muss, eine hohe vierstellige Summe.
 

Und dann hegen die Schützen noch einen Wunsch: „Wir haben schon Stoßgebete hochgeschickt, dass die Schlaunstraße bis dahin auch wirklich fertig ist“, sagt Dieregsweiler mit einem Schmunzeln. - jul


"Der Patriot" vom 09.12.2011
Karten für Silvester-Gala

Das Jubiläumsjahr läuten die Geseker St.-Sebastianus-Schützen am Samstag, 31. Dezember, mit einer Silvester-Gala in der Schützenhalle ein. Die Bruderschaft weist darauf hin, dass es nur noch wenige Sitzplätze für die Veranstaltung gibt. Der Kartenverkauf läuft noch bis einschließlich Freitag, 23. Dezember, in der Sparkasse Geseke. Als Conférencier wird der Kabarettist Oli Materlik durch das Gala-Programm führen. Für die musikalische Unterhaltung sorgen die Sunshine-Band und die Sängerin Wrecia Ford. Fernsehkoch Olaf Baumeister kümmert sich um das leibliche Wohl.


"Der Patriot" vom 09.12.2011

Eine Tüte voller Lebensmittel für ganze drei Euro

 

Sie erfreut sich Unterstützung auf breiter Front, ist Produkt quasi von ganz Geseke und hat seit wenigen Tagen ein neues Domizil. Die Rede ist von der Geseker Tafel, die seit Anfang des Monats an der Lüdischen Straße 21 ansässig ist. Zuletzt konnten Bedürftige das umfangreiche und aus Spenden resultierende Tafel-Angebot zwischen Juli 2010 und Ende November 2011 im Haus Maria nutzen. Die Geseker Tafel, die von Familien und Einzelpersonen gleichermaßen aufgesucht wird, hat jeden Mittwoch zwischen 15 und 17 Uhr sowie an jedem Donnerstag von 14.30 bis 16.30 Uhr geöffnet.


Das dortige MitarbeiterTeam ist rund 35 Personen stark. Die durchweg ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer kommen aus allen Gesellschaftsschichten und arbeiten im Dienst der guten Sache konfessionell vollkommen ungebunden, obwohl die Kreis-Caritas Träger der Einrichtung für Bedürftige ist.


An der Spitze der starken Mannschaft „Geseker Tafel“ steht übrigens Willi Pieper, der ganz eng mit Thomas Becker vom Kreisvorstand der Caritas in Sachen Tafel kooperiert. Jetzt bekamen Willi Pieper und auch Thomas Becker in der gerade eröffneten Einrichtung Besuch.


Unterstützung auf breiter Front
Dr. Friedel Bergmann, der als Oberst und 1. Brudermeister an der Spitze der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Geseke steht, sowie Pfarrer Rainer Stahlhacke kamen nämlich vorbei. Beide hatten eine großzügige Spende in Höhe von über 3500 Euro zugunsten der Geseker Tafel im Gepäck.


Das Geld konnte im Zuge der Schützenmesse beim Jahresfest 2011 der Bruderschaft bei einer „Scheinwerferaktion“ zusammengetragen werden. Oberst Bergmann und Pfarrer Stahlhacke machten beim Besuch der Tafel in deren neuen Räumlichkeiten deutlich, wie sehr der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft, den Bürger-Schützen sowie zahlreichen Geseker Privatpersonen, Firmen und weiteren Vereinen die Tafel, zu deren Kunden auch immer mal wieder Personen aus der Nachbarstadt Erwitte gehören, am Herzen liege. Bergmann: „Es gibt immer wieder viele Beweise für die Solidarität der heimischen Bevölkerung mit Bedürftigen.“
Willi Pieper: „Wir erfahren Unterstützung auf breiter Front. Und dabei nicht nur durch die Betriebe, die uns Lebensmittel spenden. Auch bei der Einrichtung des neuen Standortes standen uns Geseker Firmen mit Rat und Tat zur Seite. Außerdem ist die großzügige Bereitstellung der Räume Herzenssache.“


Oberst Dr. Bergmann machte zudem klar, dass seiner Bruderschaft die Tafel auch in Zukunft wichtig sei: „Es ist in Sachen Unterstützung und Förderung schon an diverse weitere Aktionen gedacht.“


Zum Ablauf: Personen, die die Tafel nutzen wollen, müssen ihre entsprechende Bedürftigkeit beim Besuch der Räumlichkeiten an der Lüdischen Straße zunächst nachweisen. Sie ziehen dann gleich zu Beginn des Einkaufs nach dem Zufallsprinzip eine Nummer und werden persönlich im Wartezimmer aufgerufen, wenn sie sich im Verkaufsbereich die gewünschten Waren aussuchen können. Für den Erwerb von Lebensmitteln & Co. ist stets ein geringer Obolus zu entrichten.
Willi Pieper: „Die Preise sind individuell ausgerichtet, machen im Schnitt aber meist nur noch rund 10 Prozent vom tatsächlichen Ladenpreis aus. Im Eine Einzelperson bekommt also für knapp drei Euro eine gut gefüllte Tüte voller ordentlicher Lebensmitteln.“

Einrichtung stößt auf lebhaftes Interesse
Dass die Tafel auf reges Interesse stößt, haben zuletzt auch Gesekes Christdemokraten bewiesen. Susanne Schulte-Döinghaus und Dr. Remco van der Velden: „Wir haben die Einrichtung nach dem Umzug zur Lüdischen Straße besucht, Informationen gesammelt und eine Spende hinterlassen.“
Die Caritas, das Team der Tafel und natürlich auch die vielen Nutzer hoffen jetzt ganz intensiv, dass diverse Händler und Märkte aus dem Stadtgebiet und auch aus der Nachbarschaft weiterhin großzügig Lebensmittel zur Verfügung stellen. - mig

 

 Oberst Dr. Friedel Bergmann und Pfarrer Rainer Stahlhacke hatten eine Spende über 3500 Euro dabei,

als sie jetzt Willi Pieper (Tafel Geseke) und Thomas Becker (Vorstand Caritas Kreis Soest)

in der Einrichtung besuchten. - Foto: Gehre


"Der Patriot" vom 29.11.2011

Traditionen fürs Leben
 

Stolz auf den Erhalt ihrer nunmehr 599 Jahre alten Traditionen zeigte sich die Nordhofe der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Geseke im Rahmen ihres diesjährigen Hofenabends.

„Es lohnt sich, an den Traditionen festzuhalten“, machte Hauptmann Karl Gärtner gegenüber den Schützenbrüdern im Gasthof „Alte Ratsschänke“ deutlich. Der seit Jahrhunderten bestehende Zusammenhalt von Jung und Alt bei den St. Sebastianern, so der Hauptmann, habe die Schützenbruderschaft am Leben erhalten.

Auf die Traditionen in seinem Schützenverein kam auch Oberst Dr. Friedrich Bergmann in seinen Grußworten zum Hofenabend zu sprechen. So betonte der Oberst, das gerade die Traditionen der Bruderschaft die Energie zum Weitermachen bringen und aus dem Miteinander von Jung und Alt im Verein entstehe eine starke Gemeinschaft, die den Jahren trotze.

Traditionell eröffnet wurde der Hofenabend dann mit dem Gulaschessen der Schützenbrüder und wie gewohnt verlief der Abend zünftig-harmonisch mit guten Gesprächen und allerbester Unterhaltung. - mpr

Zum Hofenabend der Nordhofe begrüßte Hauptmann

Karl Gärtner (l.) auch Oberst Dr. Friedrich Bergmann (r.) und Pastor Rainer Stalhacke in der „Alten Ratsschänke“.

Foto: Pape-Rüther


"Der Patriot" vom 25.11.2011
Schlaunstraße ab Montag gesperrt

Die Bagger rollen an in der Schlaunstraße. Wie die städtische Bauverwaltung mitteilt, starten die Sanierung der Kanäle und der Straßenausbau am Montag, 28. November. Die Schlaunstraße wird während der Baumaßnahme (voraussichtlich bis April) komplett gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die Hubertusstraße. Dort wird ein Halteverbot eingerichtet, damit der Gegenverkehr passieren kann. Anwohner der Schlaunstraße können ihre Häuser über die Baustelle anfahren.


"Der Patriot" vom 22.11.2011

Hoffnung auf Versöhnung

 

Die Anfänge liegen weit zurück. Der Geseker Landwirt Josef Koch hatte sich einst die Tradition des Totensonntag-Gedenkens auf die Fahnen geschrieben. Diese Aufgabe übernahmen vor einem Jahrzehnt die Osthofe der St.-Sebastianus-Schützen und der VdK. Jetzt gedachten wieder viele Gläubige der Verstorbenen der Weltkriege in der Martinskapelle. Ins Gedenken eingeschlossen wurden auch die Opfer aktueller Kriege und die Opfer von Terrorismus, Hass und Gewalt. „Zehn Millionen Menschen starben im Ersten Weltkrieg. 55 Millionen wurden Opfer des Zweiten Weltkriegs. Hinzu kommen Millionen von Kriegsgeschädigten. Hier zählt jedes einzelne Schicksal. Es ist nicht vergessenes Leid“, sagte Ulrich Sauer (l.), der das Totengedenken leitete. Dagegen gelte es, die Hoffnung auf Versöhnung und Verständigung zu setzen. - Foto: mes


"NeueRegionale" vom 20.11.2011

Laubaktion

 

Aufräumen, Laub fegen sowie die Schützenhalle und den Schützenplatz winterfest machen wollen die Geseker St.-Sebastianus-Schützen am Samstag, 26. November, ab 9 Uhr. Arbeitsmaterial und Werkzeug wird bereit gestellt. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.


"Der Patriot" vom 14.11.2011

Junge Hüpfer, alte Hasen

„Was will man mehr, der Saal ist voll. Jungschützen und Urgesteine der Osthofe haben sich hier und heute eingefunden, und das ist gut so“. Mit diesen Worten begrüßte Karl-Heinz Spies (r.), Hauptmann der Osthofe der St.-Sebastianus-Bruderschaft, jetzt rund 280 Schützen zum traditionellen Hofenabend im Geseker Feldschlößchen. Neben einem Ausblick auf das kommende Jubiläumsjahr stand auch die Ehrung des verdienten Schützenbruders Heinz Reckmann (l.) auf dem Programm. Dieser wurde für 25-jährige Mitgliedschaft bei den Sebastianern mit einem Orden ausgezeichnet, bevor die Schützen zum gemütlichen Teil des ersten der drei Geseker Hofenabende übergingen. - Foto: Tuschen


"Der Patriot" vom 14.11.2011
„Frieden erfordert Geduld“

Die 29 Fahnenabordnungen aus dem Geseker Stadtgebiet boten gestern bei strahlendem Sonnenschein ein prächtiges Bild beim Umzug von der Kirche zum Ehrenmal in Ehringhausen. Der Anlass der zentralen Gedenkfeier zum Volkstrauertag ist ein weitaus düsterer.

In den beiden Weltkriegen Anfang und Mitte des vergangenen Jahrhunderts hatte es über 65 Millionen Tote und weitere 56 Millionen Versehrte gegeben. Fast wie inszeniert vielen dazu bei niedrigen Temperaturen gestern in Ehringhausen die Blätter von den Bäumen und dokumentieren Vergänglichkeit.

„Je mehr uns die Generation der Zeitzeugen verlässt, umso mehr drohen dahinter stehende Schicksale in Vergessenheit zu geraten“, so Gesekes stellvertretender Bürgermeister Robert Henneken während seiner Ansprache. Der Volkstrauertag sei vor allem ein Tag des Innehaltens, des Erinnerns und des Mahnens. Nicht der Krieg, sondern der Frieden sei der Ernstfall, betonte Henneken. Es stelle sich jedoch die Frage, warum die Welt nach all den Erfahrungen nicht friedlicher geworden ist und es noch immer Kriege gibt. „Liegt der Krieg unausrottbar in der Natur des Menschen?“, fragte sich Henneken vor den vielen Zuhörern.

Für den Vize-Bürgermeister lässt sich Frieden nicht durch militärische Einsätze herbeizwingen, sondern ist vielmehr das Ergebnis eines langen Prozesses, in dem sich die Menschen und Völker annähern müssen. Versöhnung, Verständigung und Frieden erforderten Zeit und Geduld. Zwischen Deutschen und Franzosen sei das gelungen. Aus den „Erbfeinden“ seien Freunde geworden, erklärte Henneken. „Helfen wir mit, miteinander in Frieden zu leben“, schloss der Vize-Bürgermeister seine Ansprache mit einem Aufruf.

Für die musikalische Umrahmung der Gedenkfeier sorgten der Musikzug Störmede und der Männergesangverein Sangeslust aus Ehringhausen. Vor dem von zwei Schützen niedergelegten Kranz gedachten Schützenoberst Egbert Beine von der ausrichtenden St.-Jakobus-Schützenbruderschaft aus Ehringhausen und Robert Henneken an die vielen Kriegstoten.

Anke Nicolai verlas in Vertretung ihres Mannes die Fürbitten. Die Gedenkfeier endete traditionell mit dem Spielen und Singen der Nationalhymne. Zuvor hatten sich die Bürger in der St.-Jakobus-Kapelle zusammen mit den Fahnenabordnungen zu einem Gedenkgottesdienst mit Pfarrer Martin Tilles versammelt. Im kommenden Jahr wird das Gedenken zum Volkstrauertag in Mönninghausen stattfinden. - ag


"Der Patriot" vom 08.11.2011
Osthofe feiert Hofenabend

Die Osthofe eröffnet am Samstag, 12. November, den Reigen der traditionellen Hofenabende der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft. Los geht es um 20 Uhr im Saal des Hotels Feldschlösschen. Hauptmann Karl-Heinz Spies und sein Vorstandsteam haben ein buntes Programm vorbereitet. So können sich die Gäste unter anderem auf einen bekannten Unterhaltungskünstler, das übliche Gulaschessen, Einlagen der Musikkapelle Husen und eine Tombola mit attraktiven Preisen freuen.


"NeueRegionale" vom 06.11.2011

Sebastianer im Kalender


Heimatkalender Kreis Soest ist jetzt erschienen
Auch in diesem Jahr ist er pünktlich vor dem Soester Allerheiligenmarkt da: Der neue „Heimatkalender Kreis Soest 2012" berichtet facettenreich über den heimischen Kreis, unter anderem auch über die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Geseke, die im nächsten Jahr ihr 600-jähriges Bestehen feiert und in der Rubrik „Geschichte und Geschichten" von Hans-Peter Busch vorgestellt wird. Schwerpunktthema des Heimatkalenders ist aber das „Lebenselixier Wasser". Von der Energiegewinnung bis zur Gesundheitsvorsorge, von Kläranlagen bis zu Regenrückhaltebecken, von Renaturierung von Flüssen und Bächen bis zum Bierbrauen mit Wasser reicht die Themenpalette. Weitere Beiträge behandeln u.a. den Autobahnbau im Dritten Reich - exemplarisch festgemacht am Bau der Strecke 77 von Rhynern nach Warburg. Spannend ist auch die Frage, wie denn das Sikawild einst in den Arnsberger Wald kam. Unter dem Kapitel „Menschen aus dem Kreis Soest" finden sich so prominente Kreis-Bewohner wie Schäfer Heinrich, bekannt aus „Bauer sucht Frau", und das Ehepaar Brigitte und Albert Eickhoff, die modischen Luxus nach Lippstadt brachten. Interessante Portraits gibt es auch über den Künstler Hans Kaiser und sein „Schöpfungsfenster" in St. Patrokli, aber auch über den aus Werl-Büderich stammenden Dimitri Hegemann, der zu den Erfindern der deutschen Techno-Musik gehört. Abgerundet wird der Kalender durch die Ordensverleihungen an verdiente Mitbürger und die Vorstellung neuer Heimatliteratur. Der Heimatkalender hat 128 Seiten Umfang und ist ab sofort für 9,20 Euro im örtlichen Buchhandel erhältlich.


"Der Patriot" vom 14.10.2011

Hier mach ich mit“
 
Auf eine ereignisreiche Zeit hat Hans-Georg Dröge, zweiter Brudermeister und Major der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft, gut 100 Alt-Schützen beim schon traditionellen Seniorennachmittag eingeschworen. Immerhin warten mit dem Jubiläumsfest 2012 und dem Bundesschützenfest 2013 zwei echte Großereignisse auf die gesamte Schützenfamilie. Getreu dem Motto „Hier ist was los, hier mach ich mit“ appellierte Dröge an die versammelte Altersriege der Schützen, die Feste nach Kräften mitzufeiern. Einstimmen konnten sich die Senioren schließlich, als König Matthias Buckler schon mal ein Fässchen ausgab. Auf Zeitreise ging es dann mit Franz-Josef Koch, der die Geschichte des Hellwegs anschaulich in den Mittelpunkt rückte. Der Dank galt schließlich dem Organisationsteam um Ehrenmajor Johannes Vollmer und den fleißigen Damen für die Bewirtung bei dem gemütlichen Nachmittag. - jul

 

Gut 100 Alt-Schützen haben sich am Freitagnachmittag zum Seniorennachmittag der

St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft im Speisesaal der Schützenhalle versammelt.

Foto: Gausmann


"Der Patriot" vom 14.10.2011

Großer Ansturm auf Silvestergala

Die Vorbereitungen für die große Silvestergala, die das 600-jährige Jubiläum der Geseker St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft einläutet, befindet sich in der Endphase. Die Organisatoren um Ehrenhauptmann Heiken Schuster haben inzwischen alle Künstler und Akteure verpflichtet.

Über 800 Sitzplätze, so das Team in einer Pressemitteilung, sind schon nach wenigen Tagen vergriffen gewesen. Die große Nachfrage hat die Sebastianer nun veranlasst, neben Steh- noch zusätzliche Sitzplätze zu schaffen. Diese Tickets können über die Sparkasse Geseke gebucht werden. Der Kartenvorverkauf läuft noch bis zum 23. Dezember. Ein buntes Programm wartet auf die Gäste der großen Gala. Oli Materlik, ein aus dem Fernsehen und dem GOP bekannter Comedian und Kabarettist, wird als Conférencier durch den Abend führen.

Als Tanzband wurde die „Sunshineband“ verpflichtet. Die international bekannte Sängerin Wrecia Ford sorgt zudem auf der Bühne für die musikalische Unterhaltung.

Ein weiterer Höhepunkt des Abends ist eine Lasershow. Damit das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt, werden die Gala-Gäste von Fernsehkoch Olaf Baumeister verwöhnt.

„Das Programm wird für eine abwechslungsreiche, lange Nacht sorgen“, ist die Schützenbruderschaft überzeugt.

 

Daumen hoch: Das Organisationsteam um Ehrenhauptmann Heiken Schuster (l.)

und Hans-Edgar Hans (r.) biegt mit den Vorbereitungen für die Silvestergala auf die Zielgerade ein.


"Der Patriot" vom 14.10.2011
Schlaglöcher sind bald passé

Die Bauverwaltung knüpft sich eine weitere viel befahrene Buckel- und Schlaglochpiste im Stadtgebiet vor. Für rund 400.000 Euro wird in den nächsten Monaten die Schlaunstraße mitsamt der dortigen Mischwasserkanalisation saniert und ausgebaut. Einstimmig hat der städtische Bauausschuss Mitte der Woche grünes Licht für das Projekt gegeben.

Wie der stellvertretende Bauamtsleiter Peter Stephan berichtete, soll nach der nun anstehenden Auftragsvergabe zunächst die Sanierung des Kanalsystems und dann der Ausbau der maroden Straße erfolgen. Die Schlaunstraße soll auf der Westseite an den bereits angebauten Schneidweg angeschlossen werden. Im Einmündungsbereich zur Bürener Straße werden die vorhandene Aufweitung und die Mittelinsel zurückgebaut.

Die Fahrbahn, so Stephan in seinen Ausführungen, soll sechs Meter breit werden. „Das ist für den Schulbus- und Gegenverkehr ausreichend“, versicherte der stellvertretende Bauamtsleiter. Beidseitig der Fahrbahn sollen zwei Meter breite Parkstreifen mit Baum- oder Grünbeeten sowie 1,75 Meter breite Gehwege entstehen. Die Fahrbahn wird laut Stephan in Asphaltbeton hergestellt, die Gehwege, Parkflächen und Zufahrten mit Betonsteinpflaster. Beseitigt werden sollen die Birken auf der Südseite der Schlaunstraße. Angepflanzt werden sollen dafür kleinkronige Bäume. Auf der Nordseite werden Beete angelegt.

Die gesamte Maßnahme, das betonte Stephan auf Anfrage unserer Zeitung, soll pünktlich zum Hochfest der Bürger-Schützen am Pfingstwochenende 2012 beendet sein. Auch beim Jubelfest der Sebastianer im Juli gibt es im Umfeld der an die Schlaunstraße grenzenden Schützenhalle somit keine Beeinträchtigungen. - df


"bistum-speyer.de" vom 07.10.2011

Bischof Wiesemann neuer „Jugendbischof“

Zusätzlich in katholisch-evangelischen Kontaktgesprächskreis berufen

Der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann (51) ist zum neuen Vorsitzenden der Jugendkommission der Deutschen Bischofskonferenz gewählt worden. Das teilte der Vorsitzende der Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Robert Zollitsch, bei der Abschlusspressekonferenz der Herbstvollversammlung der deutschen Bischöfe am Freitag in Fulda mit. Das Amt des „Jugendbischofs“ wurde zuletzt kommissarisch vom Münchner Weihbischof Bernhard Haßlberger (64) ausgefüllt, nachdem der Osnabrücker Bischof Dr. Franz-Josef Bode vor einem Jahr den Vorsitz der Pastoralkommission übernommen hatte. Die Jugendkommission ist in der deutschen Bischofskonferenz zuständig für alle Fragen und Belange der Jugendpastoral.

In der Ökumenekommission der Bischofskonferenz wird Bischof Wiesemann weiterhin Mitglied bleiben, ebenso bleibt er stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland. Darüber hinaus wurde er in den Kontaktgesprächskreis zwischen der Deutschen Bischofskonferenz und dem Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) berufen, das offizielle Kontaktgremium zwischen der römisch-katholischen und der evangelischen Kirche in Deutschland. Nicht länger Mitglied ist Bischof Wiesemann in der Liturgiekommission der Bischofskonferenz, der er seit 2002 angehörte.

Ein Bischof, dem die Jugend am Herzen liegt
Wiesemann ist ein Bischof, dem die Jugend am Herzen liegt. Seit seinem Amtsantritt als Speyerer Bischof im März 2008 hat er bei vielen Gelegenheiten das Gespräch mit Jugendlichen gesucht, um sie in ihrem Glauben und ihrem Engagement für die Kirche zu bestärken. So nimmt er regelmäßig an den diözesanen Weltjugendtagen im Bistum teil, und wenn der Terminkalender es zulässt, feiert er die monatlichen Jugendvespern im Speyerer Dom mit. Ein wichtiges Anliegen ist ihm auch die Ministrantenarbeit. 2009 unterstützte er als Schirmherr die große 72-Stunden-Sozialaktion „Uns schickt der Himmel“ des BDKJ, an der sich allein im Bistum Speyer mehr als 3800 Kinder und Jugendliche beteiligten. Und schon kurz nach seiner Amtseinführung eröffnete er in Ludwigshafen die erste katholische Jugendkirche im Bistum. Im Gespräch mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) lobt der neue Jugendbischof die Vielfalt kirchlicher Jugendarbeit zwischen traditionellen Jugendverbänden und neuen Formen wie der „Generation Benedikt“. Wichtig sei, dass die Jugendlichen die Kirche als Glaubensgemeinschaft erfahren und sich über die wichtigen Lebensfragen austauschen könnten.


"NeueRegionale" vom 02.09.2011

Zylinderkopfdichtung

 

Das Foto zeigt (v.l.) den 2. Brudermeister der Sebastianer, Hans-Georg Dröge, den stellvertretenden Marktleiter des Buschkühle-Frischecenters Geseke, Carsten Schmidt und den Geschäftsführer der Sebastianer, Heinz-Josef Dieregsweiler.

In 272 Tagen beginnt das 600-jährige Jubiläum der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Geseke. Doch bereits ab Dienstag 4. Oktober, stehen 1.700 adrette Schützenbrüder parat. An diesem Tag startet der Verkauf der „ZylinderKopfDichtung", des Jubiläumstrunks der Sebastianer zum 600-Jährigen - ein Pflaumenlikör im Sebastianer-Look. Mit dem Erlös wollen die Schützenbrüder die hohen Kosten decken, die mit dem Jubiläumsfest 2012 und dem Bundesschützenfest 2013 anfallen. Die „ZylinderKopfDichtung" (Auflage: 1.700 Flaschen) kann ab Dienstag im Edeka Buschkühle, beim Bierverlag Kayser und in den Standquartieren der Sebastianer in den Gaststätten Struchholz, Engelshof und Klimbim erworben werden.


"Der Patriot" vom 01.10.2011

Noch ganz dicht?

 

Bei dieser Frage könnten Heinz-Josef Dieregsweiler gerade wohl die Pferde durchgehen. Der Geschäftsführer der St.-Sebastianus-Schützen schraubt schon seit Tagen fleißig an den Zylinderkopfdichtungen herum. Und warum? Na, damit alles dicht ist. Der Werbe-Gag der Schützen zum 600. Jubiläum der Bruderschaft 2012 und zum Bundesfest 2013 fordert schon jetzt seinen Tribut. 1773 Schnapsflaschen mit der ominösen Zylinderkopfdichtung müssen jetzt mit einem passenden Zylinder versehen werden. Nun könnte man meinen, die Schützen packen kräftig mit an und fertig. Pustekuchen! Die Arbeit bleibt am Geschäftsführer hängen. Ab der kommenden Woche wird die schmucke Flasche übrigens in den drei Standquartieren der Sebastianer, bei Struchholz, im Engelshof und im Klimbim, sowie bei Buschkühle und beim Festwirt Hubertus Kayser verkauft. Bis dahin muss Dieregsweiler aber noch ordentlich schrauben ...


"NeueRegionale" vom 11.09.2011

Schützen im Stress

 

Terminflut am 17./ 18.09.

 

Schützenfreunde, Hochstimmung, aber auch Terminstress,  - das erwartet die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Geseke am kommenden Wochenende. Am Samstag, 17. und Sonntag 18. September finden gleichzeitig das Bundesfest der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften in Harsewinkel und das Kreisschützenfest in Rixbeck statt. An beiden Festveranstaltungen nehmen die Sebastianer teil. Am Sonntag fahren um 8.30 Uhr zwei Reisebusse mit Tambourkorps, Hofstaat Oberst und zwei Fahnenabordnungen nach Harsewinkel. Da nur eine begrenzte Anzahl Plätze zur Verfügung steht, ist eine Teilnahme nur nach Anmeldung bei Geschäftsführer Heinz-Josef Dieregsweiler möglich (Tel. 0172-2084898). Am gleichen Tag startet um 12 Uhr ab Lüdische Straße die andere Abordnung nach Rixbeck. Kronkönig, Scheibenkönig und die Stadtkapelle begleiten die Schützenbrüder. Eine Anmeldung hierzu ist nicht erforderlich.


"Der Patriot" vom 04.09.2011
Bis zur Grenze ist „alles use“
 

Das gehört alles uns: „Alles use“, befand Pfarrer Rainer Stahlhacke beim Poaläsen, der Überprüfung des Schnadsteins, an der Warte Lugdal. Rekordverdächtige 283 Teilnehmer hat der Heimatverein Geseke beim traditionellen Schnadgang gezählt.

Über den Anklang, den die Kontrolle der nord-westlichen Ortsgrenzen bei Jung und Alt gefunden hat, freute sich das Organisationsteam um Kai Schürholz: „Bereits bei der ersten Rast an der Lauflinde mussten wir Getränke nachordern“, zeigten sich die Schnadgang-Macher begeistert über die Zahl der Wanderfreudigen, die sich auf die rund 18 Kilometer lange und nicht gerade einfach zu bewältigende Wegstrecke entlang der Nachbarorte Verlar, Mönninghausen, Bönninghausen und Störmede gemacht hatten.
 

Begrüßt hatte die Schnadgänger Wanderleiter Manfred Raker am Rathaus. Dort überreichte der stellvertretende Bürgermeister Dieter Marr den obligatorischen Wandertropfen, neben Grüßen der Verwaltung der Stadt Geseke. Marr dankte dem Heimatverein dafür, dass er die Tradition der Überprüfung der Ortsgrenzen hoch halte und wünschte den Wanderlustigen, sie möchten den Weg ohne Blasen an den Füßen bewältigen. Den Schnadgängern war an der Warte Lugdal anzusehen, dass der Weg anstrengend gewesen sein musste, weshalb sie den Abschluss am Haus Toholte bestimmt zu genießen wussten. - mpr


"Der Patriot" vom 30.08.2011
Mit dem Heimatverein an die Grenze

Seit über 700 Jahren sind Schnadgänge in Geseke nachweisbar. Sogar der älteste Hinweis auf die Grenzgänge in Westfalen stammt aus Geseke. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts haben Geseker diese Tradition wieder eingeführt, der Verein für Heimatkunde übernimmt seit seiner Gründung 1925 die Organisation. In diesem Jahr gehen die Schnadgänger am Samstag, 3. September, den westlichen Teil der Gemarkungsgrenzen ab. Traditionell wird der Schnadgang um 11 Uhr vom Bürgermeister am Alten Rathaus am Teich verabschiedet. Dann geht es zum Mühlentor hinaus an der Grenze zu Verlar entlang bis zur Bönninghauser Mühle, wo an der ersten Rast gegen 13 Uhr die Nachbarn aus Mönninghausen und Bönninghausen erwartet werden. Weiter geht es an der Westerschledde entlang. Bei der Rast gegen 16 Uhr soll der Schnadstein an der Warte auf seine Festigkeit überprüft werden. Dort werden auch Störmeder erwartet. Zurück in die Stadt zum Ausklang am Haus Thoholte geht es dann mit dem Bus.


"www.focus.de" vom 03.08.2011
Kardinal outet sich als Tänzer

Dem Münchner Kardinal Reinhard Marx ist nichts Menschliches fremd: Er war ein leidenschaftlicher Tänzer und hat sich auch schon für Frauen interessiert.

„Ich bin von Natur aus nicht begabt, alle Freuden auszuklammern“, sagte der Erzbischof von München und Freising der „Bunten“. Beim Schützenfest in seiner westfälischen Heimat sei er oft auf der Tanzfläche gewesen. Zwar habe er sich als junger Priester vorgenommen, nicht mehr zu tanzen. Aber als die Musik gespielt wurde, „konnte ich nicht sitzen bleiben“.

Früher hätte er sich nach eigenen Worten durchaus „die eine oder andere Frau vorstellen können, mit der vielleicht etwas Ernsthaftes in Gang gekommen wäre“. Doch dann habe er gemerkt: „Ich kann nicht beides haben, ich würde meine tiefste Berufung, mein Lebensziel letztlich verfehlen, wenn ich meinen Weg als Priester nicht gehe.“ Es wäre aber „wohl eine Beschwichtigung zu verneinen, dass man nach seinen Lebensentscheidungen nicht auch in Konflikt geraten kann“.

In dem Interview sprach sich Marx auch dafür aus, dem zurückgetretenen Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg eine neue Chance zu geben. „Jedem muss die Chance gegeben werden, neu anzufangen, sich mit seinen Fähigkeiten neu einzubringen.“ Er nenne das „dynamische Chancengleichheit“, und die gelte für jeden Menschen, auch für den Ex-Minister.

Auch für Breivik beten
Marx nannte es zudem einen Fortschritt, dass Homosexuelle heute in der Kirche respektiert würden, und räumte ein, dass die Kirche da früher nicht immer den richtigen Ton getroffen habe. „Wir leben in einer pluralistischen, freien Gesellschaft“, betonte der 57-jährige Kardinal.

Auf das Massaker von Norwegen habe er als Kirchenmann keine „letzte Antwort“. Solche Taten ließen viele an der Existenz Gottes zweifeln. „Wir Menschen haben aber nicht den Anspruch darauf, dass wir alles verstehen. Aber ich glaube, dass alles Leiden und Sterben ohne einen Gott sinnlos wäre.“ Er bete zuerst für die Opfer, sagte Marx. Aber auch der Täter sei ein Geschöpf Gottes. Dass er als „christlicher Fundamentalist“ bezeichnet werde, könne er nicht nachvollziehen: „Massenmord im Namen Christi, darauf kommt nur ein Wahnsinniger. Das hat doch mit Christentum nichts zu tun.“ hal


"familienzentrum-senfkorn.de" vom 29.07.2011

Senfkorn im Schützenfestfieber

 

In diesem Jahr hatten wir beim Gösselkirmesumzug das Thema Schützenfest. Da unser Abschlussfest der Vorschulkinder immer unter dem gleichen Motto wie der Gösselkirmeswagen gefeiert wird, entschlossen wir uns ein großes Sommerfest für alle hierzu zu veranstalten. Als Vorbreitung hierzu gingen wir mit den Kindern genauer auf das Thema ein. Es wurde über die Uniformen, die Fahnen und den Festablauf (viele waren selber auf Schützenfesten gewesen) gesprochen. Die Kinder lernten gemeinsam mit einer Erzieherin den traditionellen Tanz „Tampe“ und bauten anlässlich des Vogelschießens selbstständig einen Vogel aus Pappmachee. Am Festtag selber, wurde die Einrichtung ganz im Sinne des Schützenfests gestaltet. Fahnen wurden aufgehängt, ein Karussell und verschiedene Spielbuden, Imbiss- und Getränkestände aufgebaut, eine Tanzfläche eingerichtet. Um 15.00 Uhr Begann das Fest mit dem Vogelschießen der Vorschulkinder, bei dem alle Kinder und Eltern als Zuschauer mit dabei waren. In der "Schießpause" trafen dann auch unsere Ehrengäste, das diesjährige Schützenkönigspaar der Sebastianer, ein. (das Schützenkönigspaar der Bürgerschützen war leider verhindert) Nachdem der Schützenkönig der Vorschulkinder feststand und dieser sich seine Königin, und die Schützen ihre Hofdamen gewählt hatten, wurden diese festlich in Uniform bzw. Kleid eingekleidet und der Umzug durch die Nachbarschaft konnte beginnen. Gemeinsam mit dem Sebastianerkönispaar zog unser Königspaar mit ihrem Hofstaat und der musikalischen Begleitung einiger Kinder an den jubelnden Eltern, Großeltern, Kindern und Erzieherinnen vorbei. Nach dem Umzug wurde auf der Tanzfläche der traditionelle "Tampe" gemeinsam von Kindern, Eltern und dem Sebastianerkönigspaar getanzt. Anschließend vergnügten sich die Teilnehmer bei "Spiel und Spaß" mit Karussell fahren, Dosen werfen, Entenangel usw. und stärkten sich bei Grillwürstchen, Popcorn, Waffeln, Kuchen und Getränken. Gegen 18.00 Uhr war das Fest beendet. (Sabrina Gerling)

 


"Der Patriot" vom 27.07.2011
Lyra gesucht

Bei ausgelassener Schützenfest-Stimmung kann es schon mal drunter und drüber gehen. Nüchtern betrachtet, ist das eine oder andere dann vielleicht manchmal gar nicht mehr so lustig. Dazu gehört wohl auch das kleine Versteckspiel, das sich beim Sebastianer-Hochfest zugetragen hat. Wie der Ehringhäuser Tambourmajor Bernhard Haneke jetzt berichtete, ist am Festsonntag eine Lyra verschwunden. Vielleicht, so mutmaßt Haneke, wollte sich jemand nur einen Scherz erlauben. Da der Spaß nun aber vorbei ist und der Musiker, der das Instrument üblicherweise zum Klingen bringt, nicht arbeitslos werden möchte, appelliert der Tambourmajor an denjenigen, der die Lyra hat verschwinden lassen, das Instrument doch bitte wieder zurückzugeben. Und weil so eine Übergabe ja auch etwas unangenehm sein kann - nüchtern betrachtet - verweist Haneke darauf, dass die Lyra gern auch im Gymnasium abgelegt werden kann.


"Der Patriot" vom 23.07.2011

Sechs Kirchtürme stehen für eine Gemeinschaft

Mit einem feierlichen Gottesdienst haben die neuen Geistlichen am Sonntagnachmittag offiziell ihren Dienst im neu gegründeten Pastoralverbund Geseke angetreten. Begrüßt wurden der Leiter des Pastoralverbunds Pfarrer Rainer Stahlhacke, Pastor Thomas Zwingmann, Vikar Hendrick Luicke, Gemeindereferentin Martina Bertels und Gemeindeassistentin Claudia Picht von zahlreichen Gläubigen.

Ein illustres Bild bot sich den Gesekern auf dem Weg zum Gottesdienst in der Stadtkirche St. Petri. 14 Soldaten vom Standort Munster hatten sich dort mit ihren Motorrädern versammelt, um Rainer Stahlhacke mit der Hand am Gas lautstark Abschied und Begrüßung zugleich zu bescheren. Die gelungene Überraschung der langjährigen Weggefährten des ehemaligen Militär-Seelsorgers war sicher auch geeignet, dem Pastor ein wenig den Rücken zu stärken.

Schließlich war sein Neuanfang in Geseke, der ja auch mit dem viel betrauerten Abschied der beliebten Pfarrer Uwe Schläger, Gerald Haringhaus und Thomas Schmidt verbunden war, erst mal von Frust und Enttäuschung mancher Gemeindemitglieder über die Entscheidung des Erzbischofs überschattet.

Dechant Thomas Witt, der das pastorale Team offiziell einführte, bezeichnete es als große Herausforderung, sechs Kirchengemeinden zusammenzuführen und appellierte an die Gottesdienstbesucher, ihren neuen Geistlichen Türen und Herzen zu öffnen.

Der Gottesdienst, mitgestaltet vom Kinder- und Jugendchor, stand dann auch ganz im Zeichen der Gemeinschaft: Messdiener aus allen Pfarrgemeinden waren vertreten, die Fürbitten waren den Patronen aller sechs Gemeinden gewidmet und auf dem Altar stand zur Eucharistie eine Schale aus jeder Pfarrkirche. Nicht zufällig hatte Rainer Stahlhacke den ersten Brief des Apostels Paulus an die Korinther für die Lesung ausgewählt, der von Zank und Streit unterschiedlicher Sympathiegruppen handelt. „Seid einmütig, seid eines Sinnes“ - das Zitat galt wohl auch den Gläubigen der sechs Geseker Kirchengemeinden. Bunt zusammengewürfelt sei schließlich auch die Menschenschar gewesen, die Jesus um sich versammelt hätte, brachte Stahlhacke sein Anliegen auch in der Predigt zum Ausdruck. „Die haben sich teilweise gekloppt wie die Kesselflicker“, sagte er. Der Gemeinschaftssinn aber könne auch unterschiedliche Menschen zusammenführen. Nicht die Interessen Einzelner, sondern die der Gemeinschaft müssten im Mittelpunkt stehen. Das Verbindende aller sei der Glaube, für deren Erhalt nur die Gemeinschaft eintreten könne, damit er nicht verdunstet. „Bei allen Schwierigkeiten, geben Sie uns, dem neuen Pastoral-Team, eine Chance“, appellierte Stahlhacke an die Gottesdienstbesucher.

Offenbar aber war der anfängliche Unmut über die Personalpolitik des Erzbistums bei vielen schon wieder verflogen. Stahlhacke vergaß deshalb auch nicht, für die herzliche Aufnahme in den vergangenen Tagen und Wochen, die er bereits in Geseke, lebt, zu danken. „Ich hätte nicht erwartet, dass die Türen und Herzen bereits offen sind“, sagte er.

Auch die Vertreter der Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte, Winfried Schnieders und Markus Smolin, machten in ihren Grußworten ihren Willen zum Neuanfang deutlich. „Der Gottesdienst kann nur ein guter Start sein“, befand auch Bürgermeister Franz Holtgrewe mit Blick auf die zahlreichen Gläubigen und Vereine, die zur Begrüßung gekommen waren. Der evangelische Amtskollege Pfarrer Werner P. Nicolai schließlich gab dem neuen pastoralen Team gute Wünsche mit auf den Weg. Als kleines Präsent überreichte er den kleinen Kirchenführer - natürlich in fünffacher Ausführung. Und für Pastor Stahlhacke, den bekennenden Motorradfreund, gab es noch eine Zusammenstellung der schönsten Motorradtouren in der Region obendrauf. „Wenn Sie wollen, fahre ich auf einer dieser Touren mal mit meinem Cabrio mit, dann können wir gemeinsam diskutieren“, kündigte er mit einem Lächeln an.

Beim anschließenden Fest der Begegnung hatten die Gläubigen Gelegenheit, das neue Team kennenzulernen, aber auch sich im Sinne der Gemeinschaft untereinander anzunähern. - jul

 

Zelebrierten gemeinsam den feierlichen Gottesdienst (v.l.): Vikar Hendrik Luicke, Dechant Thomas Wulf,

Pfarrer Rainer Stahlhacke, Pastor Thomas Zwingmann und die mit Stahlhacke befreundeten Pfarrer

Thomas Hengstebeck (Rheda) und Thomas Stolz (Paderborn). - Fotos: Gausmann

 


Gemeinschaft im Mittelpunkt: Die Fürbitten waren den jeweiligen

Patronen der sechs Kirchengemeinden gewidmet.


"Der Patriot" vom 23.07.2011

Pfarrer Wienken beigesetzt

Groß war die Anteilnahme der Geseker Katholiken gestern bei der Beisetzung des am vergangenen Freitag im Alter von 89 Jahren verstorbenen Pfarrers i. R. Heinrich Wienken. Angeführt wurde die große Trauergemeinde von Reinhard Kardinal Marx (l.). Der Ehrenbürger der Stadt Geseke, der in der voll besetzten Stiftskirche St. Cyriakus auf Wunsch des Verstorbenen einen schlichten Gottesdienst feierte, ist der bekannteste von zahlreichen Geistlichen aus der Stadt, die durch Heinrich Wienken den Weg zum Priesterberuf fanden. Viele von ihnen kamen persönlich zur Trauerfeier. Kardinal Marx erinnerte an Wienken als souveränen freien Menschen, der seine Berufung gelebt habe. Manchmal vielleicht etwas unzeitgemäß habe er die Menschen aber gerade dadurch angezogen, dass er seinen Standpunkt fest vertreten habe. Marx erinnerte sich auch an seinen letzten Besuch vor wenigen Wochen, als sich der Verstorbene mit der Hoffnung auf ein Wiedersehen im Himmel von ihm verabschiedet habe. Wienken war von 1968 bis 1994 Pfarrer der Stiftskirchengemeinde St. Cyriakus. - Foto: Krumat


"Der Patriot" vom 21.07.2011
Kirchen rücken zusammen

Rainer Stahlhacke wird als Leiter des neuen Pastoralverbunds eingeführt

Das neue Team für den Pastoralverbund Geseke steht in den Startlöchern: Am kommenden Sonntag, 24. Juli, werden Pfarrer Rainer Stahlhacke als Pastoralverbundsleiter und seine geistlichen Mitstreiter Pastor Thomas Zwingmann, Vikar Hendrik Luicke, Gemeindeassistentin Claudia Picht und Gemeindereferentin Martina Bertels von Dechant Thomas Wulf offiziell in ihre Ämter eingeführt. Die Eucharistiefeier beginnt um 14.30 Uhr in der Stadtkirche St. Petri am Markt.

Seit dem 1. Juli existiert der Pastoralverbund Geseke, in dem sich die früheren Pastoralverbünde Geseke-Land und Geseke-Stadt vereinen. Dieser Zusammenschluss soll auch in der Eucharistiefeier, zu der neben geladenen Gästen aus der Familie und den früheren Wirkungsstätten von Pastor Stahlhacke auch zahlreiche Gläubige aus den sechs Geseker Kirchengemeinden erwartet werden, im Mittelpunkt stehen.

Wie der Störmeder Pfarrgemeinderatsvorsitzende Markus Smolin erläuterte, sollen alle Gemeinden eingebunden werden, um die Zusammengehörigkeit zu unterstreichen. Aus jeder Gemeinde werden vier Messdiener und bei der Wandlung wird jede Gemeinde mit ihrem Kelch am Altar vertreten sein. Neben dem Bürgermeister sprechen auch ein Vertreter für alle Kirchenvorstände und Pfarrgemeinderäte sowie der evangelische Pfarrer Werner P. Nicolai Grußworte. Im Anschluss an die Eucharistiefeier findet ein Fest der Begegnung rund um den Kirchturm statt, bei dem die Gläubigen Gelegenheit haben, ihren neuen Geistlichen und seine Mannschaft kennenzulernen.


"Der Patriot" vom 15.07.2011

Den Glauben vorgelebt - Katholiken trauern um Heinrich Wienken

Die Geseker Katholiken trauern um Heinrich Wienken. Der langjährige Pfarrer der Stiftskirchengemeinde St. Cyriakus starb in der Nacht zum Freitag im Alter von 89 Jahren. „Aufgabe des Geistlichen ist es, den Menschen den Weg zu Christus zu zeigen“, hatte Gesekes berühmter Gottesmann Reinhard Kardinal Marx zum 50-jährigen Priesterjubiläum Wienkens im Jahr 2008 gesagt. Wie kaum einem anderen Geistlichen in der Stadt ist es Wienken in den vergangenen Jahrzehnten gelungen, diesen Auftrag des Herrn zu erfüllen. Viele junge Geseker, darunter eben auch der Erzbischof, fanden durch Wienken den Weg zum Priesterberuf, viele Gemeindemitglieder fanden durch seine einfache, offene und unkomplizierte Art den Weg in die Gottesdienste.

Heinrich Wienken wurde 1922 in Cloppenburg geboren. Im Alter von 31 Jahren nahm er das Studium an der theologischen Fakultät in Paderborn auf. Am 25. Juli 1958 wurde er zum Priester geweiht. Bis 1961 war Wienken als Vikar an der St.-Marien-Kirche in Olpe tätig, bevor er als Domvikar in Minden arbeitete. 1968 führte ihn sein Weg nach Geseke in die Stiftskirchengemeinde St. Cyriakus. Bis zum Eintritt in den Ruhestand 1994 blieb der Geistliche, der im Volksmund auch „Stifts-Don-Camillo“ genannt wurde, in St. Cyriakus Pfarrer. Dabei setzte er sich schon früh für die Außen- und Innenrenovierung des Gotteshauses ein und trieb auch den Neubau des Kindergartens sowie des Pfarrhauses und des Pfarrzentrums voran. Am Herzen lag dem Ehrenpräses der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft aber auch die Pflege des religiösen Lebens in Geseke. Wienken sorgte dafür, dass die Andacht und das Rosenkranzgebet sowie längst vergessene Prozessionen wieder fester Bestandteil des gelebten Glaubens wurden.

Das Requiem mit anschließender Beisetzung findet am Donnerstag, 21. Juli um 14 Uhr in der Stiftskirche St. Cyriakus statt. Totengebete sind im Haus Maria am Montag, in der Stiftskirche am Dienstag (mit Hl. Messe) und in der Stadtkirche am Mittwoch (mit Hl. Messe) jeweils um 18 Uhr geplant.


"geseke-news.de" vom 15.07.2011

Große Trauer um Pfarrer Heinrich Wienken.


„Der geistliche Rat Heinrich Wienken hat sich ein Leben lang vom Evangelium begeistern lassen“, erklärte einmal der Münchner Erzbischof Dr. Reinhard Marx. In der vergangenen Nacht verstarb Pfarrer i.R. Heinrich Wienken im Alter von 89 Jahren. Er wurde am 28.02.1922 geboren und 1958 zum Priester geweiht.

Wienken hat nicht nur in der Stiftskirchengemeinde St. Cyriakus, die er über viele Jahre hinweg leitete, viele Zeichen gesetzt. Stets habe der Priester versucht die Liebe Gottes zu bezeugen. Weiterhin stand er bei der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Geseke 1412 e.V. jahrelang als Präses vor. 1996 wurde er schließlich zum Ehrenpräses ernannt.

Die Stiftskirchengemeinde St. Cyriakus dankt Pfarrer Heinrich Wienken für seinen Christusdienst und für die daraus verfließende Nähe zu den Menschen. Vielen Menschen hat er sich gegeben und wurde denen zum Geschenk, weil er sich selbst als Beschenkter erfahren hatte.

Die Planungen für das Requiem laufen derzeit. (bl)

 

Das Requiem findet am Donnerstag, 21. Juli um 14.00 Uhr in der Stiftskirche St. Cyriakus statt. Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Friedhof.

 


"geseke-news.de" vom 12.07.2011

Reinhard Kardinal Marx feiert mit Weihbischof und Dekanen des Erzbistums München und Freising Vesper in Geseke

Anlässlich eines offiziellen Heimatbesuches in Paderborn und seiner Heimatstadt Geseke feiert der Münchener Erzbischof Reinhard Kardinal Marx am Mittwoch, den 20. Juli um 17:30 Uhr eine Vesper in seiner Heimatgemeinde Stiftskirche St. Cyriakus in Geseke. Daran werden die Dekane des Erzbistums München und Freising teilnehmen. Unterstützung erhält er dabei von Weihbischof Wolfgang Bischof, der ebenfalls aus München anreisen und an der Vesper teilnehmen wird.


"geseke-news.de" vom 09.07.2011

Ein neuer Vikar kommt nach Geseke: Hendrik Luicke

 

Alle Entscheidungen sind gefallen. Mit Wirkung zum 1. Juli 2011 ist Pfarrer Rainer Stahlhacke nun offizieller Leiter des neuen Pastoralverbundes Geseke (wir berichteten). Die Einführung findet am 24. Juli um 14:30 Uhr in der Stadtkirche St. Petri statt. Ihm zur Seite stehen wird der 32-jährige Pastor Thomas Zwingmann und der 31-jährige Vikar Hendrik Luicke. In einem ersten und ausführlichen Interview hat uns der neue Vikar einen Einblick in seine Vergangenheit und in die Zukunft gegeben:

Geseke-News.de: Wo und wie haben Sie Ihre Kindheit und Jugend verbracht?

Hendrik Luicke: Ich bin in Hamm geboren und in meiner Familie aufgewachsen, habe dort mit meiner Schwester die Kindheit und Jugend verbracht. 1999 habe ich Abitur gemacht, dann bin ich aus Hamm aufgebrochen, um in Paderborn Theologie zu studieren.

Geseke-News.de Wann und warum haben Sie sich entschlossen Priester zu werden?


Hendrik Luicke: Wann der Gedanke zum ersten Mal in mir aufkam, kann ich so genau nicht sagen. In meiner Jugendzeit jedenfalls wurde der Wunsch mal deutlicher spürbar und dann wieder überhaupt nicht. Es war ein jahrelanger Prozess, der auch noch das Studium über andauerte. Mit schätzungsweise 24 Jahren war ich dann soweit, diese Entscheidung zu treffen.

Im Rückblick muss ich sagen: Es war vor allem die Suche nach Gott oder die Suche nach einer Verbindung und nach Berührungspunkten zwischen Gott und meinem Leben, die mich wohl immer mehr zu diesem Beruf drängte.

Geseke-News.de: Was gefällt Ihnen besonders am Priesterberuf?


Hendrik Luicke: Die hohe Abwechslung gefällt mir am Priesterberuf besonders: Jeden Tag trifft man auf Menschen, die unterschiedlicher nicht sein können – und jeder Tag ist anders, muss neu gestaltet werden – das ist schön an diesem Beruf und wird nie langweilig.

Geseke-News.de: Haben Sie eine Lieblingsstelle in der Bibel?


Hendrik Luicke: Es gibt mehrere Stellen in der Bibel, die mich sehr faszinieren und die ich als Lieblingsstellen bezeichnen könnte. Eine sehr kurze aber intensive Stelle, die für mich persönlich besondere Bedeutung gewonnen hat, ist der letzte Vers von Psalm 150: “Alles, was atmet, preise den Herrn!”

Geseke-News.de: Was sind Ihre Hobbys?


Hendrik Luicke: Die Restaurierung von Kunstgegenständen und Möbeln macht mir große Freude. Mit Kunst insgesamt beschäftige ich mich gerne zwischendurch. Außerdem verreise ich gerne.

Geseke-News.de: Was tun Sie, um sich vom Berufsleben zu entspannen?


Hendrik Luicke: Am liebsten richtig Urlaub machen. Am Ende eines anstrengenden Tages lese und telefoniere ich gern, um auf andere Gedanken zu kommen oder treffe mich mit Freunden. Auch Kochen kann ich als willkommene Abwechslung erleben.

Geseke-News.de: Waren Sie schon mal in Geseke? Was kennen Sie bisher von Geseke?


Hendrik Luicke: Geseke kenne ich schon lange von der Durchreise von Hamm nach Paderborn – aber dadurch kennt man nicht viel.
Seit ich von meiner Ernennung zum Vikar von Geseke am 25. Mai erfahren habe, bin ich natürlich schon bewusst durch die Straßen der Stadt gefahren und gegangen, habe mir die Kirchen angeschaut und einen positiven ersten Eindruck erhalten. Sicher gibt es noch viel zu entdecken.

Geseke-News.de: Über welche Stationen kommen Sie nach Geseke?


Hendrik Luicke: Nachdem ich zwei Jahre in Paderborn studiert habe, ging mein Weg nach Rom und dann zum Studienabschluss nach Freiburg. Nach meiner Diakonatszeit in Hüsten, lebte ich seit der Priesterweihe vor vier Jahren in Menden im Sauerland.

Geseke-News.de: Nach Ihrer ersten Vikarszeit in Menden arbeiten Sie nun im neuen Pastoralverbund Geseke mit. Freuen Sie sich auf diese Herausforderung?


Hendrik Luicke: Ja! Und ich sehe den neuen Pastoralverbund Geseke wirklich als eine Herausforderung, denn bekanntlich bin ja nicht nur ich neu und die ganze Situation wird sich sehr schnell und deutlich ändern. Wir als neues Pastoralteam betreten genauso Neuland, wie die Gemeinden, die sich zum Verbund zusammenfinden.

Geseke-News.de: Was erwarten Sie von Geseke bzw. den Gesekern?


Hendrik Luicke: Geseke stelle ich mir als eine freundliche westfälische Kleinstadt vor, die von ihrer Geschichte her eng mit der Kirche und den Traditionen verbunden ist.
Von den Gesekern erwarte ich Offenheit und Unterstützung für die Veränderungen der kirchlichen Begebenheiten und mir gegenüber Nachsicht und Verständnis, wenn ich Dinge nicht mehr so machen kann, wie es die Priester vor mir getan haben.
Ich wünsche mir, dass wir gemeinsam Wege finden, den Schatz unseres Glaubens an die kommende Generation weiter zu geben.

Geseke-News.de: Haben Sie schon Pläne für die Zukunft?


Hendrik Luicke: Ich hoffe auf eine gute zweite Vikarstelle, auf gute Zusammenarbeit im Pastoralteam und mit den Gläubigen.
Die nächstliegenden Pläne betreffen allerdings den Abschied von Menden und den Umzug und Neuanfang in Geseke.

Das Interview führte Benedikt Laame mit dem neuen Vikar für Geseke: Hendrik Luicke


"Der Patriot" vom 06.07.2011
Sebastianer starten mit Silvester-Gala ins Jubiläumsjahr

Mitten im Sommer denken die St.-Sebastianer schon an den Jahreswechsel. Mit einer großen Silvester-Gala will die Geseker Schützenbruderschaft in das Jahr ihres 600. Vereins-Geburtstages starten. Zahlreiche Schützenbrüder um Ehrenhauptmann Heiken Schuster (7. v.l.) stecken bereits mitten in den Vorbereitungen für die große Party, die am 31. Dezember in der Schützenhalle steigt. Wie die Bruderschaft in einer Presseerklärung mitteilt, haben international bekannte Künstler ihr Kommen zugesagt. So wird Oli Materlik, ein aus dem Fernsehen und dem GOP bekannter Kabarettist als Conférencier durch den Abend führen. Für die musikalische Unterhaltung sorgen die „Sunshineband“ und die Sängerin Wrecia Ford. Fernsehkoch Olaf Baumeister verwöhnt die Gäste kulinarisch. Der Kartenvorverkauf beginnt am kommenden Montag, 11. Juli. Tickets gibt es bei der Sparkasse Geseke.

 

 

Flyer


"Der Patriot" vom 06.07.2011
Schützen feiern in Thüle

Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Geseke nimmt am Sonntag, 10. Juli, zusammen mit dem neuen Königspaar, dem Hofstaat und der Geseker Stadtkapelle an den Jubiläumsfeierlichkeiten der 300 Jahre alten St.-Laurentius-Schützenbruderschaft in Thüle teil. Die Abfahrt erfolgt um 12.30 Uhr an der Alten Post.


"Der Patriot" vom 06.07.2011
„Es wird nicht mehr den Stifts- oder den Stadtpfarrer geben“

Angekommen in Geseke: Der neue Pastoralverbundsleiter Rainer Stahlhacke spricht im Interview über seine ersten Tage am Hellweg, seine Erwartungen, Wünsche und Ziele

Mit dem Motorrad ist er gekommen, zu Fuß hat er am Wochenende bei den Schützenfestumzügen der Sebastianer bereits die Stadt erkundet. Seit dem 1. Juli ist der neue Leiter des vereinten Pastoralverbundes, Rainer Stahlhacke, in Geseke tätig. Offiziell wird der 49-Jährige zwar erst am Sonntag, 24. Juli, in sein Amt eingeführt. Jedoch wartet schon im Vorfeld jede Menge Arbeit auf den gebürtigen Sauerländer, der bislang als Militärdekan in Munster tätig war.

Herzlich Willkommen in Geseke, Herr Stahlhacke. Als zukünftiger Präses der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft sind Sie am Wochenende kreuz und quer durch die Stadt marschiert. Was waren Ihre ersten Eindrücke?

Stahlhacke: Ich habe viele kleine Gassen und Straßen entdeckt. Man kann sehen, dass Geseke im Laufe der Jahre enorm gewachsen ist. Ich denke, dass ich mich hier wohlfühlen kann.

War das Ihr erster Kontakt mit dem Schützenwesen?

Stahlhacke: Nein, das war kein Neuland für mich. Ich war fünf Jahre Pastor in Schmallenberg, da gehörte das auch dazu. Die Traditionen sind allerdings unterschiedlich. Das Bild mit Frack und Zylinder bei den Sebastianern ist schon einmalig.

Wie reagieren die Geseker auf den neuen Pfarrer?

Stahlhacke: Man schimpft nach wie vor auf Paderborn. Da lasse ich die Leute aber auch schimpfen. Ansonsten habe ich nicht den Eindruck, dass dem neuen Pastoralteam Barrieren gebaut werden. Erste Gespräche haben mir gezeigt, dass große Offenheit herrscht.

Was haben Sie sich vorgenommen in den Tagen bis zu Ihrer Einführung?

Stahlhacke: Jetzt steht erstmal eine dreitägige Klausurtagung mit dem Pastoralteam an. Hier treffe ich mich mit Pastor Thomas Zwingmann, Vikar Hendrik Luicke, Gemeindereferentin Martina Bertels und Gemeindeassistentin Cordula Picht. Zunächst geht es darum, dass wir uns kennenlernen. Dann darum, wie wir die Aufgabe anpacken, die Pastoralverbünde Stadt und Land zusammenzuführen. Schließlich schauen wir, wie die Seelsorge und die Gemeindearbeit in dieser Übergangsphase weiterlaufen kann.

Was erhoffen Sie sich vom 24. Juli, dem Tag Ihrer Einführung?

Stahlhacke: Ich würde mich freuen, wenn viele Gläubige zum Gottesdienst kommen. Dann hoffe ich natürlich, dass unser Team auf offene Türen und Herzen stößt. Der 24. Juli soll ein Tag der Begegnung mit Menschen aus allen sechs Kirchengemeinden werden.

Was wird sich denn mit der Fusion der Pastoralverbünde konkret ändern in den Gemeinden?

Stahlhacke: Es wird nicht mehr den Stifts- oder den Stadtpfarrer geben. Das Pastoralteam wird für alle Gemeinden zuständig sein. Es wird aber keinen radikalen Schnitt geben. Veränderungen müssen im laufenden Prozess stattfinden. Etwas geändert hat sich ja bereits die Gottesdienstordnung. Statt elf gibt es am Wochenende nur noch neun Gottesdienste. Zwischen den Messen sollen 90 Minuten Zeit bleiben. Das darf für die Geistlichen kein Gehetze werden. Ein Plausch auf dem Kirchplatz muss nach wie vor möglich sein. Die neue Gottesdienstordnung testen wir jetzt ein dreiviertel Jahr.

Vom Militärdekan zum Pastoralverbundsleiter: Auch für Sie persönlich dürfte der Wechsel nach Geseke eine große Umstellung bedeuten.

Stahlhacke: Ja, bislang hatte ich fast nur mit jungen Leuten aus allen Schichten, getauft wie ungetauft, zu tun, die die Kirche sonst so gar nicht erreicht. Ich habe viel lebenskundlichen Unterricht gemacht, das fällt nun weg. Dafür bin ich jetzt für alle Altersschichten da und werde wieder regelmäßiger die Heilige Messe feiern. Zudem werde ich wesentlich häufiger am Schreibtisch sitzen.

Was reizt Sie an der neuen Aufgabe?


Stahlhacke: Es ist reizvoll zu schauen, wie man den Glauben in Geseke für die Zukunft gestalten kann. Wir möchten, dass Kirche nicht nur auf den Schultern des Pastoralteams lastet. Alle können ihr Glaubensbekenntnis zeigen. Das zu fördern und zu ermutigen, ist eine große Herausforderung. - df
 

Ein Pfarrer für sechs Kirchengemeinden: Auch wenn Pfarrer Rainer Stahlhacke

im Schatten von St. Petri wohnen wird, möchte er von Beginn an in allen Gotteshäusern

des Pastoralverbundes Präsenz zeigen. - Foto: Friedrich


"Der Patriot" vom 03.07.2011
Fest-Splitter

Und plötzlich ist wieder Schützenfest. Morgens um sechs aus dem Bett, ab in den Frack, den Zylinder auf den Kopf und los geht’s. So oder ähnlich verläuft der Fest-Samstag wohl in den meisten Geseker Haushalten. Blöd ist nur, wenn dann um kurz vor knapp die Fliege oder die zum Besohlen abgegebenen Schuhe fehlen. Da helfen dann nur noch die heimischen Bekleidungsgeschäfte und Schuster. Alle Jahre wieder öffnen sie daher in aller Frühe die Pforten, um den einen oder anderen Sebastianer in letzter Sekunde vor einer Blamage zu bewahren.

Spätestens seit Freitagabend weiß auch Papst Benedikt, wo Geseke liegt. Zur Privataudienz war der Geistliche Prokurator der Bruderschaft, Reinhard Kardinal Marx, anlässlich des 60. Priesterjubiläums des Heiligen Vaters im Vatikan eingeladen. Um viertel nach fünf am Nachmittag, so war zu hören, sei Marx ganz plötzlich aufgestanden, um sich mit folgenden Worten zu verabschieden: „So, ich muss zum Flieger. In Geseke ist Schützenfest.“

Die Scheinwerfer-Aktion im Rahmen der Schützenmesse bewies einmal mehr, dass die Sebastianer ein Herz für Not leidende Mitbürger haben. Stolze 3552 Euro wurden gesammelt. Das Geld kommt der Geseker Tafel zugute. - df


"Der Patriot" vom 03.07.2011
Adjutant steigt zum König auf

Die ersten Ehrenschützen, darunter die Vertreter des „schwarzen Bataillons“, der neue Pastoralverbunds-Leiter Rainer Stahlhacke, Ehrenoberst Diethelm Hostmann und Bürgermeister Franz Holtgrewe, merkten davon noch gar nichts. Erst Hofdame Diana Klitzschmüller, die frühzeitig das Zepter zu Fall brachte, deutete an, dass der stolze Aar nicht der hartnäckigste sein könnte.

 

 

Eigentlich steht Matthias Buckler den amtierenden Regenten der St.-Sebastianus-Bruderschaft als Königsadjutant unterstützend zur Seite. Jetzt wechselt der Leutnant der Nordhofe jedoch die Rollen. Mit dem 225. Schuss sicherte sich der 29-Jährige am Samstagnachmittag selber die Majestätenwürde der altehrwürdigen Bruderschaft. Mit seiner Freundin Jenny Kaupmann (27), Filialleiterin der Sparkasse Geseke in Ehringhausen, wird der Heizungsbaumeister den Verein nun in das Jubiläumsjahr führen. Begleitet wird er von Kronkönig Jonas Eidhoff (18), der den begehrten Titel um kurz nach zwölf mit dem 128. Schuss gewann.

 

Eine knappe Stunde nachdem Eidhoff von seinen Schützenbrüdern zur Theke getragen worden war, war dann auch für Matthias Buckler der große Moment gekommen. Mit einem lauten Jubelschrei und in den Himmel gestreckten Armen beendete er um Punkt 14.04 Uhr ein Vogelschießen, das als eines der kürzeren in die Annalen des Vereins eingehen wird. Fast erwartet hatten das die Schießoffiziere Willi Brinkmann (Leitung), Jan Eiserich und Alexander Gockel (zukünftiger Königsadjutant). „Das kann schnell gehen. Das Holz ist nicht verwurzelt“, hatte Eiserich im Vorfeld schon verraten.

 

Der Schießlaune unter der Stange tat das keinen Abbruch. Munter zerlegten die Sebastianer den Vogel. Matthias Buckler holte mit dem 34. Schuss das Fass vom Himmel. Und Jonas Eidhoff setzte im weiteren Verlauf vehement eine Idee um, die am Morgen ganz spontan im Familienkreis entstanden war. Bruder Marc ist schließlich aktueller König vor der Scheibe. Was passte da besser, als die Titelsammlung um die Kronkönigswürde zu erweitern. Gesagt, getan: Mit der 128. Patrone gelang ihm der Streich. Neben der Krone fiel auch der Kopf. Das spannende Finale war spätestens jetzt eingeläutet. Kurzzeitig sah es dann nach einem Zweikampf zwischen Dieter Remmert und Matthias Buckler aus. Als der Vorstand aber kurz nach dem 200. Schuss vielsagend das Fernglas zur Hilfe nahm, wurde es auch für Remmert zu heiß. Übrig blieb Matthias Buckler. Der 29-Jährige behielt einen kühlen Kopf und setzte seinen Königsplan in die Tat um. - df


"Der Patriot" vom 03.07.2011
Zwischen Traum und Wirklichkeit

Ob Ehrenbürger, Erzbischof oder Kardinal - beim Schützenfest ist Reinhard Marx einfach nur Geseker. „Wir sind stolz und dankbar, dass Du einer von uns bleibst“, betonte Ehrenpräses Uwe Schläger daher zu Beginn der traditionellen Schützenmesse in St. Petri.

Fast peinlich schien es dem berühmten Gottesmann da schon, wiederholt seine Heimatverbundenheit zum Ausdruck zu bringen. „Das ist doch selbstverständlich“, sagte er, um dann ein kleines Geheimnis preiszugeben. Seit Jugendtagen schon habe er regelmäßig einen „schweren Traum“, verriet Marx. „Ich träume, ich komme nach Hause und das Schützenfest ist schon vorbei.“

Am Samstagmorgen landete der Geistliche zum Glück sofort in der Wirklichkeit. Mit einem stark vertretenen „schwarzen Bataillon“, darunter neben Uwe Schläger auch Domprobst Josef Heers, Gefängnisseelsorger Wilfried Schulte, Militärpfarrer Martin Tilles und Pastor Detlef Stock, feierte er die Heilige Messe. In seiner Predigt verwies Marx aus gegebenem Anlass auf die „unglaubliche starke Botschaft“ des Festes Maria Heimsuchung (2. Juli). Die Begegnung der wunderbaren Art zwischen Maria und Elisabeth sei so alltäglich und zeige, dass Gott ein Freund der Menschen, ein Freund der Begegnung und der Feste sei, erklärte der Erzbischof von München und Freising.

Es gehe nicht darum, wie es auf dem Bankkonto eines Menschen aussehe, sondern darum, was in seinem Herzen stehe. Darum gehe es auch bei den vielfältigen Begegnungen auf dem Schützenfest, führte er fort. - df
 


Auf das „schwarze Bataillon“ ist Verlass: Erstmals als Kardinal feierte

Reinhard Marx (3.v.l.) mit den Sebastianern die Schützenmesse.

 Verstärkung erhielt er von Martin Tilles, Uwe Schläger, Josef Heers, Detlef Stock und Wilfried Schulte (v.l.).


"Der Patriot" vom 03.07.2011
„Eine wunderbare Mischung“

Geseke- Wenn ein Oberst morgens in aller Früh vor weit über 1000 gut gekleideten Schützen und Musikern steht, dann darf zur Begrüßung ruhig mal ein großer Staatsmann der Antike zu Rate gezogen werden. „Es kommt nicht darauf an, die Zukunft vorauszusagen, sondern darauf, auf die Zukunft vorbereitet zu sein“, zitierte Dr. Friedel Bergmann den berühmten griechischen Feldherrn und Politiker Perikles.

Die exakt 925 angetretenen St.-Sebastianus-Schützenbrüder und die zahlreich erschienenen Ehrengäste, darunter auch Reinhard Kardinal Marx und Ehrenpräses Uwe Schläger, wussten sofort, worauf der Oberst hinaus wollte. Große Feste stehen schließlich vor der Tür: das 600-jährige Jubiläum im Jahr 2012 und das Bundesfest im Jahr 2013. Und wenn das aktuelle Hochfest als Generalprobe angesehen werden darf, dann braucht den Sebastianern vor der nahen Zukunft wahrlich nicht bange sein. „Wenn ich so in die Runde schaue und die wunderbare Mischung aus Jung und Alt sehe, weiß ich, dass wir als Bruderschaft gut vorbereitet sind“, sprach der Oberst. „Jeder macht mit, jeder engagiert sich, jeder bringt sich so ein, wie er kann“, zeigte sich Bergmann dankbar für den Zusammenhalt in der Bruderschaft.

Worte des Dankes richtete er auch an das scheidende Königspaar Anja Wolf-Haselhorst und Andreas Haselhorst sowie Kronkönig Rolf Klitzschmüller. „Mit viel Elan und Freude habt Ihr zusammen mit dem Hofstaat die Bruderschaft nach innen und außen präsentiert“, sagte der Oberst. Bevor die Majestäten aber noch einmal ins Rampenlicht rücken sollten, galt es auf dem Marktplatz ein kleines Jubiläum zu würdigen. Seit 75 Jahren erleben die Sebastianer mittlerweile den Fahnenmarsch. Für alle drei Fahnen gab es daher von Major Hans-Georg Dröge Jubiläumswimpel.

Nach einem dreifach kräftigen Horrido auf die Fahnen ließen die Sebastianer besonders verdiente Schützenbrüder hochleben. Geschäftsführer Heinz-Josef Dieregsweiler (Bergmann: „Der Mann der vier Telefone“) bekam einen Orden für seine 30-jährige Vorstandstätigkeit. Zudem erhielt er wie Westhofe-Ehrenhauptmann Charly Broer das Sankt-Sebastianus-Ehrenkreuz für herausragende Arbeit im Verein. Den hohen Bruderschaftsorden gab es für Nordhofe-Hauptmann Karl Gärtner, das silberne Verdienstkreuz für Bataillonsarzt Dr. Martin Hirt, Nordhofe-Leutnant Andreas Hahnel, Westhofe-Leutnant Heinz Lokietz, Westhofe-Feldwebel Thorsten Döring und Osthofe-Leutnant Friedhelm Gärtner. Besonders verdient gemacht um die Jugend im Bund der Historischen Schützenbruderschaften hat sich Bundesjungschützenmeister Andreas Tillmann. Eigens aus dem Bundespräsidium war daher Mario Schäfer angereist, um Tillmann als Dank für sein Wirken auf Diözesan- und Bundesebene das silberne BDHS-Verdienstkreuz und eine Statue des Hl. Sebastians zu überreichen.

Dass die Bruderschaft über den Tellerrand hinausschaut, bewies Bergmann mit der Ehrung des Ehringhäuser Tambourmajors Bernhard Haneke, der für seine Verdienste um die heimische Schützenmusik die Musiker-Auszeichnung in Bronze erhielt. Dank für 30-jährige Vorstandsarbeit richtete der Oberst zudem an Wilfried Flick, Anton Hoinkhaus und Adolf Leising, allesamt Ehrenmitglieder der drei Hofenvorstände. Befördert zum Oberleutnant beim Stabe wurden der erste Rechnungsführer Heinz Wesseler und Bataillonsadjutant Andreas Cramer. Den vereinsinternen Orden der ersten Stufe erhielten die Ex-Regentinnen Michaela Renkamp und Manuela Flick, die kürzlich den ersten Königinnentag des Vereins organisiert hatten.

Ein stimmungsvolles Defilee und eine prächtige Parade erlebten zum Ausklang ihrer Regentschaft Anja Wolf-Haselhorst und Andreas Haselhorst. Besinnlich ging es derweil bei der traditionellen Schützenmesse und bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal zu. Hier appellierte der Oberst an Werte wie Liebe, Miteinander, Toleranz und Menschlichkeit. Werte, die laut Bergmann in Zeiten kriegerischer Auseinandersetzungen wie in Nordafrika oder Afghanistan, in Zeiten von Cyberspace, von Großbanken und riesigen Firmenmolochs viel zu sehr ins Hintertreffen geraten. - df

 

Krönender Abschluss: Beim Defilee in der Haholdstraße (Bild) und bei der anschließenden Parade

auf dem Rennenkamp stand das Königspaar Anja Wolf-Haselhorst und Andreas Haselhorst

samt Hofstaat noch einmal im Rampenlicht. - Fotos: Friedrich

 

Momente der Besinnung: Oberst Friedel Bergmann hielt beim Totengedenken

am Ehrenmal eine bewegende Rede.

 

Ein dreifach kräftiges Horrido: Verdiente und beförderte Schützenschwestern und -brüder

ließen die Sebastianer am frühen Samstagmorgen auf dem Marktplatz hochleben.


"Der Patriot" vom 04.07.2011
Lebendige Symbole der Vereinsgeschichte

Das Miteinander von Alt und Jung als Markenzeichen des Zusammengehörigkeitsgefühls zog sich einmal mehr wie ein Leitfaden durch das viertägige Hochfest der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft. Während auf dem Thron die Jugend, genauer gesagt der 29-jährige König Matthias Buckler und der 18-jährige Kronkönig Jonas Eidhoff, das Regiment übernahmen, rückten bei den zahlreichen Ehrungen einmal mehr die von Oberst Friedel Bergmann so gern als „alte Hasen“ bezeichneten Jubilare ins Rampenlicht.

Das bevorstehende Jubiläum führe eindrucksvoll die Vergangenheit vor Augen, erklärte der Oberst in diesem Zusammenhang. Und schon am ersten Tag des Hochfestes wurde die Bruderschaft von der Vergangenheit eingeholt. Die 50- und 60-jährigen Mitgliedsjubilare ließ die Bruderschaft zum Festauftakt in der Schützenhalle hochleben. 50 Jahre halten dem Verein mittlerweile Franz-Josef Dröge, Elmar Fieseler, Fritz Hesse, Winfried Hunold, Wilfried Klöppel, Franz Marx, Robert Mattenklotz sen., Josef Morawitz, Theo Neuhaus, Konrad Rüsing, Anton Voss-Cramer und Klaus Wirth die Treue. Auf 60-jährige Vereinszugehörigkeit blickten während des Hochfestes 2011 Karl Brinkhoff, Heinz Kottmann, Karl Marx, Friedel Menze und Fritz Rotgeri zurück.

Vor 60 Jahren auf dem Thron

Weiter ging der Ehrungs-Marathon am Samstagmorgen nach dem Fahnenmarsch (wir berichteten) und am Sonntag vor und nach der Parade für das neue Königspaar Jenny Kaupmann und Matthias Buckler. Auf dem Marktplatz erhielt Andreas Renkamp den hohen vereinsinternen Bruderschaftsorden in Bronze. Auf dem Schützenplatz hielt der Oberst für Rainer Feldmann (50 Jahre) und Reinhold Farwer (40 Jahre) Orden für langjährige Vorstandsarbeit bereit. Zu ihnen gesellten sich auch die Thronjubilare des Hochfestes 2011. Eine fast 600 Jahre alte Schützenbruderschaft, das hob der Oberst hervor, müsse ihre Jubilare hoch halten als lebendige Symbole für Tradition und Geschichte.

Entsprechende Auszeichnungen gab es von der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft schließlich für den 25-jährigen Kronkönig Bruno Schwark, das 25-jährige Jubelpaar Wolfgang Auge und Margret Jung, den 40-jährigen König vor der Scheibe Heiner Kopei, den 40-jährigen Kronkönigsjubilar Fritz Rotgeri, den 50-jährigen Kronkönig Reinhold Farwer, die 50-jährige Jubelregentin Marietheres Schlottmann sowie die 60-jährigen Jubelmajestäten Dr. Alfred und Eva Feldmann. - mpr/df

 

 

Ehre, wem Ehre gebührt: Die Thronjubilare, verdiente Vorstandsmitglieder sowie

treue Mitglieder wurden von den amtierenden Regenten und von Oberst Friedel Bergmann ausgezeichnet.


"Der Patriot" vom 30.06.2011

Ein Seelsorger von ganzem Herzen

Stiller Abschied: Pfarrer Uwe Schläger verlässt St. Petri. Wegbegleiter blicken zurück auf seine 18 Jahre in Geseke

Die Worte sind erst zwei Tage alt. „Ich möchte nicht, dass Priester nur noch Manager von Pfarrverbänden sind“, hatte Reinhard Kardinal Marx am Mittwoch anlässlich des 60. Jahrestages der Priesterweihe von Papst Benedikt XVI. bei einem Festgottesdienst gesagt. Man könnte fast auf die Idee kommen, er dachte dabei an einen guten Freund in der Heimat.

Der Freund wollte nie Manager, Verwalter und alleiniger Entscheidungsträger sein. Nein, er war und ist Seelsorger von ganzem Herzen, Freund und vertrauter Wegbegleiter der Gläubigen in seiner Gemeinde. Seine Gemeinde, die Stadtkirchengemeinde St. Petri, muss Pfarrer Uwe Schläger mit Beginn dieses Monats nach 18 Jahren aufgrund der pastoralen Neuordnung im Erzbistum Paderborn verlassen. Schon am Sonntag wird er an neuer Wirkungsstätte in Wewer in sein Amt eingeführt. Still und leise wird der Abschied aus Geseke sein. Auf eine große Feier verzichtet die Gemeinde auf Wunsch ihres Pfarrers. In bester Erinnerung bleiben wird Schläger den Katholiken in St. Petri dennoch.

Matthias Knoke, stellvertretender Vorsitzender des Kirchenvorstandes, und Rolf Paschedag, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates, ließen jetzt im Gespräch mit unserer Zeitung das Wirken Schlägers noch einmal Revue passieren. Markante Zeichen habe Schläger in St. Petri gesetzt. Knoke denkt dabei an den Neubau des Pfarrheims direkt an der Kirche im Jahr 2001 oder die 3,5 Mio. Euro teure Innen- und Außensanierung des Gotteshauses. „Eine Mio. Euro musste die Gemeinde selber aufbringen. Daran hatte Schläger großen Anteil. Er konnte die Leute motivieren, mit anzupacken und zu spenden. Manche haben sogar gesagt, für die Katholische Kirche gebe ich nichts, aber für Uwe Schläger“, erinnerte sich Knoke.

Auch auf pastoraler Ebene hinterlässt der Geistliche große Spuren. Er hat das Projekt „Kirche vor Ort“ mit den Maiandachten in den Wohnsiedlungen oder die Seniorennachmittage im Pfarrheim ins Leben gerufen. Beliebt waren auch die von ihm organisierten Gemeindefahrten. „Man konnte mit ihm auf Augenhöhe zusammenarbeiten und über alles reden“, erklärte Paschedag. Bemerkenswert war nach Angaben des Pfarrgemeinderats-Vorsitzenden auch das Engagement Schlägers im sozialen Bereich. Hilfsbereit und offen für sämtliche Probleme war Schläger in Notsituationen stets zur Stelle.

Nie vergessen wird Knoke eine der ersten Heiligen Messen des Pfarrers in Geseke. Es war beim Pfarrfest. „Gehet hin in Frieden, aber bleibt zum Frühschoppen“, sprach Schläger zum Abschluss des Gottesdienstes. „Er verließ schon mal den Rahmen. Das kam auch bei den jungen Leuten an“, so Knoke.

Mit Jung und Alt traf sich Schläger gerne auch außerhalb der Kirchenmauern - etwa beim Dorffest in der St. Petri angeschlossenen Kapellengemeinde Bönninghausen oder natürlich beim Schützenfest der St.-Sebastianus-Bruderschaft, deren Ehrenpräses der Geistliche mittlerweile ist. „Er war immer für uns da. Seine menschliche Art wird haften bleiben“, spricht Schützenoberst Dr. Friedel Bergmann wohl vielen Gesekern aus dem Herzen. - df
 

Offen und herzlich – so haben die Mitglieder der Kirchengemeinde St. Petri Pfarrer Uwe Schläger in den vergangenen 18 Jahren kennen und schätzen gelernt. - Foto: Tuschen

 

Schütze durch und durch: Enge Verbindungen pflegte Uwe Schläger

zur St.-Sebastianus-Bruderschaft. - Foto: Archiv


"geseke-news.de" vom 28.06.2011

Bewegender und wehmütiger Abschied von Pfarrer Schläger

 

Großes Entsetzen im vergangenen Jahr bei den Geseker Gläubigen. Groß war die Protestwelle als das Erzbistum Paderborn die Versetzung der beliebten Pfarrer Thomas Schmidt, Gerald Haringhaus und Uwe Schläger bekannt gab. Bis zum Wohnsitz des des Paderborner Erzbischofs Hans-Josef Becker sind die Geseke aufgelaufen und protestierten gegen diese „Abschiebung“. Doch der Protest war vergebens. Mit Wirkung zum 1. Juli tritt der neue Pastoralverbund Geseke in Kraft. Neuer Pastoralverbundsleiter wird Pastor Rainer Stahlhacke.

Neben dem Abschied von Pfarrer Thomas Schmidt in der vergangenen Woche, verabschiedete sich Pfarrer Gerald Haringhaus unter Tränen von seinen Gemeindemitgliedern. Auch für Pfarrer Uwe Schläger hieß es gestern nach 18-jähriger Tätigkeit schweren Herzens Abschied zu nehmen.

Gruppen, Vereine, Fahnenabordnungen, die Schützen der St. Sebastianus Schützenbruderschaft sowie zahlreiche Messdiener der Stadtkirchengemeinde St. Petri verabschiedeten sich gestern von ihrem beliebten Geistlichen. Im Rahmen des Festhochamtes zum Patronatsfest 2011 verabschiedete sich Oberst Dr. Friedrich Bergmann von der St. Sebastianus Schützenbruderschaft bewusst nicht von Pfarrer Schläger, sondern lud ihn zu den nächsten Terminen ein. Immer wieder brannte lauter Beifall auf, der in Standing Ovations für den Geistlichen endete.

Die Kommunionkinder 2011 pflanzten anschließend zwischen Pfarrheim und Kirche mit dem Segen des Pfarrers einen Baum zur Erinnerung an ihre erste Hl. Kommunion.

Danach begann ein gemütliches Beisammensein, in diesem Jahr aus gegebenem Anlass nicht so umfangreich wie sonst bei Patronatsfesten, bei dem viele Gläubige sich persönlich bei Pfarrer Uwe Schläger bedankten und verabschiedeten.

Bereits am kommenden Sonntag, 03. Juli wird Pfarrer Schläger um 10:00 Uhr in seiner neuen Heimatgemeinde St. Johannes in Wewer eingeführt. (bl)

 

Ein letzter Segen für die Gläubigen. Foto: Gies

 


Baumpflanzung zur Erinnerung an die 1. hl. Kommunion. Foto: Gies


"Der Patriot" vom 28.06.2011

Sebastianer feiern sich warm

 

Letzte Vorbereitungen für das kommende Hochfest hat die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Geseke jetzt im Rahmen ihrer öffentlichen Vorstandssitzung samt Vorexerzieren getroffen.

Der Ablauf des Zapfenstreichs, die Schützenmesse, die Totenehrung am Ehrenmal, die Jubilare und das Vogelschießen waren dabei nur einige Details der Planungen für das Schützenfest, die Oberst Friedel Bergmann der Versammlung im Speisesaal der Schützenhalle vorstellte.

„Angesichts unseres 600-jährigen Vereinsbestehens im nächsten Jahr und des Bundesschützenfestes im Jahr 2013 könnte man fast vergessen, dass wir am Wochenende auch noch unser Traditionsfest feiern“, erklärte der Oberst mit einem Augenzwinkern.

Major Hans-Georg Dröge (l.) und Oberst Friedel Bergmann (r.) stellten bei der öffentlichen Vorstandssitzung den neuen Schülerprinzen Nils Classen und den neuen König vor der

Scheibe Marc Eidhoff vor. - Foto: Pape-Rüther

 

Zur Routine sollte die anschließende Präsentation der erfolgreichen Nachwuchs-Schützen deshalb aber noch lange nicht werden. So konnte der Oberst mit Marc Eidhoff den König vor der Scheibe vorstellen. Als Schülerprinz präsentierte Oberst Bergmann Nils Classen. Das Jungschützenschießen, darüber freute sich der Oberst besonders, sei in diesem Jahr sehr gut angenommen worden. So hätten sieben junge Schützen um das Amt des Königs vor der Scheibe gerungen. Drei Bewerber habe es für die Schülerprinzenwürde gegeben.

Hoch erfreut zeigte sich Oberst Friedel Bergmann schließlich auch über das in der Schützenhalle fertig gestellte „Schützeneck“ mit schmuckem Thekenbereich. Allen Helfern, die an der Realisierung beteiligt waren, sprach Bergmann seinen Dank aus. - mpr


"Sebastianer in eigener Sache" vom 20.06.2011

Öffnungszeiten der Garderobe zum Schützenfest


Samstag:

Von 10.30 Uhr bis 21.00 Uhr
 

Sonntag:

Zum Frühkonzert von 11.30 Uhr bis 13.00 Uhr

Abends von 16.30 Uhr bis 4.00 Uhr
 

Montag:

Mittags von 11.30 Uhr bis 12.30 Uhr nur an der Außentür

Abends von 16.30 Uhr bis 4.00 Uhr
 

Dienstags:

Ab 12.30 Uhr bis 16.00 Uhr


"Der Patriot" vom 20.06.2011

Gläubige geleiten das Allerheiligste

Foto: Pape

Das Hochfest des Leibes und Blutes Christi haben die Gläubigen des Pastoralverbunds Geseke-Stadt mit einer Fronleichnamsprozession durch die fahnengeschmückten Straßen gefeiert. Nach dem Festhochamt in der Stadtkirche haben die Fahnenabordnungen, Schützen, Kommunionkinder und zahlreiche Mitglieder der Kirchengemeinden das Allerheiligste unter Gebet und Gesang geleitet. „Jesus Christus hat uns als seine Freunde erwählt“, betete Pfarrer Gerald Haringhaus am Ehrenmal. Als gläubige Menschen trügen Christen eine große Verantwortung für die Welt. Die Fürbitten galten den Menschen im Leitungsamt der Kirche, allen Menschen in Not und auf der Suche nach Gott sowie allen Bürgern der Hellwegstadt. Mit dem eucharistischen Segen in alle Himmelsrichtungen schlossen Pfarrer Haringhaus und seine Amtskollegen die Gebetsstationen ab. Ihren Abschluss fand die Prozession in der Stadtkirche mit dem „Te Deum“.


"Der Patriot" vom 20.06.2011
Sebastianer rüsten sich fürs Fest

Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft startet schon am Samstag, 25. Juni, in ihre Festsaison. Um 9 Uhr rufen die Platzmajore zum Säubern des Schützenplatzes. Das Reveileschlagen durch das Tambourkorps Geseke ist am Sonntag, 26. Juni, um 11 Uhr in den Standquartieren der Nord-, West- und Osthofe. Das Schießen um die Würde des Königs vor der Scheibe findet vor dem Vorexerzieren statt. Beginn ist um 14 Uhr auf dem Schießstand des KKSV Geseke. Um 16 Uhr versammeln sich die Schützen. Dann steht die Ehrung der neuen Jugend-Majestäten auf dem Programm. Marschwege, Termine und Musikkapellen werden bekannt geben. Am Montag, 27. Juni, exerziert die Fahnenabordnung nochmals den Fahnenmarsch und ab 20 Uhr werden die Heimattänze in der Schützenhalle geübt.


"Der Patriot" vom 19.06.2011
Osthofe begleitet Prozession

Den Fronleichnamstag begehen die Gläubigen in Geseke auch in diesem Jahr wieder mit einer feierlichen Prozession. Das Festhochamt beginnt am Donnerstag, 23. Juni, um 9.30 Uhr in der Stadtkirche. Anschließend führt die Prozession entlang der einzelnen Stationen in der Innenstadt. Die Osthofe der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft übernimmt in diesem Jahr die Begleitung der Prozession. Die eingeteilten Schützen treffen sich um 9 Uhr an der Sakristei der Stadtkirche. Nach dem offiziellen Teil ist für die Schützen und die Musiker noch ein gemütliches Beisammensein geplant.


"erzbistum-muenchen.de" vom 31.05.2011

Prächtige Erinnerung an feierliche Tage

München, 31. Mai 2011. Unter dem Titel „Mut zum Glauben“ ist nun ein Buch erschienen, das die Kardinalserhebung des Erzbischofs von München und Freising, Reinhard Marx, dokumentiert. Der Band erzählt die Ereignisse von der Ernennung durch Papst Benedikt XVI. im Oktober 2010 über das Konsistorium in Rom im November bis hin zur Weihe der Titelkirche San Corbiniano im März 2011 nach. Die Festpredigten des neuen Kardinals sowie Predigten und Ansprachen des Heiligen Vaters sind ebenso im Wortlaut dokumentiert wie zahlreiche Gratulationen und Grußworte, unter anderem die des bayerischen Ministerpräsidenten, Horst Seehofer, oder des Vorsitzenden der deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch.

„Mut zum Glauben“ enthält zudem eine kleine Presseschau, in der das durchweg positive Echo in führenden deutschen Tageszeitungen nachzulesen ist.

Neues Buch „Mut zum Glauben“ erzählt Kardinalserhebung

von Reinhard Marx in Text und Bild nach

So hatte etwa die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ am 21. Oktober mit Blick auf die schwierigen Ereignisse des Jahres 2010 kommentiert: „Als Münchner Erzbischof wäre Marx der Kardinalspurpur durch Nichtstun sicher gewesen. Künftig wird er ihn nicht wegen, sondern trotz seiner Geradlinigkeit tragen.“ Im ebenfalls in dem Band dokumentierten ersten Interview nach der Kardinalsernennung, das Marx der „Münchner Kirchenzeitung“ gegeben hatte, ist nachzulesen, wann, wie und von wem der künftige Purpurträger über die „große Ehre, dem engsten Berater- und Mitarbeiterstab des Papstes anzugehören“, zuerst informiert wurde.

Das Buch richtet sich sowohl an Leser, die im Detail nachlesen wollen, wie auch an jene, die nur blättern und die prächtigen Bilder aus Rom, Freising und München noch einmal an sich vorbeiziehen lassen wollen.

„Sich an Schönes erinnern, gibt Mut und Kraft, die alltäglichen Herausforderungen anzunehmen“, stellt denn auch der Herausgeber des Bandes, Generalvikar Peter Beer, in seinem Geleitwort fest: „Sich an gemeinsame Erlebnisse zu erinnern, vergegenwärtigt, dass niemand in seinem Dienst alleine steht. Mögen unser Gebet und die Verbundenheit, die Reinhard Kardinal Marx und wir mit ihm in diesen festlichen Tagen erlebt haben, uns alle weiterhin im Dienst für die Menschen in unserem Erzbistum und die Weltkirche stärken!“ (kel)

Hinweis: „Mut zum Glauben“ erscheint im Verlag Sankt Michaelsbund, München, umfasst 136 Seiten und ist zu einem Preis von 9,95 Euro im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-939905-89-9).


"Sebastianer in eigener Sache" vom 27.05.2011

"Ein schöner Rücken kann auch entzücken..."

 

Die Hallenrenovierung schreitet weiter. Im Fokus stand die Rückseite der Schützenhalle die stark sanierungsbedürftig war. Hier prangt nun unser historisches, rechtmäßiges Wappen - mahnend: "Alles uhse!". Wiederum gilt ein großer Dank den unermüdlichen Helfern!

 

Foto: Andreas Schwark


"geseke-news.de" vom 27.05.2011

Alle Würfel sind gefallen: Nachfolge im Pastoralverbund geregelt

Die Entscheidung ist gefallen. Drei neue Geistliche machen sich mit Wirkung zum 1. Juli auf dem Weg in den neuen Pastoralverbund Geseke. Pfarrer Rainer Stahlhacke wird Leiter des Pastoralverbundes.

 

Unterstützend zur Seite stehen wird Pastor Thomas Zwingmann aus Fröndenberg (wir berichteten).

 

Nun hat die Versetzungskonferenz für das pastorale Personal im Erzbistum Paderborn weitere bedeutsame Entscheidungen getroffen. So wird Vikar Hendrik Luicke seinen jetzigen Wirkungsort im Pastoralverbund Menden-Mitte verlassen und als neuer Vikar in Geseke mitwirken. Urprünglich stammt er aus der Gemeinde St. Bonifatius in Hamm-Werries. Sein Diakonat absolviert er im Pastoralverbund Röhr-Ruhr in Arnsberg-Hüsten. Zusammen mit Vikar Andreas Mockenhaupt wurde er am 26. Mai 2007 durch Erzbischof Hans-Josef Becker zum Priester geweiht.

Weiterhin wird Vikar Andreas Mockenhaupt die Geseker Gemeinden zum 1. August verlassen und geht als neuer Vikar zum Pastoralverbund Elsen. Die Gemeindereferentin Katrin Kokenkemper verlässt nach acht Jahren den Pastoralverbund Geseke und übernimmt neue Aufgaben im Pastoralverbund Ense. (bl)


"Der Patriot" vom 26.05.2011

Bittprozession zur Lauflinde

Die Nordhofe der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft und Pfarrer Uwe Schläger laden am Dienstag, 31. Mai, zur Bittprozession zur Lauflinde ein. Der Start erfolgt um 19 Uhr auf dem Hof Gockel (In den Kühlen 6). Bei schlechter Witterungslage findet die Andacht auf dem Hof statt.


"erzbistum-muenchen.de" vom 24.05.2011

Kardinal Marx reist als Sondergesandter des Papstes

Münchner Erzbischof nimmt im Auftrag von Benedikt XVI. an Jubiläumswallfahrt in Werl teil

Kardinal Reinhard Marx nimmt im Auftrag des Heiligen Vaters an der 350. Wallfahrt zum Patrozinium Mariä Heimsuchung in Werl teil. Benedikt XVI. ernannte den Erzbischof von München und Freising zu seinem Sondergesandten für die Jubiläumsfeier in dem bedeutenden Marienwallfahrtsort am 2. und 3. Juli 2011. Werl liegt in der Erzdiözese Paderborn, aus der Marx stammt.

Im Anschluss an die Stadtprozession, die am Sonntag, 3. Juli, um 7 Uhr von der Basilika Mariä Heimsuchung in Werl über die drei Stadtkirchen Propstei, St. Norbert und St. Peter zu der Kapelle auf der Gänsevöhde führt, zelebriert Kardinal Marx auf der Gänsevöhde um 9:30 Uhr ein Pontifikalamt. Bereits am Samstag, 2. Juli 2011, beginnen die Feierlichkeiten mit einer Lichterprozession durch die Stadt. (kel)


"Sebastianer in eigener Sache" vom 24.05.2011
Erstes Treffen der Königinnen der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Geseke

Vielfältig sind die Vorbereitungen auf das 600jährige Jubiläum der St. Sebastianus-Schützenbruder-schaft Geseke, einiges ist schon öffentlich, vieles läuft noch im Verborgenen ab. Dabei soll auch die mentale Vorbereitung nicht zu kurz kommen. Deshalb hatten die ehemaligen Schützenköniginnen Manuela Flick und Michaela Renkamp die Idee, erstmals den Kreis aller Königinnen der Bruderschaft einzuladen, um Erinnerungen an die jeweils eigenen Feste auszutauschen und zu vergleichen.
Willkommener Anlass war die Fertigstellung des Bereiches der früheren Sektbar in der Schützenhalle, der durch die 32 anwesenden Königinnen einen würdigen Eröffnungsrahmen erhielt. Nicht verwundern kann es, dass der sich geschmackvoll präsentierende Raum zu späterer Stunde in „Queens-Room“ umgetauft wurde.
Nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken, das auch dem gegenseitigen Kennenlernen diente, wurden in Lichtbildern alle Königspaare seit dem Wiederbeginn nach dem zweiten Weltkrieg präsentiert. Dienstälteste anwesende Königin war mit Maritheres Schlottmann die Königin von 1961, die vor 50 Jahren das Schützenvolk regierte. Die Schützenkönigin vor 60 Jahren, Eva Feldmann, wird erst zum Schützenfest Anfang Juli von Mönchengladbach aus anreisen können.
Der Abend wurde ausgiebig zu vielen Gesprächen über die Ereignisse bei den Festen genutzt, wobei die ungezählten Anekdoten nicht zu kurz kamen. Oberst Dr. Bergmann, einer der wenigen männlichen Gäste beim Königinnentreffen – es waren sonst nur die Königsadjudanten geladen – freute sich sehr, dass für das Jahr 2014 bereits das nächste Treffen in Aussicht genommen ist.
 


Der Standort der obligatorischen Hofstaatbilder bei jedem Schützenfest wurde auch

zum Ort des Erinnerungsfotos des Königinnentreffens bestimmt. Text & Foto: Hans Peter Busch


"Der Patriot" vom 21.05.2011

Der Oberst hält den Kopf hin

St. Sebastianer bringen Jubiläumstrunk „Zylinderkopfdichtung“ auf den Markt. Für den edlen Pflaumenlikör ließ Bergmann seinen Chapeau Claque vermessen

Kappen, Fähnchen und T-Shirts kann jeder. Die Geseker St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft setzt für ihren 600. Vereinsgeburtstag im wahrsten Sinne des Wortes noch einen oben drauf. Hochprozentig und edel zugleich ist der Merchandising-Artikel, mit dem die Bruderschaft in den kommenden Monaten Werbung machen möchte für die große Jubiläumsfeier im Jahr 2012 und das Bundesfest im Jahr 2013.

Der Name ist so originell wie gewöhnungsbedürftig: „Zylinderkopfdichtung“ heißt der Pflaumenlikör, mit dem die Sebastianer unter die Spirituosenverkäufer gehen. Zunächst waren Namen wie Schützenschluck oder Sebastianus-Tropfen im Gespräch. „Nicht gerade überzeugend“, wie die Sebastianer zugaben. Dann wurde die Zylinderkopfdichtung geboren. Schnell wurde der Name beim Patent- und Markenamt in München eingetragen und somit für alle Ewigkeit geschützt.

Ganz in schwarz gehalten ist derweil die 500-ml-Flasche. Die spezielle Note des Jubiläumstrunks steckt im Detail. Auf dem Etikett ist der typische Sebastianer-Frack mit Schwalbenschwanz abgebildet. Und auf dem Flaschenkopf steckt der maßstabsgetreu nachgebildete Chapeau Claque von Oberst Dr. Friedel Bergmann als Verschlusskappe oder besser gesagt als Zylinderkopfdichtung. „Wir haben lange überlegt, was wir machen“, erinnert sich Geschäftsführer Heinz-Josef Dieregsweiler. „Als dann die Idee mit der Flasche kam, wussten wir, das ist es.“ Die Initialzündung lieferte Schützenbruder und Werbegrafiker Philipp Gröne. Er entwickelte das Design der Flasche, während der Oberst für den Verschluss seinen Kopf herhalten musste. Der Orginal-Zylinder von Bergmann wanderte zur Vermessung in die Kunststoff-Firma Hunold&Knoop nach Mönninghausen. Hier landete der Hut im Rechner von Konstrukteur Horst Michel. Mit einer speziellen CAD-Software verformte er die Kopfbedeckung plastisch und stellte schließlich mit einem 3-D-Drucker den Prototyp der Zylinderkopfdichtung her. Mit einer Kunststoff-Spritzgusstechnik wird der besondere Verschluss nun produziert, während in der Brennerei Druffel in Stromberg der 25-prozentige Pflaumenlikör entsteht. „Ohne Sponsoren geht es nicht“, sind Bergmann und Dieregsweiler dankbar für die Unterstützung aus der heimischen Wirtschaft.

In einer ersten Verkaufsphase, vermutlich ab Silvester, sollen zunächst 1700 Flaschen an den Mann bzw. die Frau gebracht werden. „So decken wir zumindest schon mal die Bruderschaft ab“, glaubt Bergmann. Sollte die Nachfrage danach anhalten, kann jederzeit nachgeordert werden. Den Erlös betrachtet die Bruderschaft einerseits als kleinen Grundstock für die Finanzierung der großen Feste, andererseits aber auch als Werbung in eigener Sache. „Je mehr Gäste nach Geseke kommen, desto besser“, sagt Bergmann und denkt dabei an die immensen Kosten, die angesichts der hohen Sicherheitsauflagen in den kommenden zwei Jahren auf den Verein zukommen.

Wie teuer die Durchführung der beiden Mammut-Veranstaltungen wird, vermag der Vorstand heute noch nicht zu sagen. „Wir haben zwar die eigene Halle und den Schützenplatz als Anlaufstelle. Wir rechnen aber trotzdem mit dem spitzen Bleistift, damit wir nicht abrutschen“, berichtet Bergmann. Finanziell wird die Bruderschaft gewiss nicht den Boden unter den Füßen verlieren. Absturzgefahr der ganz anderen Art dürfte dagegen im Herbst lauern. Bei einem gemeinsamen Arbeitseinsatz wollen die Schützen dann die 1700 Zylinder auf die Likörflaschen aufsetzen. „Es kann schon sein, dass wir uns dann das eine oder andere Gläschen gönnen werden“, vermutet Dieregsweiler. - df
 


Hochprozentige Werbung fürs Jubiläum: Dr. Friedel Bergmann, Mathias Hunold und Philipp Gröne (v.l.)

präsentieren den neuen Sebastianer-Likör „Zylinderkopfdichtung“,

für dessen Verschlusskappe der Hut des Obersten als Modell herhielt. - Fotos: Friedrich

 

Jeder Millimeter zählt: Konstrukteur Horst Michel hat den Prototyp

der Zylinderkopfdichtung entwickelt.


"Sebastianer in eigener Sache" vom 20.05.2011

Ausmarsch beim DJT in Thüle

Am kommenden Sonntag, den 29.05.2011, sind alles Jungschützen und jung gebliebenen Schützenbrüder der Sankt Sebastianus Schützenbruderschaft herzlich zur Teilnahme und Unterstützung der amtierenden Majestäten: Schülerprinz Kai Spiekermann und Scheibenkönig Carl-Henning Loske am Diözesanjungschützentag in Thüle eingeladen. Die Veranstaltung beginnt mit einem Gottesdienst, Festumzug anschl. die Wettbewerbe der Majestäten und Rahmenprogramm. Abfahrt ist um 9 Uhr in kompletter Uniform ab "Alte Post, Lüdische Str.". Um Fahrgelegenheiten und ausreichende Hellebarden zu organisieren bitte kurze E-Mail an: H.Droege@Sankt-Sebastianus.de. Rückfahrt ca. 17 Uhr.


"domradio.de" vom 19.5.2011
Kardinal Marx wird päpstlicher Sondergesandter für Wallfahrtsort Werl

Papst Benedikt XVI. hat den Münchner Kardinal Reinhard Marx zum Sondergesandten für die Jubiläumsfeier im westfälischen Wallfahrtsort Werl ernannt. Das teilte der Vatikan am Donnerstag mit. Die Marienwallfahrtsstätte feiert am 2. Juli ihr 350-jähriges Bestehen. Werl liegt in der Erzdiözese Paderborn, in der Marx von 1996 bis zu seiner Ernennung zum Bischof von Trier im April 2002 als Weihbischof fungierte. Werl ist nach eigenen Angaben mit rund 100.000 Pilgern pro Jahr nach Altötting und Kevelaer der drittgrößte Marienwallfahrtsort in Deutschland. Die Marienstatue in Werl wurde bis 1661 als „Onse Vrowen tor wese“ in der gotischen Hallenkirche im benachbarten Soest verehrt. Als Sühne für einen Holzfrevel der protestantischen Soester Bürger im kurkölnischen Arnsberger Wald wurde die Statue, die vermutlich aus dem 12. Jahrhundert stammt, dann ins katholische Werl übertragen. (kna)


"Sebastianer in eigener Sache" vom 16.05.2011

Termine Fahnenprobe


Da Pfingsten die Fahnenprobe nicht am Mo., sondern am Di. statt findet und noch 2 Freitage dazu genommen wurden, findet die Fahnenprobe an folgenden Terminen statt:

Mo 23.05. | Mo 30.05. | Fr 03.06. | Mo 06.06. | Di 14.06. | Mo 20.06. | Fr 24.06. | Mo 27.06.

Wer Lust und Zeit ist gerne eingeladen mal vorbei zu schauen.


"Sebastianer in eigener Sache" vom 16.05.2011

Proben der Fahnenabordnungen

 

Es ist wieder soweit. Die Fahne aller drei Hofen probt wieder wöchentlich den Fahnenmarsch. Jeweils Montags ab 20 Uhr an der Schützenhalle heißt es dann "Fertig werden zum Fahnenmarsch!". Alle Vorstandsmitglieder sind herzlich zu einem Bier eingeladen.


"Der Patriot" vom 14.05.2011

Andacht an der Seuchenlinde


Die Westhofe der St.-Sebastianus-Bruderschaft Geseke um Hauptmann Reiner Lange setzt am Mittwoch, 18. Mai den Reigen der Maiandachten fort. Die Andacht mit Pfarrer Gerald Haringhaus beginnt um 19 Uhr an der Seuchenlinde. Danach bleibt Zeit zum Gespräch und zum Austausch. Bei schlechtem Wetter läuten um kurz vor 19 Uhr die Glocken der Marienkirche zur Andacht im Gotteshaus.


"Der Patriot" vom 16.05.2011
Die Kirche im Umbruch
Zahlreiche Geseker Gläubige feierten ihren Lobetag in der Stiftskirche.
Pfarrer Gerald Haringhaus predigte über den Priestermangel

 

Jedes Jahr gehen die Gläubigen in Geseke denselben Weg. Von der Stiftskirche aus ziehen sie mit den Priestern, Stadtvertretern, der Stadtkapelle und Fahnenabordnungen der Vereine über den Wall. Doch in diesem Jahr war einiges anders: So fiel die Prozession nicht nur dem Regen zum Opfer, sondern es war gleichzeitig der letzte Lobetag, den die Geseker mit ihren Pfarrern Gerald Haringhaus, Uwe Schläger und dem Vikar Andreas Mockenhaupt feierten. Schon in wenigen Wochen dreht sich das Pfarrer-Karussell in der Hellwegstadt. Und so waren es viele Gläubige, die dieses Mal zur Feier in die Stiftskirche kamen. Ganz im Zeichen der Neuordnung des Pastoralverbunds stand schließlich die Predigt von Pfarrer Gerald Haringhaus. Der Priestermangel sei ein wichtiges Thema in der katholischen Kirche, eröffnete er seine Ansprache. 640 Priester befänden sich im Erzbistum Paderborn zurzeit im aktiven Dienst. „In 20 Jahren wird es nur noch knapp die Hälfte sein“, blickte er voraus. Doch die Tatsache, dass immer weniger Männer zum Priester geweiht würden, sei nicht nur ein Problem der katholischen Kirche. Es sei auch eine Konsequenz daraus, dass immer „weniger Leute in die Kirche gehen“. In den letzten Jahren sei der Gottesdienst-Besuch von 30 auf 13 Prozent zurück gegangen.

Indes erinnern die Geseker bis heute in ihrer Lobetagsfeier daran, dass im Jahr 1622 Christian von Braunschweig die Hellwegstadt als einzige Stadt in Westfalen nicht erobern konnte. Zwar klaute der „tolle Christian“ in Paderborn den Liborischrein und bezog in Lippstadt sein Hauptquartier, aber Geseke blieb verschont. Seitdem drücken die Geseker an jedem dritten Sonntag nach Ostern ihre Dankbarkeit in der Lobetagprozession aus. In ihren Gesängen sprachen sie ihren Dank aus. „Du hast nicht zugelassen, dass unsere Feinde uns besiegen“, priesen sie Gott. mes

 

Aufgrund eines Regenschauers wurde die Lobetagprozession entlang des Geseker Walls

kurzerhand abgesagt. Die Feierlichkeiten fanden in der Stiftskirche statt. Foto: Meschede


"Wochentip" vom 11.05.2011

Vereine sehen sich teuren Sicherheitskonzepten ausgesetzt: Auflagen gefährden die Schützenfeste

Leider ist die Einhaltung dieser Auflagen auch mit einem Anstieg der Vereinsausgaben verbunden. „Ich werde aber nicht zulassen, dass deshalb irgendein Verein in Schieflage gerät", verspricht Bernhard Adams, Oberst des Kreisschützenbundes Lippstadt, den Vereinen seiner Region Unterstützung. Denn, so berichtet Adams, werden Security-Leute oft schon deshalb benötigt, um auf den Festen dafür zu sorgen, dass keine Sachbeschädigungen stattfinden und vor allem der Jugendschutz streng kontrolliert wird. „Bei den Festen soll es ja schließlich keine negativen Zwischenfälle geben. Außerdem soll kontrolliert werden, dass keine Alkoholabgabe an Jugendliche erfolgt, die noch zu jung sind. Dies mit Sicherheitspersonal zu gewährleisten, kann für manch einen Verein teuer werden", erklärt der Kreisoberst. Hohe, finanzielle Hürden also, die den Vereinen auferlegt werden. Und dabei geht es beim Schützenfest feiern doch vor allem um eines, wie Bernhard Adams weiß: „Wir wollen die Tradition nicht aus den Augen verlieren. Das Schützenwesen kommt daher, dass Bürger damals ihren Ort beschützt haben und zusammen gefeiert haben, wenn sie Angriffe abwehren konnten oder gar verschont wurden. Wir wollen aus den Schützenfesten keine Party-Maus machen."


Den Leuten, die in den Monaten von Mai bis September beim Blick in die Zeitungen über zu viel Schützenfest-Berichterstattung klagen, denen gibt Adams noch etwas mit auf den Weg. „Ich persönlich muss auch nicht jeden Montag aus der Zeitungsseite mit einem Bild herausgucken. Aber die Schützen, die sich aktiv im Schützenwesen verdient gemacht haben, die sollen sich auf den Fotos wieder finden."
 

„Wer Vorstandsarbeit leistet, hat nämlich mächtig was vor der Brust"
Denn, so erklärt der Kreisoberst weiter: „In unserer heutigen Gesellschaft nimmt Anonymität zu. Die Leute schotten sich ab. Wir wollen mit den Festen auch Neubürger integrieren, ihnen die Traditionen unserer Ortschaften näher bringen. In der heutigen Zeit wird es immer schwieriger Menschen zu finden, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Daher ziehe ich vor denen, die in unseren Vereinen Vorstandsarbeit leisten den Hut. Wer Vorstandsarbeit leistet, hat nämlich mächtig was vor der Brust."


Von Seiten der Polizei haben die Schützenvereine zumindest keinerlei Auflagen zu befürchten. Wie die Pressestelle der Kreispolizeibehörde Soest auf Nachfrage erklärt, müssen lediglich die Umzüge im öffentlichen Straßenraum vernünftig abgesichert werden. Außerdem zeigt die Polizei in den Fest- Ortschaften stärkere Präsenz, um eingreifen zu können, wenn es zu Streitigkeiten kommt oder Alkoholkontrollen durchzuführen. Auch das Ordnungsamt stellt keine besonderen Ansprüche, wie Günter Baumgarn, Pressesprecher der Stadt Lippstadt, weiß. „Für ein normales Schützenfest gibt es keine besonderen Auflagen. Sollte allerdings eine Größenordnung von mehreren tausend Besuchern erreicht werden, dann müsste eine bestimmte Anzahl von Ordnern eingestellt werden. Es gilt: Auf 50 Besucher kommt eine Security-Person", so Baumgarn. Zu guter Letzt wären da noch die Verkehrssicherungspflichten, die der Kreis Soest von den Schützenvereinen verlangt. Wie es in einem Merkblatt vom Kreis Soest heißt, muss der Veranstalter „im Rahmen des Möglichen und Zumutbaren dafür sorgen, dass Personen nicht zu Schaden kommen. Verstößt er gegen diese Verkehrssicherungspflichten gerät er in Haftung". Zudem fordert die Straßenverkehrsbehörde aufgrund der gesetzlichen Bestimmung den Abschluss einer Veranstaltungshaftpflichtversicherung.


"Der Patriot" vom 12.05.2011
Sebastianer beim Lobetag

Die Lobetagsprozession wird traditionell von einer Abordnung der Sebastianer begleitet, weil die Schützen 1622 großen Anteil an der Verteidigung der Stadt gegen den Tollen Christian hatten. Dazu treffen sich die eingeteilten Schützen und Offiziere am Sonntag, 15. Mai, um 8.30 Uhr in voller Uniform mit weißen Handschuhen bei Schützenbruder Willy Beinert. Rosen werden gestellt. Nach Messe, Prozession und dem sakramentalen Segen geht es mit Tambourkorps und Stadtkapelle zur Schützenhalle. Der Marschweg führt aus Sicherheitsgründen erstmals durch die Padberg-Siedlung.


"stiftskirche-geseke.de" vom 10.05.2011

Erinnerung an Gelöbnis der Bürger

 
Die Hellwegstadt Geseke begeht am kommenden Sonntag, 15. Mai den 4. Ostersonntag, den traditionellen Lobetag. Der Geseker Lobetag geht auf ein Gelöbnis der Bürger der Stadt Geseke zurück. Er ist aus Dankbarkeit darüber entstanden, dass 1622 der Tolle Christian Geseke als einzige Stadt in Westfalen nicht erobern und plündern konnte. Unter Teilnahme der Geistlichkeit, der Stadtvertreter und der Fahnenabordnungen der Vereine sowie Jugendverbände beginnt um 9 Uhr das Hochamt in der Stiftskirche St. Cyriakus. Danach geht die Prozession begleitet von der Stadtkapelle Geseke über die Wälle der Stadt mit Stationen am Steintor, am Lüdischen Tor, an dem die Predigt gehalten wird, und am Viehtor, an dem besonders auch der Opfer des Krieges und der Bombenangriffe gedacht wird. An allen drei Stationen wird das Lobetaggebet gebetet und der Segen erteilt. Der feierliche Abschluss mit Te deum und sakramentalen Segen ist dann wieder in der Stiftskirche. Die Anwohner sollten den Prozessionsweg auch in diesem Jahr wieder mit Altären, Blumen, Fahnen etc. schmücken.
 
Im frisch renovierten Innenhof der Stiftskirche findet nach Beendigung der Prozession ein großes Frühschoppen statt. Für Getränke und Mittagessen (Suppe, Würstchen und Brote) ist gesorgt. Auch Kaffee und selbstgebackener Kuchen werden von der Frauengemeinschaft angeboten.   siehe auch...


"Der Patriot" vom 03.05.2011
„Jeder Neuanfang birgt gewisse Reize“

Pastor Thomas Zwingmann ist ab dem 1. Juli im großen Pastoralverbund Geseke tätig. Seine Zuständigkeiten und Arbeitsschwerpunkte stehen aber noch nicht fest

Der 1. Juli wird für das Kirchenleben der Geseker ein Tag voller Veränderungen. 14 000 Katholiken - 9500 aus dem Pastoralverbund Geseke-Stadt und 4500 aus dem Pastoralverbund Geseke-Land - werden dann in einem gemeinsamen großen Pastoralverbund Geseke ein Zuhause finden. An der Seite von Pfarrer Rainer Stahlhacke wird auch Pastor Thomas Zwingmann in den hiesigen Gemeinden tätig sein. Der Paderborner ist nach bisherigen Stationen in Soest und in Arnsberg-Neheim derzeit noch im Pastoralverbund Fröndenberg in insgesamt sechs Gemeinden aktiv. Unsere Zeitung sprach mit dem 32-jährigen Geistlichen über die Aufgaben und Herausforderungen beim Geseker Pastoralverbund-Neustart.

Die Empörung der Bürger war groß, als „ihre“ Pfarrer abberufen wurden. Ist es generell für einen Geistlichen schwierig, eine Nachfolge anzutreten?

Pastor Zwingmann: Jeder Stellenwechsel bedeutet immer eine Herausforderung und ich glaube das gilt für alle Priester gleichermaßen. Je länger man in einer Gemeinde tätig ist, um so mehr sind einem die Menschen ans Herz gewachsen, um so mehr hat man sich auch selbst verwurzelt und um so schwerer fällt es schließlich, Abschied zu nehmen. Ich persönlich bin von meinen bisherigen Stellen - das sage ich ganz offen - nie gerne weggegangen, aber jeder Neuanfang birgt natürlich immer auch gewisse Reize.

Für Sie und die Geseker steht ab dem 1. Juli eine noch ungewohnte Situation eines gemeinsamen Pastoralverbundes an. Was wird für Sie an der Seite von Pfarrer Stahlhacke die größte Herausforderung sein?


Pastor Zwingmann: Zunächst einmal wird es sicher darum gehen, die einzelnen Gemeinden des Pastoralverbunds kennenzulernen, ihre Traditionen wertzuschätzen und dort anzuknüpfen und auf dem weiterzubauen, was von unseren Vorgängern geleistet wurde. Wir müssen ja Gott sei Dank in der Kirche nie bei Null anfangen, sondern stehen mit dem, was wir tun, immer in einer langen Kette des gelebten Glaubens. Wenn man das weiß, wird man als Priester gelassener und nimmt sich selbst auch nicht so furchtbar wichtig. In Fröndenberg bin ich zurzeit übrigens auch in einem Pastoralverbund mit sechs Kirchen tätig, sodass diese Ausgangslage für mich nicht völlig ungewohnt ist.

Wissen Sie schon, in welchen Gemeinden Sie tätig sein werden?

Pastor Zwingmann: So weit ich weiß, sind alle drei künftigen Priester, also Pfarrer, Pastor und Vikar, für den neuen Pastoralverbund ernannt und somit auch prinzipiell in allen Gemeinden tätig. Sicher wird es hier auch Schwerpunkte und Zuständigkeiten geben, die aber jetzt noch nicht feststehen, sondern zu gegebener Zeit gemeinsam mit den anderen besprochen werden.

Wo werden Sie wohnen? Haben Sie sich Geseke schon näher angeschaut?

Pastor Zwingmann: Ich werde im Pfarrhaus in Störmede wohnen und freue mich auch schon darauf. Bisher bin ich zwar noch nicht vor Ort gewesen, weil erstmal die Osterfeierlichkeiten und auch die Vorbereitung der Kommunionkinder Priorität hatten. Aber in der kommenden Woche werde ich mir zumindest die neue Wohnung einmal anschauen. - lani


"Der Patriot" vom 27.04.2011
Wappen sorgt für Aufsehen

St.-Sebastianus-Bruderschaft erhält Markenrecht für Vereinsemblem.

Bisheriger Markeninhaber und Oberst räumen Gerüchte aus der Welt

Es kursierten die wildesten Gerüchte in der Stadt. Von Erpressung war die Rede, von horrenden Forderungen und von einem heftigen Streit. Jetzt ist Schluss mit den Spekulationen. Alle Beteiligten, genauer gesagt Oberst Dr. Friedel Bergmann, Auditeur Klaus Brockhoff und Schützenbruder Heinz-Werner Dröge, haben auf Anfrage unserer Zeitung erklärt, dass es nie einen Streit um das Markenrecht für das Wappen der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft gegeben habe.

Doch wie kam es überhaupt zur Diskussion um das allseits bekannte Emblem der altehrwürdigen Bruderschaft? Dröge erinnert sich: Vor einigen Jahren bereits habe er den Vorstand darauf hingewiesen, dass die Rechte am Wappen zwar in der Vereinssatzung, nicht aber beim Patent- und Markenamt in München geklärt seien. Der Verein habe darauf jedoch nicht reagiert. Deshalb nahm der Geseker Geschäftsmann die Eintragung beim Patentamt im Jahr 2009 selber vor. Als so genannter Markeninhaber ist Dröge seitdem in München registriert.

Aufmerksam wurde die Bruderschaft darauf erst Ende vergangenen Jahres, als Dröge bei einem Hofenabend selbst gedruckte Aufkleber mit dem Sebastianer-Wappen kostenlos verteilte - was eigentlich eine Aufgabe der Fahnenabordnungen ist.

Es folgten Gespräche - wie alle Beteiligten betonten, in freundschaftlicher Atmosphäre - in denen Bergmann und Brockhoff mit Dröge und dessen Anwalt (ein Freund der Familie) über eine mögliche Umtragung der Rechte auf die Bruderschaft verhandelten. Über Wochen zogen sich die Verhandlungen hin. „Eine Marke ist mit Rechten und Pflichten belegt. Die Übergabe hat daher einige Zeit in Anspruch genommen“, erklärte Dröge mit Blick auf Gefahren wie Produktpiraterie und Urheberrechtsverletzungen.

Kurz vor Ostern einigten sich die Parteien schließlich. Ohne Gegenleistung trat Dröge die Markenrechte an die Bruderschaft ab. Ein entsprechendes Formular, unterschrieben von Bergmann und Dröge, müsste bereits in München eingetroffen sein. „Jetzt muss die Marke nur noch umgetragen werden. Das ist ein reiner Formalakt“, glaubt Brockhoff, „dass die Kuh jetzt endlich vom Eis ist“.

„Ich habe nie zu privaten Zwecken, sondern immer im Geiste des Vereins gehandelt, um die uralte Marke zu schützen“, versicherte Dröge nach der erfolgten Unterschrift. „Ich wollte, dass der Verein handlungsfähig bleibt und nicht ins offene Messer läuft“, schilderte er mit Blick auf mögliche Trittbrettfahrer, die beim anstehenden Jubiläum oder beim Bundesfest mit dem Wappen große Kasse machen könnten, sein Motiv. Rund 2500 Euro hat ihn die Sicherung der Marke übrigens gekostet. Das Geld verlangt er vom Verein nicht zurück.

Bergmann seinerseits zeigte sich dankbar für die Bemühungen Dröges. „Die ganzen Gerüchte waren absoluter Blödsinn. Er hat nie etwas gefordert, und es gab auch keine juristische Auseinandersetzung“, stellte der Oberst klar.

Die Bruderschaft will sich nun wieder auf das Wesentliche konzentrieren. „Wir haben ganz andere Aufgaben zu erledigen“, betonte Brockhoff angesichts der großen Feste in den Jahren 2012 und 2013. - df

 

Der eine hat es noch, der andere bekommt es bald: Das Markenrecht am Wappen

der St.-Sebastianus-Bruderschaft wird jetzt von Schützenbruder Heinz-Werner Dröge (l.)

auf den Verein (im Bild: Oberst Friedel Bergmann) übertragen. - Foto: Tuschen


"geseke-news.de" vom 20.04.2011

Neuer Pastor Thomas Zwingmann im Interview

Die ersten zwei Entscheidungen sind gefallen. Mit Wirkung zum 1. Juli 2011 wird Pfarrer Rainer Stahlhacke neuer Pfarrer für den Pastoralverbund Geseke (wir berichteten). In der vergangenen Woche durften wir erfahren, dass der 32-jährige Pastor Thomas Zwingmann aus dem derzeitigen Wirkungsort Fröndenberg ihm zur Seite stehen wird. Somit sind die ersten zwei von drei Entscheidungen bereits gefallen. In einem ersten und ausführlichen Interview hat er uns einen Einblick in seine Vergangenheit und in die Zukunft gegeben:
 
Geseke-News.de: Wo und wie haben Sie Ihre Kindheit und Jugend verbracht?

 
Aufgewachsen bin ich in Elsen, einem Stadtteil von Paderborn, als jüngster von vier Geschwistern. Dort habe ich meine Kindheit verbracht. Dort bin ich zur Schule gegangen und in der katholischen Jugendarbeit aktiv gewesen. Von der Erstkommunion bis zum Abitur war ich sehr gerne Messdiener in meiner Heimatgemeinde und auch einige Jahre am Paderborner Dom. In der Paderstadt habe ich dann – abgesehen von den Freisemestern in Salzburg – auch den größten Teil meines Studiums verbracht, so dass Paderborn für mich nach wie vor ein wichtiger Bezugspunkt ist.
 
Geseke-News.de: Wann und warum haben Sie sich entschlossen Priester zu werden?

 
Einen festen Zeitpunkt, an dem ich mich entschlossen hätte Priester zu werden, kann ich in der Rückschau eigentlich gar nicht benennen. Ich würde eher sagen, dass die Berufung zum Priestertum mit den Jahren gewachsen ist. Prägend waren sicher das religiöse Fundament in der Familie, die Gemeinschaft, die ich in der Jugendarbeit erlebt habe, die Erfahrungen der Gegenwart Gottes in der Liturgie sowie das konkrete Vorbild von überzeugenden Priestern, denen ich als Kind und Jugendlicher begegnen durfte. Aus meiner Heimatpfarrei sind übrigens zwischen 1995 und 2005 sieben Neupriester hervorgegangen. Bei meiner eigenen Primiz im Jahr 2004 standen wir mit vier Neugeweihten am Altar, was sicher auch noch einmal unterstreicht, dass dort insgesamt ein berufungsfreundliches Klima herrschte, was heute leider nicht überall selbstverständlich ist.
 
Geseke-News.de: Was gefällt Ihnen besonders am Priesterberuf?

 
Dass man mit Menschen in ganz unterschiedlichen Lebenslagen zu tun hat: an den neuralgischen Punkten, wenn sie geboren werden, heiraten, krank sind oder sterben, aber auch in den Freuden und Sorgen des ganz normalen Alltags. Geteiltes Leid ist halbes Leid, sagt ein altes Sprichwort, aber geteilte Freude ist doppelte Freude! Priester zu sein ist ein unglaublich vielfältiger und faszinierender Beruf, in dem es nie langweilig wird. Außerdem glaube ich, dass es gerade heute wichtig ist, als Priester die Rede von Gott wach zu halten, leben wir doch in einer Zeit, in der Gott immer mehr aus dem Horizont vieler Menschen verschwindet. Wir müssen wieder entdecken, dass der christliche Glaube ein Schatz ist, der unzähligen Menschen auf dieser Welt Freude schenkt, Hoffnung, Sinn, Lebensqualität, und nicht eine Last, die wir abstreifen müssten, weil sie unsere Wochenendtermine blockiert.
 
Geseke-News.de: Haben Sie eine Lieblingsstelle in der Bibel?

 
Nicht nur eine. Es sind schon mehrere und die ändern sich mitunter täglich. Jetzt in den Wochen vor der Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. geht mir zum Beispiel ein Wort Jesu durch den Kopf, das dieser große Papst immer wieder den Menschen zugerufen hat und das er auch selbst bis zuletzt ausstrahlte: „Fürchtet euch nicht!“ In der Bibel kommt dieses Wort genau 365 mal vor, also sozusagen für jeden Tag des Jahres einmal. Wenn das keine Perspektive ist!
 
Geseke-News.de: Was sind Ihre Hobbys?

 
Ich lese gern, höre gern Musik, schwimme gern, ich fahre gerne mit dem Fahrrad und treffe mich gerne mit Freunden.
 
Geseke-News.de: Was tun Sie, um sich vom Berufsleben zu entspannen?

 
Zum Beispiel versuche ich, den eben erwähnten Hobbys nachzugehen. Aber ich möchte auch noch einmal deutlich machen: Der Altar ist für den Priester nicht einfach nur Arbeitsplatz, von dem man ausspannen müsste, sondern immer auch eine Art Erholungsort, wo man aus dem Gebet und der Feier der Eucharistie Kraft schöpft für seinen Dienst und seinen Alltag. Und das ist nicht nur eine fromme Redensart, sondern ernst gemeint. Wenn der Altar nämlich nicht mehr Mittelpunkt unseres priesterlichen Dienstes ist, dann kann uns auch alles äußere Engagement, so groß und vielfältig es auch sein mag, nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Entscheidende des Priestertums längst verstummt ist.
 
Geseke-News.de: Waren Sie schon mal in Geseke? Was kennen Sie bisher von Geseke?

 
Während meiner Diakonatszeit am St.-Patrokli-Dom in Soest bin ich regelmäßig auf meinem Weg von Paderborn nach Soest durch Geseke gekommen. Außerdem habe ich vor einigen Jahren auch schon einmal auf Einladung von Pfarrer Haringhaus die Monatswallfahrt in der Stiftskirche gehalten.
 
Geseke-News.de: Über welche Stationen kommen Sie nach Geseke?

 
Nach meinem Diakonatsjahr in Soest war ich für vier Jahre Vikar am Sauerländer Dom in Neheim, bevor ich dann in den Pastoralverbund Fröndenberg versetzt wurde, wo ich jetzt seit drei Jahren tätig bin. Meine bisherigen Stationen waren also alle mehr oder weniger in der Mitte unseres Erzbistums.
 
Geseke-News.de: Nach Ihrer Zeit in Fröndenberg arbeiten Sie nun im neuen Pastoralverbund Geseke mit. Freuen Sie sich auf diese Herausforderung?
 

Natürlich bin ich gespannt auf das, was kommen wird: auf die einzelnen Gemeinden im Pastoralverbund, auf die lokalen Traditionen und nicht zuletzt natürlich auch auf das seelsorgliche Personal, das sich neu zusammensetzt. Ich hoffe und bete, dass wir gemeinsam mit den Gläubigen die richtigen Schwerpunkte setzen und im Vertrauen auf Gottes Hilfe die neue Situation kraftvoll und mutig angehen.
 
Geseke-News.de: Was erwarten Sie von Geseke bzw. den Gesekern?
 

Sagen Sie den Gesekern und den Menschen in Störmede, wo ich ja wohnen werde, einfach, dass ich mich auf sie freue. Und wenn sie sich auch ein wenig auf mich freuen, dann ist das glaube ich eine ganz gute Voraussetzung für die Zukunft.
 
Das Interview führte Benedikt Laame mit dem neuen Pastor für Geseke: Thomas Zwingmann


"Der Patriot" vom 18.04.2011

Leser unterwegs...

 

600 Schützen, darunter eine Delegation der St.-Sebastianus-Schützen Geseke,

tauschten sich im Düsseldorfer Landtag mit Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg

und dem heimischen Abgeordneten Werner Lohn aus.


"geseke-news.de" vom 12.04.2011
Pastor Thomas Zwingmann kommt als neuer Pastor nach Geseke



Geseke/Fröndenberg. Einen neuen Pastoralverbund in Geseke zu gründen und somit die bisherigen drei Geistlichen zu versetzten, sorgte im vergangenen Jahr für hohe Wellen. Pfarrer Uwe Schläger wird nach Wewer versetzt, Pfarrer Thomas Schmidt geht nach Erwitte und Pfarrer Gerald Haringhaus geht nach Herford. Mit Wirkung zum 1. Juli 2011 wird Pfarrer Rainer Stahlhacker neuer Pfarrer für den Pastoralverbund Geseke (wir berichteten). Nun ist eine zweite Entscheidung gefallen.

Pastor Thomas Zwingmann aus der Gemeinde St. Dionysius Paderborn-Elsen verlässt seinen derzeitigen Wirkungsort Fröndenberg. 2004 wurde er von Erzbischof Hans-Josef Becker zum Priester geweiht. Seine Diakonstelle hatte er in St. Patrokli Soest. Zuletzt hatte der Geistliche in Fröndenberg in allen seelsorgischen bereichen mitgewirkt. Er kümmerte sich unter anderem um die Firmlinge und um die Messdiener. Seine Stelle wird er zum 1. Juli in Geseke antreten. (bl)

 

Neue Wirkungsstätte in Geseke:

Pastor Thomas Zwingmann


"Der Schützenbruder" Ausgabe 04/11

 


"Der Patriot" vom 04.04.2011
„Macht mich schon ein wenig stolz“
 

Bei der Delegiertentagung des Kreisschützenbundes Lippstadt wurde Bernhard Adams in seinem Amt als Kreisoberst bestätigt

„Der Kreisschützenbund Lippstadt ist etwas Besonderes, und es macht mich schon ein wenig stolz, Vorsitzender dieser Gemeinschaft zu sein!“, freute sich Bernhard Adams nach seiner Wiederwahl zum Kreisoberst. Auch der Kreisgeschäftsführer Franz Westermann wurde in seiner Funktion bestätigt. Mit kräftigem Applaus unterstrichen die zahlreichen Schützenbrüder bei der Kreisdelegiertentagung des Kreisschützenbundes Lippstadt in der Schützenhalle in Altengeseke die Wiederwahlen.

Adams und Westermann dankten für das ihnen ausgesprochene Vertrauen. Sie seien alle gern dabei und nehmen etwa mit viel Freude an den Ordensverleihungen teil, berichtete Kreisoberst Bernhard Adams im Namen des Kreisschützenbund-Vorstandes. Wie viele Ordensverleihungen es im Jahr 2010 genau waren, listete Kreisgeschäftsführer Franz Westermann im Jahresbericht auf. So wurden insgesamt 654 Orden für langjährige Mitgliedschaft an Jubilare verliehen. 92 Orden für Verdienste, 62 für besondere Verdienste und 15 für hervorragende Verdienste. Ein schöner Beweis für die Werte des Schützenwesens, die von den Grußwort-Sprechern bei der Kreisdelegiertenversammlung in ihren Ansprachen freilich in den Blickpunkt gesetzt wurden.

„Die Schützenvereine spiegeln das Bedürfnis der Menschen nach Zugehörigkeit wider und sind ein wesentlicher Bestandteil unserer Heimat“, bedankte sich die stellvertretende Landrätin Monika Korn. Karl Schmidt, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Anröchte, hob den ehrenamtlichen Einsatz der Schützenbrüder hervor. Der stellvertretende Bundesoberst des Sauerländer Schützenbundes, Martin Tillmann, nannte in seinem Grußwort außerdem wichtige Termine. Über weitere Termine in der Schützenfestsaison 2011 informierte darüber hinaus Kreisoberst Bernhard Adams.

Im Rahmen der Kreisdelegiertenversammlung in Altengeseke überreichte Harald Franke, Vorsitzender des Kreisvolksmusikerbund Soest, an den Kreisehrenoberst und Vorsitzenden des Vereins „Nachbar in Not“, Karl-Heinz Benteler, einen Scheck in Höhe von 800 Euro (weiterer Bericht folgt). Musikalisch umrahmt wurde die Delegiertentagung des Kreisschützenbunds Lippstadt vom Tambourcorps Altengeseke und vom Musikverein Bontkirchen. - eks

 


Wiedergewählt: Kreisoberst Bernhard Adams (l.) und

Kreisgeschäftsführer Franz Westermann. Foto: Schumacher


"geseke-news.de" vom 15.03.2011

Gottesdienst mit Reinhard Kardinal Marx

 

Die deutschen Bischöfe, die vom Montag, 14. März 2011, bis Donnerstag, 17. März 2011 in Paderborn tagen, feiern von dienstags bis donnerstags morgens um 7:30 Uhr einen Gottesdienst in der Paderborner Pfarrkirche St. Georg an der Neuhäuser Straße. Alle Gläubigen sind zu diesen Gottesdiensten mit den Bischöfen herzlich eingeladen.

 

Am Donnerstag schließlich steht für viele Paderborner und Geseker ein alter Bekannter als Zelebrant am Altar: Der aus Geseke stammende Reinhard Kardinal Marx, ehemals Weihbischof in Paderborn und mittlerweile Erzbischof von München und Freising.

 

Die Gottesdienste, die musikalisch von der Mädchenkantorei des Hohen Doms gestaltet werden, richten sich je nach Tag speziell an Schulen, an Verbände sowie an Ordensgemeinschaften – ähnlich wie die Paderborner es als gute Libori-Tradition kennen. (bl)


"Der Patriot" vom 10.03.2011

Pokalschießen der Schützen

 
Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft veranstaltet am Freitag, 11. März, ihr Vorstandspokalschießen der Nordhofe mit Bataillonsmeisterschaft. Beginn ist um 19 Uhr am Schießstand des KKSV am Schneidweg 35.


"tambourkorpsgeseke.de" vom 24.02.2011

Neue Ausbildung!


Am Donnerstag, 10.03.2011 findet um 18.00 Uhr in unserem Vereinsheim auf dem Schützenplatz ein Infoabend zur neuen Flötenausbildung statt. Hierzu möchten wir alle Interessierten herzlich einladen! Das Mindestalter der Teilnehmerinnen und Teilnehmer liegt bei 10 Jahre. Musikalische Voraussetzungen sind nicht gefordert. Weiter möchten wir in diesem Jahr auch gezielt Erwachsene ansprechen, die das Flötenspiel neu erlernen oder auch als Wiedereinsteiger aktives Mitglied werden möchten. Die zukünftigen Probenabende werden ebenfalls donnerstags stattfinden, die genauen Uhrzeiten folgen beim Infoabend.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Weitere Infos: info@tambourkorpsgeseke.de


"Sebastianer in eigener Sache" vom 21.02.2011

Sektbarumbau macht kontinuierlich Fortschritte

 

Die Mauererarbeiten an der neuen Theke und der Wandputz sind abgeschlossen.

Einweihung mit den gewonnenen Fässchen vom Westhofenabend.

von links: Anton Koch, Andreas Renkamp, Meinolf Melcher, Reinhold Farwer (Foto: Andreas Schwark)


"NeueRegionale" vom 13.02.2011

St. Sebastianus: Frischer Wind im Vorstand

Schützenbruderschaft verleiht Präses Uwe Schläger Hohen Bruderschaftsorden in Gold

Emotionale Momente hat die St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Geseke schon einige erlebt, aber die letzte Generalversammlung begann für viele Schützen sehr traurig: Stadtpfarrer Uwe Schläger, seit 15 Jahren Präses der Bruderschaft, musste sich aufgrund seiner anstehenden Versetzung nach Wewer, die die erzbischöfliche Behörde verfügt hatte, von den Schützen verabschieden. Taufen, Eheschließungen und Begräbnisse in den Schützenfamilien habe er mit ihnen erlebt, er habe viele Freunde gefunden und sich immer wohl gefühlt, so Schläger in seinen Abschiedsworten. Schwer fiel es ihm, am Mikrophon zu stehen, das merkte man deutlich. Schwer fiel der Abschied aber auch den 300 Teilnehmern der Generalversammlung. Oberst Dr. Friedel Bergmann brachte die Stimmung auf den Punkt: „Wir werden diese 15 Jahre durch deine Versetzung nicht einfach hinwegwischen! Wir können sehr anhänglich sein und werden an deiner Seite stehen. Das gilt nicht nur für Kardinal Marx: Auch wenn Du uns rufst, kommen wir!" Als Zeichen dieses Zusammengehörigkeitsgefühls ernannte man Schläger zum Ehrenpräses und Bergmann überreichte den hohen Bruderschaftsorden in Gold, den der Verein nur an drei lebende Träger verleiht. Nach der Wiederwahl von Oberst Bergmann, dem mit Andreas Tillmann ein persönlicher Adjutant zugeordnet wurde, wurde es spannend, war doch die Position des zweiten Brudermeisters neu zu besetzen. Amtsinhaber Johannes Vollmer trat nach 42 Vorstandsjahren nicht erneut an. Viel Zeit und Herzblut habe er in das Leben der Bruderschaft investiert, so Bergmann, als er ihn nach dem Votum der Versammlung zum Ehrenmajor ernannte.
Mit Andreas Cramer, Hans-Georg Dröge und Ingolf Schneider gab es gleich drei Kandidaten, die allesamt bereits ihre Spuren in langjähriger Vorstandstätigkeit hinterlassen haben und gleichzeitig belegen, dass die Bruderschaft von ganz vielen jungen Leuten mitgetragen wird. In einer Stichwahl setzte sich schließlich „Schorsch" Droge gegen Ingolf Schneider durch und wurde neuer „zweiter Mann" der Bruderschaft.
Auch Rechnungsführer Norbert Rickert kandidierte nicht erneut. Er wurde zum Ehrenhauptmann ernannt. Für seine Nachfolge kam es zur Wahl zwischen Andreas Droge und Andreas Schwark, bei der sich Droge durchsetzen konnte. Der Stab der Schützenbruderschaft blieb auf allen anderen Posten unverändert, denn nur mit Kontinuität lassen sich die Herausforderungen des Jubiläumsjahres meistern. So stehen noch umfassende Reparaturen und Verbesserungen an der Schützenhalle mit vielen Arbeitseinsätzen für die Platzmajore und ihre Helfer an. Der Einstieg in das Jubiläum wird durch einen einmaligen Silvesterball zum Jahreswechsel 2011 / 2012 markiert. Einzelheiten werden rechtzeitig bekannt gegeben.

 

Oberst Dr. Friedel Bergmann, Oberstadjutant Andreas Tillmann, Ehrenmajor Johannes Volmer,

Ehrenpräses Stadtspastor Uwe Schläger, 2. Rechnungsführer Andreas Dröge,

Major Hans-Georg Dröge, Ehrenhauptmann Norbert Rickert


"Wochentipp" vom 09.02.2011

Kreisschützenoberst Bernhard Adams über das Schützenwesen:
„Jeder Festumzug ist eine Friedensdemonstration"
 

Kreisschützenoberst

Bernhard Adams

Bernhard Adams steht einem der größten Vereine der Region vor. 66 Vereine gehören dem Kreisschützenbund Lippstadt an. 25.000 Mitglieder zählt die Organisation. „Das bringt einige Verpflichtungen mit sich. Zumal es unser Ziel ist, zu allen Vereinen guten Kontakt zu halten und sich untereinander auszutauschen", sagt Kreisschützenoberst Bernhard Adams. Für ihn und die übrigen Vorstandsmitglieder des Kreisschützenbunds ist es selbstverständlich, jeden Verein bei seinem Schützenfest zu besuchen und bei den Ehrungen anwesend zu sein. „Das geht nur, wenn alle Vorstandsmitglieder an einem Strang ziehen", lässt der Kreisschützenoberst wissen. Hintenan steht dabei oft das Privatleben. „Das funktioniert bei mir allerdings sehr gut Man muss jedoch Prioritäten setzen, damit es zeitlich nicht ausufert. Wenn man sich daran hält, ist dieses Amt aber machbar und lässt sich auch mit dem Familien- und Berufsleben vereinen" verrät Adams.

Neun Jahre war er Geschäftsführer des Kreisschützenbunds Lippstadt, bevor er vor drei Jahren Kreisschützenoberst wurde. In diesem Jahr steht er zur Wiederwahl. „Ich habe das Glück gehabt, viele Jahre aus der zweiten Reihe zu beobachten, welche Aufgaben sich mit der Position des Kreisschützenoberst verbinden", erläutert er. Viele eigene Ideen bringt er ebenfalls in sein Amt mit.


„Unsere Philosophie ist es, die Institution Schützenwesen neu zu beleben und die Tradition mit der Moderne zu verknüpfen." Schließlich gehe es darum, die Schützentradition in eine neue Zeit zu überführen. Diesen Spagat hinzubekommen, sei eine der Hauptaufgaben der Vereine und belege, dass Schützenvereine für weitaus mehr stehen als fürs Feiern. „Mich macht es wütend, wenn jemand sagt, die können nur drei Tage saufen", sagt Adams und fügt hinzu: „Es gibt kaum andere Vereine, die so alt sind wie das Schützenwesen".
Eine zunehmend wichtige Rolle nimmt in den letzten Jahren das caritative und soziale Engagement der Schützenvereine ein. „Wir haben beispielsweise den Verein „Nachbarn in Not", den es seit 1995 gibt", erläutert Adams. Damit helfe man mit kleinen Summen Menschen aus der Region, etwa Senioren, die' zwar gerade ihre Miete noch bezahlen können, die sich aber beispielsweise keinen neuen Kühlschrank leisten können. Auch Familien profitieren von „Nachbarn in Not", wenn sie etwa die Klassenfahrt ihres Kindes nicht bezahlen können. Die durchschnittliche Summe, mit denen geholfen wird, liegt zwischen 200 und 400 Euro.
Darüber hinaus engagieren sich viele Vereine zu verschiedensten Anlässen für das Totengedenken. Wach gehalten werde nicht nur die Erinnerung an die Gefallenen der Kriege, sondern man stelle ebenfalls die Bedeutung des Friedens heraus. Auch die Schützenfestumzüge sind Adams zufolge in diesem Zusammenhang zu sehen. „Die Rose im Gewehrlauf ist ein Friedenszeichen. Wenn man das weiterspinnt, ist letztlich jeder Schützenfestumzug eine Friedensdemonstration." (mes)


"Der Patriot" vom 09.02.2011

Sebastianer starten ihre Wettkämpfe

 

Die Vereinsmeisterschaften der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft, bestehend aus den Batallionsmeisterschaften und dem Vorstandspokalschießen, beginnen am Freitag, 11. Februar, von 19 bis 22 Uhr auf dem Schießstand des KKSV Geseke. Beide Wettbewerbe werden in diesem Jahr nach einem neuen Terminmodus ausgetragen. An insgesamt acht Terminen werden die Wettbewerbe bis zum Beginn der Schützenfestsaison 2011 ausgetragen. Von dieser Konzentration auf feste Termine versprechen sich die Verantwortlichen um Schießmeister Wilhelm Brinkmann eine intensivere Teilnahme.

Der erste Termin ist der kommende Freitag. Weitere Termine werden separat bekannt gegeben. Das Ergebnis der Vereinsmeisterschaften wird somit vor Beginn der Bezirks- bzw. Diözesanmeisterschaften 2011 feststehen.


"Der Patriot" vom 02.02.2011

Erst die Arbeit, dann die Party
 

Große Feiern sind für die St.-Sebastianus-Bruderschaft allein schon aufgrund der Mitgliederzahl (über 2000) an der Tagesordnung. Was da aber in den kommenden zwei Jahren auf den Verein zukommt, dürfte selbst die erfahrensten Schützen vor außergewöhnliche Herausforderungen stellen. Zunächst feiert die Bruderschaft im Juli 2012 ihr 600-jähriges Bestehen und dann setzen die Sebastianer mit der Austragung des Bundesschützenfestes 2013 noch einen Höhepunkt oben drauf. Über 20 000 Schützen aus nah und fern erwartet der Verein in den beiden Jahren. Um die beiden Mammut-Veranstaltungen stemmen zu können, haben die Vereinsmitglieder daher längst die Vorbereitungen aufgenommen.

In vier Arbeitskreisen, die sich um die finanziellen, technischen und logistischen Fragen sowie den Programmablauf der Feste kümmern, laufen die Fäden zusammen. Nicht umher kommt die Bruderschaft nach der Love-Parade-Katastrophe in Duisburg auch um die Erstellung eines umfassenden Sicherheitskonzeptes, das Brandschutzaspekte und Fluchtwege für den Notfall berücksichtigt. Das Konzept wird laut Oberst Dr. Friedel Bergmann in enger Absprache mit den zuständigen Behörden erarbeitet.

Im Mittelpunkt der Vorbereitungen steht aber in diesen Wochen das Herzstück der beiden Hochfeste, die Schützenhalle an der Bürener Straße. Angeführt von den beiden Platzmajoren Andreas Renkamp und Anton Koch sowie Innenausstatter Heiken Schuster bauen die Sebastianer zurzeit die alte Sektbar um.

Dieser bislang abgeschlossene Raum wird durch zwei mit Naturstein verkleidete Rundbögen in die Halle integriert. Die Theke erhält ebenfalls einen Mantel aus Naturstein. Der angrenzende Nebenraum wird zudem saniert und kann durch eine Schiebetür in die neue Bar mit einbezogen werden. Entstehen soll so ein zentraler Treffpunkt für die drei Hofen der Bruderschaft.

Pflasterarbeiten auf dem Vorplatz, ein Außenanstrich, die Verlegung neuer Wasserleitungen und die Umgestaltung des Eingangsbereiches runden die rund 70 000 Euro teure Schönheitskur schließlich ab.

In der renovierten Halle wollen die Sebastianer dann am 31. Dezember mit einem großen Silvesterball das Jubiläumsjahr einläuten. Eingeladen sind alle Schützen, ihre Familien sowie Freunde des Vereins. Die Band Starlight Excess sorgt für die musikalische Unterhaltung, während WDR-Fernsehkoch Olaf Baumeister zum Show-Cooking bittet. Der Kartenverkauf für die Party beginnt im Juli beim Schützenfest.

Im Jubiläumsjahr geht es dann Schlag auf Schlag weiter. Im März 2012 ist die Bruderschaft Gastgeber der Kreisdelegiertentagung, zu der bis zu 600 Schützen-Funktionäre in Geseke erwartet werden. Ende Juni stimmen sich die Sebastianer mit einem Kaiserschießen, zum dem sich alle noch lebenden König unter der Vogelstange versammeln werden, auf das Jubiläumsfest vom 6. bis 9. Juli 2012 ein. Bis zu 4000 Schützen aus den Nachbarstädten werden dann zum großen Umzug am Fest-Sonntag erwartet.

Diesen Aufmarsch betrachtet Bergmann als Testlauf fürs Bundesfest, das vom 13. bis 16. September 2013 unter der Schirmherrschaft von Reinhard Kardinal Marx, dem geistlichen Prokurator der Bruderschaft, steigt. An diesem Wochenende wird Geseke zum Mekka der Schützen. Festumzüge, Schießwettbewerbe, Empfänge der Stadt und große Bälle stehen auf dem Programm. Der Verein rechnet mit bis zu 18 000 Schützen. Platz für 3000 Pkw und 300 Busse müssen die Sebastianer deshalb am südlichen Stadtrand schaffen, damit die Gäste kurze Wege bis zur Schützenhalle, zu den Festzelten und zum Antreteplatz am Stadion „Kreuzbreite“ haben.

„Wir wollen Werbung für unsere Stadt machen. Wir wollen Geseke als Schützenstadt präsentieren“, gibt Bergmann die Zielsetzung für die beiden großen Feste vor. Auf die tatkräftige Unterstützung seiner Schützenbrüder kann er dabei zählen. „Die Belastung ist sehr hoch, aber wir sind unheimlich gut aufgestellt. So macht die ganze Arbeit auch richtig viel Spaß“, betonte der Oberst. - df

 

Zum Mekka der Schützen wird Geseke in den Jahren 2012 und 2013: Schon jetzt stecken die Sebastianer

jedoch die Köpfe zusammen, um die Weichen für die Feierlichkeiten rund um den 600.

Geburtstag und das Bundesfest zu stellen. - Fotos: Friedrich

 

Neue Bögen für die Sektbar: Die Platzmajore Anton Koch (l.) und Andreas Renkamp (r.)

sowie Geschäftsführer Heinz-Josef Dieregsweiler, Major Hans-Georg Dröge und

Oberst Friedel Bergmann (2.bis 4.v.l.) stellten die Umbaumaßnahmen vor.


"Der Patriot" vom 31.01.2011

Stadtpfarrer zum Ehrenpräses ernannt


Uwe Schläger verabschiedete sich von "seinen Schützen". Reparaturen und Verbesserungen an der Halle

Es war ein bewegender Moment: Stadtpfarrer Uwe Schläger, seit 15 Jahren Präses der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Geseke, verabschiedete sich von seinen Schützen. Er habe die Kinder der Sebastianer getauft, junge Schützen verheiratet und altgediente Schützenbrüder zum Grab geleitet, er habe viele Freunde gefunden und sich immer wohl gefühlt, da fällt der Abschied schwer. Die Reaktion auf Schlägers Abschiedsworte war eindeutig: 300 Teilnehmer der Generalversammlung erhoben sich wie ein Mann von ihren Plätzen, applaudierten und zollten so minutenlang ihrem Präses Uwe Respekt und Anerkennung.

Oberst Dr. Friedel Bergmann brachte die Stimmung dann auf den Punkt: "Wir werden diese 15 Jahre durch deine Versetzung nicht einfach hinwegwischen! Wir können sehr anhänglich sein und werden an deiner Seite stehen." Sodann ernannte die Versammlung Schläger zum Ehrenpräses und Bergmann überreichte den hohen Bruderschaftsorden in Gold, die der Verein nur an drei lebende Träger verleiht.

Der sich anschließende Wahlmarathon der Schützen zeigte einmal mehr, dass die Bruderschaft nicht nur mitgliederstark ist, sondern auch genügend Schützen in ihren Reihen hat, die Verantwortung an verschiedener Stelle übernehmen wollen. Nach der Wiederwahl von Oberst Bergmann, dem zukünftig mit Andreas Tillmann ein persönlicher Adjudant zugeordnet wurde, war die Position des zweiten Brudermeisters zu besetzen. Amtsinhaber Johannes Vollmer trat nach 42 Vorstandsjahren nicht erneut an. Viel Zeit und Herzblut habe er in das Leben der Bruderschaft investiert, so Bergmann, als er ihn nach dem Votum der Versammlung zum Ehrenmajor ernannte.

Die Wahl des Nachfolgers war schon mit Spannung erwartet worden, standen doch mit Andreas Cramer, Hans-Georg Dröge und Ingolf Schneider gleich drei Kandidaten bereit. In einer Stichwahl setzte sich schließlich "Schorsch" Dröge gegen Ingolf Schneider durch und wurde neuer "zweiter Mann" der Bruderschaft.

Auch Rechnungsführer Norbert Rickert kandidierte nicht erneut. Er wurde zum Ehrenhauptmann ernannt. Für seine Nachfolge kam es zur Wahl zwischen Andreas Dröge und Andreas Schwark, bei der sich Dröge durchsetzen konnte.

Der Stab der Schützenbruderschaft blieb auf allen anderen Posten unverändert, denn nur mit Kontinuität lassen sich die Herausforderungen des Jubiläumsjahres meistern, wie immer wieder betont wurde. So stehen noch umfassende Reparaturen und Verbesserungen an der Schützenhalle mit vielen Arbeitseinsätzen für die Platzmajore und ihre Helfer an. Der Einstieg in das Jubiläum wird durch einen einmaligen Silvesterball markiert, dessen Eckdaten bekannt gegeben wurden (Bericht folgt). - hpb

 

Oberst Dr. Friedel Bergmann, Oberstadjutant Andreas Tillmann, Ehrenmajor Johannes Volmer,

Ehrenpräses Stadtspastor Uwe Schläger, 2. Rechnungsführer Andreas Dröge,

Major Hans-Georg Dröge, Ehrenhauptmann Norbert Rickert