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(Das Geschäftsjahr beginnt und endet mit der Generalversammlung.)

 

"NeueRegionale" vom 13.05.2012

Soldaten spielen für Soldaten

 

Heeresmusikkorps I spielt zugunsten Traumatisierter - Kontakt über Pfarrer

Bei einer Soldatenwallfahrt nach Lourdes wurde Pfarrer Rainer Stahlhacke auf aus dem Krieg zurückgekehrte traumatisierte Soldaten aufmerksam. Das beschäftigte ihn so sehr, dass er nun ein Konzert zugunsten traumatisierter Soldaten initiiert hat. Für das Benefizkonzert gewinnen konnte er das Heeresmusikkorps I aus Hannover, das am Dienstag, 15. Mai, um 19.30 Uhr im Großen Festsaal des Gymnaisums Antonianum Geseke spielen wird. 50 Prozent des Erlöses gehen an die Geseker Tafel und an die Hospizbewegung, die andere Hälfte kommt traumatisierten Soldaten zugute. Zu hören sein werden klassische und moderne Arrangements, darunter „Slava" von Leonard Bernstein, „Rosen aus dem Süden" von Johann Strauß oder Highlights aus dem Musical „Chess".

Durch den Afghanistan-Krieg ist die Zahl psychischer Erkrankungen bei Soldaten sprunghaft gestiegen. Bis September 2011 wurden 587 deutsche Isaf-Soldaten in den Bundeswehr-Einrichtungen wegen eines posttraumatischen Belastungssyndroms behandelt. Die psychischen Störungen reichen bis hin zu massiven Belastungsreaktionen. Chronische Überforderung äußert sich in körperlicher und emotionaler Erschöpfung und sozialem Rückzug. Depressionen, Panik- und psychosomatische Störungen bis hin zur Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) sind die Folge.

Eintrittskarten gibt es in den Büros des Pastoralverbundes, im Bürgerbüro Geseke, in den Filialen der Sparkasse Geseke sowie in den Filialen der Volks¬bank in Geseke und Störmede und an der Abendkasse.


"NeueRegionale" vom 13.05.2012

St. Sebastianus

„Ausmarsch" heißt es am Sonntag, 20. Mai, für die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Geseke. Um 8.30 Uhr geht es ab „Alte Post" / Lüdische Straße per Bus zum Bundesköniginnentag nach Verl. Das Königspaar Jenny Kaupmann und Matthias Buckler und Oberst Friedrich Bergmann würde sich über rege Beteiligung der Schützenbrüder freuen. Hellebarden und Eichenlaub sind schon vorhanden. Musikalisch begleitet werden die Schützen, die Anfang Juli ihr großes Jubiläumsfest zum 600-jährigen Bestehen der Schützenbruderschaft feiern, von der Stadtkapelle Geseke.


"Der Patriot" vom 05.05.2012

„Schütt hoch, das Wasser kommt“ 

 

Schütt hoch: Den Schlachtruf der Nordhofe der St.-Sebastianus-Bruderschaft kennt wohl jeder Geseker. Doch wie entstand er eigentlich, der Trinkspruch, der Hochfest für Hochfest durch die Schützenhalle schallt? Genau

wissen das die Nordhofe-Leutnants Norbert Feldmann (l.) und Antonius Cramer (r.). Pünktlich zum 600-jährigen Vereinsjubiläum haben sie jetzt mit ihren Vorstandskollegen die Entstehungsgeschichte aufgearbeitet. Es war am 17. Januar 1965, als der damalige Nordhofe-Hauptmann und Müller der Trappenmühle, Ewald Utzel, 65. Geburtstag feierte. Ein Unwetter führte an diesem Tag dazu, dass der Pegel des Geseker Baches innerhalb kürzester Zeit so stark anstieg, dass das Wehr, auch Schütt genannt, überlief und das Wasser bereits durch die Deele der Trappenmühle floss. Geburtstagsgast, Oberleutnant Leo Flamm, bemerkte die Überflutung und rief dem Müller zu „Schnell, Schütt hoch, das Wasser kommt.“ Der Schlachtruf war geboren. Bereits 1999 hatte Ehrenoberst Hans Dieter Feldmann die Idee, ein symbolisches Schütt als Erinnerung an das damalige Ereignis zu errichten. 13 Jahre später wird die Idee nun Realität. In der Werkstatt von Antonius Cramer wurde in den vergangenen Wochen gebastelt. Entstanden ist so ein rund 100 Kilogramm schweres Schütt aus Eichenholz, das

nun den verstorbenen Schützenbrüdern Ewald Utzel und Hans Dieter Feldmann gewidmet wird. Aufgestellt wird es am Mittwoch, 16. Mai, um 19 Uhr im Rahmen einer kleinen Feierstunde am Trappenweg südlich der Mühle direkt an der Bachbrücke. Hinzu kommen eine Fahnenstange und eine Bank. „Das könnte eine richtig schöne Sitzecke etwa für Rentner und Besucher des Friedhofs werden“, glaubt Norbert Feldmann. Foto: Friedrich

 


muenchner-kirchenradio.de" vom 03.05.2012
Kardinal Marx: kein Tipp für DFBPokalfinale

Kardinal Reinhard Marx will keinen Tipp zum Ausgang des DFBPokalfinales abgeben. Das Fußballspiel entscheide sich auf dem Platz, so der Erzbischof. Im Münchner Kirchenradio betonte er allerdings, dass er Mitglied bei Borussia Dortmund sei.

Grundsätzlich seien beide Mannschaften gleich stark, so Marx. Trotz der Verbundenheit zur Borussia werde er mit Sicherheit auch keine Vereinsfahne aus dem Fenster des Erzbischöflichen Palais hängen schon aus Denkmalschutzgründen. Auch der Vorsitzende des Diözesanrates im Erzbistum München und Freising, Hans Tremmel, fiebert dem Pokalfinale entgegen. Der bekennende Bayernfan sei nach eigenen Angaben eifrig dabei, Kardinal Marx „zu bekehren“ und von einer Mitgliedschaft beim Rekordmeister zu überzeugen. „Ein schwieriges Aufgabenfeld“, so Tremmel im Münchner Kirchenradio. Anders als Marx hält sich Tremmel mit einem Tipp für das Endspiel nicht zurück: ein knappes 2:1 für den FC Bayern in der Verlängerung.

Am 12. Mai stehen sich im Berliner Olympiastadion Meister Borussia Dortmund und der FC Bayern beim DFBPokalfinale gegenüber. (ks)


"geseke-onlie.de" vom 02.05.2012

Geruch von Alkohol und Grillkohle liegt in der Luft

 

Der Geruch von Alkohol und Grillkohle liegt auch auch am frühen Mittwochmorgen noch über das Gelände rund um die Warte Lugdal (Hexentürme Geseke).

Über Facebook haben sich mehrere hundert Leute für ein inoffizielles Treffen zum ersten Mai verabredet. Zeugen berichteten von zeitweise über 500 feiernden Jugendlichen rund um das Naturschutzgelände.

Mit zum Teil selbstgebauten Maiwagen beschallten die Maiwanderer das Gelände. Neben Grillkohle zeugten auch am Morgen danach noch Schnaps-, Bier- und andere alkoholische Getränkeflaschen von einem intensiven Fest. Aber auch Einkaufswagen und Fahrräder zieren die südliche Feldflur weit und breit.

Die Polizei und das Geseker Ordnungsamt ließ die Jugendlichen gewähren und beobachtete das inoffizielle "Festgelände" immer wieder aus nächster Nähe und sprachen die Partyfreunde direkt an.

 


Zum Ärger der Westhofe wurde an der Gedenkstätte Seuchenlinde randaliert. Foto: Laame
 

Zum Ärger der Westhofe der Sankt-Sebastianus Schützenbruderschaft wurde allerdings an der Gedenkstätte Seuchenlinde randaliert. Bisher unbekannte nutzten das Gelände als "Saufgelage" und schmissen die frisch bepflanzten Blumentöpfe zu Boden.


"Der Patriot" vom 30.04.2012

Mahnung an das hohe Gut des Friedens

Neuland ist gestern die Lobetagprozession entlang der Stadtwälle für Pfarrer Rainer Stahlhacke und Pastor Thomas Zwingmann gewesen. Kein Jahr sind die beiden für den neu gegliederten Pfarrverbund im Amt. Nun stand für sie und den Militärpfarrer Martin Tilles mit der Prozession eine große Bewährungsprobe bevor. Dabei zeigten sie, dass sie den Pastoralverbund als eine Einheit verstehen. Symbolisch verdeutlichten sie dies, indem sie während der Prozession abwechselnd unter dem Baldachin gingen.

Mitglieder des Rates, Fahnenabordnungen der Vereine, Musiker der Stadtkapelle und zahlreiche Gläubige beteiligten sich an der Prozession. Damit erinnern sie an die Belagerung Gesekes durch den "tollen" Christian von Braunschweig 1622. Als einzige Stadt Westfalens konnte Geseke ihn abwehren.

Als Dank führten die Bürger den Lobetag ein. Daran erinnerte Pfarrer Stahlhacke in seiner Predigt am Lüdischen Tor. "es ist die Erinnerung an einen verderblichen Krieg". das Gedenken sei auch 390 Jahre danach alles andere als eine "alte Kamelle". Ein Krieg bringe nichts anderes als "Tod, Leid und Not". Der Frieden sei ein "hohes Gut, das es zu bewahren gilt". Der Lobetag sei Mahnung und Erinnerung zugleich. Mit dem Te Deum und Segen endete die Prozession in der Stiftskirche. Anschließend konnten sich die Gläubigen bei einem Imbiss stärken. - mes


Zogen gefolgt von Vertretern aus Rat und Verwaltung, Schützen,

Stadtkapelle und Gläubige durch die Stadt. - Foto: Meschede


"Der Patriot" vom 27.04.2012

Heeresmusikkorps spielt für traumatisierte Soldaten

Sie haben schon in Großbritannien, Ägypten, Norwegen, Dänemark, Belgien, Polen, Schweden und Finnland auf der Bühne gestanden, traten bei den Olympischen Spielen 1972, bei der Fußball-WM 1974 und bei der EM 1988 auf und erspielten bis heute weit über eine Mio. Euro für wohltätige Zwecke. Jetzt kommen die Musiker des Heeresmusikkorps 1 aus Hannover für ein Benefizkonzert auch nach Geseke. In alter Verbundenheit zum ehemaligen Militärpfarrer, Pastoralverbundsleiter Rainer Stahlhacke, hat das Bundeswehr-Korps aus der niedersächsischen Landeshauptstadt sein Kommen zugesagt. Das Konzert findet am Dienstag, 15. Mai, um 19.30 Uhr im großen Festsaal des Gymnasiums Antonianum statt. Der Erlös des Konzertes ist zum einen für die Geseker Tafel und die Hospiz Bewegung Geseke, zum anderen für die Betreuung traumatisierter Soldaten bestimmt. Zum aktuellen Konzertprogramm des 1956 gegründeten Korps gehören unter anderem Werke von Bernstein , Strauß oder Queen. Karten für den Auftritt des Heeresmusikkorps gibt es in allen Pfarrbüros des Pastoralverbundes, im Bürgerbüro der Geseker Stadtverwaltung, in der Sparkasse Geseke sowie in den Volksbanken in Geseke und in Störmede.


"Der Patriot" vom 23.04.2012
Ein Aushängeschild mit vielversprechender Zukunft
 

Dass am Wochenende Schützenfestähnliche Zustände in Ehringhausen herrschten, lag nicht etwa daran, dass man vor lauter Vorfreude das Fest einige Wochen nach vorne verlegt hatte. Ganz im Zeichen des Tambourkorps stand das Dorf vielmehr zwei Tage und Nächte lang. Ihr 25-jähriges Jubiläum feierten die Musiker mit einem Festakt, einem Umzug und stimmungsvollen Partys.

"Wenn eine Frau 25 wird, nennt man sie zuweilen alte Schachtel. Das gilt für uns allerdings überhaupt nicht", läutete Thorsten Lünne, erster Vorsitzender des Tambourkorps, die Feierlichkeiten am Freitagabend ein. Mit einem Altersdurchschnitt von 25 Jahren blicke man vielmehr auf eine vielversprechende Zukunft. Das sah auch Gesekes Bürgermeister Franz Holtgrewe so, der in seinen Grußworten die Musikformation als ein "aktives, junges, auf hohem Niveau spielendes Aushängeschild des Dorfes" bezeichnete. Und dass sie wirklich auf hohem Niveau spielen können, bewiesen die Vereinsmitglieder, während sie den Festakt mit traditionellen Märschen, aber auch Interpretationen moderner Popmusik, musikalisch begleiteten.

Vom offiziellen Marsch der belgischen Fallschirmjäger bis zum Achtziger-Jahre-Hit "Walking on sunshine" (gespielt von der Jugendgruppe) präsentierte das Tambourkorps ein abwechslungsreiches Programm, mit dem es das Publikum im voll besetzten Zelt begeisterte.

Was seit 25 Jahren ebenfalls wunderbar funktioniere, sei die Zusammenarbeit mit dem Volksmusikerbund, erklärte Kreisverbandsvorsitzender Harald Franke im weiteren Verlauf des Festaktes: "Eure Truppe ist auf jeder Veranstaltung ein gern gesehener Gast." Anschließend überreichte Franke den Kreisverbandsorden in Silber für besondere Verdienste an Denise Grabowski, Thorsten und Andreas Lünne, Melanie Wieneke und Frank Kößmeier. Den Orden in Gold gab es für Michaela Weßling und Gerlinde Fecke. Tambourmajor Bernhard Haneke und sein Stellvertreter Wilhelm Gerling wurden für ihr 25-jähriges Dirigentenjubiläum gar mit der Dirigentennadel in Gold mit Diamant ausgezeichnet.

Mindestens so stimmungsvoll wie am Freitag ging es in Ehringhausen auch am Samstag weiter. Allerdings wurde wegen des Regens der Festumzug mit rund 770 Teilnehmern und zwölf Kapellen stark verkürzt und führte die Musiker und geladenen Schützenvereine schnurstracks ins Festzelt. Ebenfalls sagte der Tambourkorps-Vorsitzende Thorsten Lünne wetterbedingt das große Zusammenspiel aller Musikvereine auf dem Hof Beine ab. "Der Regen hat uns ein bisschen den Umzug verdorben. Dafür sind wir jetzt umso schneller am Ziel", betonte Lünne.

Im Zelt vergaßen die Gäste jedenfalls schnell die Wetterkapriolen und feierten ausgelassen. Einen Großteil trugen dazu die Musikdarbietungen der Gastvereine bei. Flotte Märsche, Volkslieder, aber auch modernere Evergreens spielten die Orchester auf erfrischend temperamentvolle Weise. Darunter befand sich so mancher Gute-Laune-Macher.

Später am Abend war schließlich mit dem Auftritt der Band "Kult, die Partyklassiker" ausgelassene Partystimmung angesagt. - rae / mes

 


"Neue Regionale" vom 22.04.2012

Lobetag

Die Hellwegstadt Geseke begeht am Sonntag, 29. April, den traditionellen Lobetag. Dieser geht auf ein Gelöbnis der Bürger der Stadt Geseke zurück und ist aus Dankbarkeit darüber entstanden, dass 1622 der Tolle Christian Geseke als einzige Stadt in Westfalen nicht erobern konnte. Beginn ist um 9 Uhr mit dem Hochamt in der Stiftskirche St. Cyriakus. Danach geht die Prozession begleitet von der Stadtkapelle Geseke über die Wälle der Stadt mit Stationen am Steintor, am Lüdischen Tor, an dem die Predigt gehalten wird, und am Viehtor, an dem besonders auch der Opfer des Krieges und der Bombenangriffe gedacht wird. Der feierliche Abschluss mit Te deum und Segen ist dann in der Stiftskirche. Die Anwohner sollten den Prozessionsweg schmücken. Im Innenhof der Stiftskirche findet nach Beendigung der Prozession ein großer Frühschoppen statt. Fürs leibliche Wohl wird gesorgt.


"Der Patriot" vom 11.04.2012

Täter feuern mit Softair-Waffe auf Heiligenhäuschen

 

Die Nordhofe der St.-Sebastianus-Bruderschaft ist Kummer gewohnt, wenn es um das Heiligenhäuschen an der Lauflinde geht.

Immer wieder wird in dem kleinen Wäldchen, in dem sich die Schützen um die Pflege des Bildstocks und der Grünanlagen kümmern, randaliert oder Müll entsorgt. Doch am vergangenen Wochenende ist Hauptmann Karl Gärtner der Kragen geplatzt. Mit Softair-Waffen haben bislang unbekannte Täter immer wieder auf das Häuschen geschossen und dabei hohen Schaden angerichtet. Zum Beweis lieferte Gärtner der Polizei am Montag die überall herumliegende Munition (kleine Metallkugeln). "Wir haben das Häuschen vor Jahren aufwändig renoviert. Viele Menschen, vor allem auch Kranke, gehen dorthin, um zu beten. Und dann passiert so etwas", ärgerte sich der Hauptmann, der nun Strafanzeige stellen will. Zudem hofft Gärtner auf Hinweise von Zeugen. Sie können sich beim Nordhofe-Chef unter Tel. (01 71) 4 74 83 05 melden. - Foto: Friedrich


"Der Patriot" vom 11.04.2012

Schützen marschieren

Die St.-Sebastianus-Schützenbrüderschaft marschiert nimmt am Samstag, 21. April, am Festzug zum 25-jährigen Bestehen des Tambourkorps Ehringhausen teil. Abfahrt mit dem Bus ist um 15 Uhr ab "Alte Post", Lüdische Straße. Der Umzug beginnt um 16.15 Uhr.


"Der Patriot" vom 14.04.2012

Randnotizen2

Das Jubiläum der 600 Jahre alten St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft wirft seine Schatten voraus. An der Kreuzbreite wird der Weg geebnet für den Aufmarsch tausender Gastschützen, im Hintergrund laufen die letzten Absprachen für das umfassende Sicherheitskonzept und im entfernten Bayern macht der geistliche Prokurator der Bruderschaft, Reinhard Kardinal Marx, mobil für die Heimreise am ersten Juli-Wochenende. Wie jetzt aus Sebastianer-Kreisen zu erfahren war, soll der Erzbischof auf den Weg nach Norden rund 60 Gebirgsschützen im Schlepptau haben. Sie werden beim großen Festumzug mitmarschieren. Und Salutschüsse wollen sie auch abfeuern. Noch 84 mal schlafen, dann kann das bayerisch-westfälische Volksfest beginnen.


"Der Patriot" vom 11.04.2012

Zum Hochfest rollt der Verkehr


Der aktuelle Zustand der Schlaunstraße dürfte so manchem Schützenbruder die eine oder andere Sorgenfalte ins Gesicht treiben. Doch keine Bange: Die umfangreiche Sanierung des viel befahrenen Schulzubringers unweit der Schützenhalle soll pünktlich zum Hochfest der Bürger-Schützen an Pfingsten und damit auch zum großen Jubiläum der 600 Jahre alten St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft am letzten Juni- und am ersten Juli-Wochenende abgeschlossen sein. Das versicherten auf Anfrage unserer Zeitung sowohl die beauftrage Baufirma als auch die Stadt Geseke als Straßenbaulastträger.

Bis Pfingsten müssen die Bauarbeiter an der Schlaunstraße aber noch kräftig in die Hände spucken. Denn bis jetzt ist von dem Gesamtauftrag - sprich Kanalbau und Straßenerneuerung - knapp die Hälfte geschafft. „Auf der nördlichen Seite sind Gehweg und Parkstreifen fertig“, teilte Hubert Steffens von der städtischen Bauverwaltung mit. Jetzt fehle nur noch die südliche Seite, die Asphaltierung der Straße sowie die Verlegung einiger Strom- und Telefonleitungen.

„Noch liegen wir im Zeitplan und kommen gut voran“, versicherte auch Vorarbeiter Dietmar Voß. Am aufwendigsten seien schließlich immer die Vorarbeiten bei solchen Maßnahmen. Vier Wochen habe man für die Arbeiten an der nördlichen Seite benötigt, für die übrigen Arbeiten rechnet Voß sechs bis acht Wochen ein. Voß: „Es wird knapp. Aber wir sind mit zwei Kolonnen hier. Damit sollten wir den Zeitplan einhalten können.“

Noch optimistischer klang Hubert Steffens: „Bis zum Bürger-Schützenfest werden die Arbeiten fertig sein“, versprach er. - jdw 


"Der Patriot" vom 05.04.2012

Sebastianer erobern die Kreuzbreite von Westen

Die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft rüstet sich für den ganz großen Aufmarsch. Von Westen erobert der Verein in diesen Tagen mit schwerem Gerät die Kreuzbreite. Das altehrwürdige Fußballstadion dient bekanntlich als Startpunkt der großen Festumzüge beim 600-jährigen Jubiläum im Juli 2012 und beim Bundesfest 2013. Tausende Schützen werden sich hier jeweils am Festsonntag versammeln. Durch den Haupteingang werden sie laut Sebastianus-Geschäftsführer Heinz-Josef Dieregsweiler ins Stadion ziehen. Ein neuer, vom Verein in Eigenleistung erstellter Schotterweg soll sie dann wieder hinaus in den Hasenkamp führen. "Die Kosten trägt allein der Verein", erklärte Dieregsweiler. Die Bauarbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit dem SV 03 und der Stadt. Die wird im Zuge der Maßnahme am Hasenkamp ein Tor installieren, dass auch mit Blick auf den zukünftigen Sportbetrieb die Zufahrtsituation für Rettungs- und Betriebsfahrzeuge verbessern soll. - Foto: Friedrich


"Der Patriot" vom 30.03.2012
Sponsoring schon seit 1412

Wer gab den Sebastianern in Geseke eigentlich ihren Namen und wie kam es zur Ersterwähnung der Bruderschaft im Jahre 1412? Fragen, die Hans Peter Busch, erster Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde in Geseke, am Mittwochabend im gut besuchten Vortragsraum der Sparkasse gerne beantwortete.

Anlässlich des 600-jährigen Jubiläums der Bruderschaft - gefeiert wird Ende Juni und Anfang Juli - machen Schützen- und Heimatverein gemeinsame Sache, um über die langjährige Geschichte der Sebastianer zu erzählen und die Entwicklungslinien bis heute aufzuzeigen. Historische Bilder, die aus dem Fundus der beiden Vereine stammen, aber auch Fotos der aktuellen Feierlichkeiten, nahm Busch zur Hilfe, um die seit Jahrhunderten bestehenden Traditionen zu erläutern.

Die Farben der Schärpen seien beispielsweise schon seit dem 19. Jahrhundert festgelegt: "Die Farben Schwarz, Weiß und Grün sind den Fahnen der westfälischen Studenten entlehnt, die diese während der Befreiungskriege gegen Napoleon trugen", erklärte Busch. Auch die Wahl der Uniform, traditionell aus Frack und Zylinder bestehend, findet ihre Begründung in der deutschen Historie: "Frack und Zylinder waren die Ausgehkluft des deutschen Biedermeiers", so der Heimatforscher weiter.

Ihre Geburtsstunde feierte die Bruderschaft laut Hans Peter Busch am 17. August 1412. Ein Gartenbesitzer beauftragte die Schützen damals damit, die Kerzen am Sebastianus-Altar, der den Schützen schließlich ihren Namen gab, in der Stadtkirche am Brennen zu halten: "Das war sozusagen das erste Sponsoring. Hier zeigt sich, dass sich gewisse Strukturen bis heute halten. Auch das Jubiläumsfest wäre ohne Sponsoren undenkbar", betonte Busch.

Die traditionelle Versprechenserneuerung findet übrigens im 17. Jahrhundert ihren Ursprung, als die Schützenbrüder kriegsbedingt nicht feiern konnten, sich dafür aber Treue und Brüderlichkeit schworen. - rae
 

Hans Peter Busch in Doppelfunktion als Vorsitzender des

Heimatvereins Geseke und Archivar der Sebastianer


"Der Patriot" vom 22.03.2012
Niemals geht man so ganz

Ihr Abschied kam für die Kirchengemeinden und für die Geistlichen selbst völlig unerwartet. Die Pfarrer Gerald Haringhaus, Thomas Schmidt und Uwe Schläger mussten lieb gewonnene Freunde verlassen und sich in neue Gemeinschaften einfinden. Doch sie blicken gerne auf ihre Zeit in Geseke zurück.
 
Auf die Frage, wie es ihnen in ihrer neuen Gemeinde geht, kommen die Antworten der Geistlichen zögerlich und überlegt. Man will schließlich niemandem vor den Kopf stoßen. Klar wird aber, dass sich alle drei Geistlichen noch auf irgendeine Weise einleben müssen.
 
„Es kann hier noch nicht so sein, wie es nach zwölf Jahren in Geseke war“, sagt Gerald Haringhaus. Der 47-Jährige ist seit Sommer 2011 Pfarrer und Pastoralverbundsleiter in Herford. Ungeheuer gefreut habe er sich über die Riesenstapel Weihnachtskarten, die ihn aus seiner alten Heimat erreichten. „Meine Verbundenheit hat sich mit der Verabschiedung nicht geändert.“ Aus den Kontakten seien jetzt Fernbeziehungen geworden. Was ihm fehle, sei die Feierkultur innerhalb der Gemeinde, wo einer den anderen kennt und wo man einfach „nett gekakelt“ habe. Besonders vermisst Pfarrer Haringhaus jedoch noch etwas anderes an seiner ehemaligen Wirkstätte, der Stiftskirche: „Was mir wirklich fehlt, ist das Gnadenbild Maria Schuss.“
 
Auch Thomas Schmidt hat sich gut eingelebt, wie er sagt. Nach seinem Weggang nach Bad Westernkotten ist der neue Schwerpunkt seiner Arbeit jetzt die Kur-Seelsorge. Während in Störmede „die Laufkundschaft fehlte“, ist im Kurpark immer etwas los, berichtet Schmidt. Neu für ihn sei auch, dass er nicht verwalten müsse, sondern das tun könne, wozu er bei seiner Weihe berufen wurde, sagt er. „Menschen brauchen uns als Priester und nicht als Verwalter.“
 
Trotzdem stellt der Pfarrer klar: „Es hat mir damals sehr weh getan, dass ich gehen musste.“ Aber er habe schließlich akzeptiert, dass jetzt etwas anderes komme. Der 50-Jährige erinnert sich dennoch gerne an die „weltlichen und geistlichen“ Veranstaltungen. Allein den Aufmarsch aller Schützen, wenn dem Präses ein Ständchen gebracht wurde, bleibe ihm im Gedächtnis. Der Lobetag habe ebenfalls einen besonderen Charakter gehabt. Das Passionsspiel der Kommunionkinder fehlt in seiner Aufzählung ebenfalls nicht. Den Kontakt zu Menschen in seinem ehemaligen Zuhause meidet er derzeit, sagt er. Und zwar auch, um es den neuen Geistlichen nicht so schwer zu machen.
 

Angekommen an seiner neuen Wirkungsstätte in Wewer ist auch der ehemalige Stadtpfarrer Uwe Schläger. Persönlich war er für ein Gespräch nicht erreichbar, doch versicherte sein langjähriger Wegbegleiter und St.-Petri-Mitarbeiter Ulrich Sauer, dass es ihm gut gehe. „Er ist sehr gut aufgenommen worden in seiner neuen Gemeinde. Auch dort stehen die Gläubigen voll hinter ihm“, weiß Sauer. Sein Herz hängt aber nach wie vor an Geseke. „Die Zeit kann und will er nicht vergessen. Wehmut ist schon noch da“, berichtet Sauer.

Groß ist deshalb auch Schlägers Vorfreude auf das Jubelfest der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft im Juli. Als Ehrenpräses hat er sich bereits angemeldet für die Feierlichkeiten. Und mit dem „schwarzen Bataillon“ wird er laut Sauer beim Pontifikalamt in St. Petri selbstverständlich auch am Altar stehen. - kj


"Sebastianer in eigener Sache/Verein für Heimatkunde" vom 21.03.2012

Vortrag: Sitten und Gebräuche der Sebastianer

 

Das große Schützenjubiläum der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft wirft in vielfältiger Weise seine Schatten voraus. Bevor im Juli gefeiert werden kann, werden an vielen Stellen die Vorbereitungen getroffen.

 

Zur Einstimmung auf das Fest bietet der Verein für Heimatkunde in Verbindung mit der Bruderschaft einen Vortrag an, der auf die Sitten und Gebräuche der Schützen eingehen will. Am Mittwoch, 28.03., zeigt Hans Peter Busch ab 19.30 Uhr historische und aktuelle Fotos und erläutert Festablauf und Besonderes.

 

Zum Vortrag, der im Vortragssaal der Sparkasse Geseke an der Bachstraße stattfindet, sind Interessenten herzlich willkommen.

 


"Der Patriot" vom 19.03.2012
Klares Votum für den „Fels in der Brandung“

„Im Kreisschützenbund wird eine vorbildliche Kameradschaft gelebt“, erklärte Kreisoberst Bernhard Adams gegenüber den rund 700 in der Schützenhalle Geseke versammelten Schützen und hieß sie zur Delegiertenversammlung des Kreisschützenbundes (KSB) Lippstadt willkommen.

Ein herausragender Tagesordnungspunkt war die Wahl des stellvertretenden Kreisoberst. Als „Fels in der Brandung“ bezeichnete Bernhard Adams seinen Vize Willi Hoppe, der dann für drei weitere Jahre von der Delegiertenversammlung in seinem Amt bestätigt wurde. Für ein Jahr als Beiratsmitglied gewählt wurde Stefan Steimann, neue Kassenprüfer dürfen sich Bernd Osterhoff, Franz-Josef Frede, sowie Hans-Dieter Herbort nennen.

Das Festhalten an ideellen Werten und großes, mitmenschliches Engagement, so der Kreisoberst weiter, seien Garanten für den Fortbestand der Schützengemeinschaften in unserer modernen Zeit. An die Politik wandte sich Bernhard Adams mit der Bitte, Gesetze zur Absicherung der Schützenfeste so zu gestalten, dass sie den Fortbestand dieser Feiern nicht gefährdeten.

Den Wunsch des Kreisoberst nach tragbaren Sicherheitskonzepten für Schützenfeste unterstützte auch Bürgermeister Franz Holtgrewe und machte deutlich, dass man in Geseke mit Begeisterung Hochfeste feiere. Als große Schützenfamilie definierte auch der Oberst der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft, Dr. Friedrich Bergmann, die Hellwegstadt und unterstrich, dass die 600-jährige Tradition der St. Sebastianer die Menschen in der Stadt zusammenführe.

Das Festhalten an Grundwerten, so Bergmann weiter, gehe in der St. Sebastianus-Schützenbruderschaft Hand in Hand mit Toleranz und Aufgeschlossenheit gegenüber Neuem. Auch der Kreisschützenbund trage diese Idee des Schützenwesens mit und suche statt der Konfrontation stets den Dialog mit Andersdenkenden. Den Grußworten der Ehrengäste ließ Kreisgeschäftsführer Franz Westermann den Jahres- und Geschäftsbericht folgen und rief seinen Zuhörern das Schützenjahr 2011 in Erinnerung.

Zum Abschluss gab der Kreisoberst den Terminkalender 2012 bekannt und wies besonders auf die Bundesversammlung am 21. April in Belecke hin. - mpr

 

Auf ein spannendes Schützenjahr mit vielen neuen Herausforderungen freut sich der Vorstand

des Kreisschützenbundes Lippstadt (v.l.): Matthias Lehnen (Beisitzer),

Kreisoberst Bernhard Adams, Willi Hoppe (stellvertretender Kreisoberst),

Franz Westermann (Kreisgeschäftsführer) und Josef Freund (Beisitzer). - Foto: Pape-Rüther


"Der Patriot" vom 15.03.2012
„Ein König hat eine Königin zu nehmen“

Die Wellen schlagen hoch im Schützenwesen. Seitdem die Delegierten im Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften homosexuellen Königspaaren in Leverkusen im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung die Tür zugeschlagen haben, gibt es auch bei den Sebastianern in Geseke kaum ein anderes Thema. Während der Verein in Netzwerken wie Facebook Prügel bezog, konnte sich Dr. Friedel Bergmann als Oberst einer der größten Bruderschaften im Bund in den vergangenen Tagen kaum noch vor Anfragen lokaler und regionaler Medien retten.

Eigentlich wollte sich der erste Brudermeister nicht zur aktuellen Diskussion äußern. Auf Anfrage unserer Zeitung bezog er dann aber doch Stellung. Als „unglücklich“ bezeichnete er die Vorgehensweise des Bundes. „Das war mit der Brechstange herbeigeführt. Ich hätte gar nicht erst so groß über das Thema abstimmen lassen. Dann wäre die Debatte auch nicht so hochgekocht. Man hätte besser auf Anträge von unten warten können“, sagte Bergmann. Zudem vermisst er im Nachgang zu der öffentlichen Versammlung eine klare Aussage des Bundespräses. „Jetzt stehst du als Oberst eines Vereines und Katholik fürchterlich im Regen. Da hätte mehr Rückendeckung kommen müssen“, findet der Sebastianer.

Nichtsdestotrotz steht Bergmann zu der Entscheidung des Bundes. „Wir sitzen mit im Boot und tragen das mit“, betonte er und verwies zugleich auf das kanonische Recht. „Wir sind katholische Vereine mit bestimmten Grundsätzen. Eine Ehe unter Gleichgeschlechtlichen ist nun mal nicht möglich. Der Beschluss musste so kommen“, erklärte Bergmann. Auch die Satzung der St.-Sebastianus-Bruderschaft schließt ein homosexuelles Majestätenpaar aus. „Der König hat eine Königin zu nehmen“, heißt es dort wörtlich. „Diese Regel ist schon von meinen Vorgängern nach dem Krieg eingeführt worden. Ein gleichgeschlechtliches Paar passt einfach nicht zu unserer Tradition“, sagte Bergmann. Als intolerant möchte er dennoch nicht gelten. „Jeder weiß zwar, dass ich erzkatholisch bin, aber ich habe Schwule im Bekannten- und Kollegenkreis, deren Ansichten ich respektiere. In der aktuellen Sache bin ich aber vielleicht etwas verbohrt“, gab er zu.

Und sollte es in der Bruderschaft trotz der jüngsten Entscheidung doch mal zu einem Königsschuss eines homosexuellen Schützenbruders kommen, würde sich Bergmann in jedem Fall um eine einvernehmliche Lösung bemühen. „Es dürfte gar nicht erst zur Eskalation kommen. Wir würden auf unsere Satzung hinweisen und bestimmt einen Weg finden, der einen friedlichen Festverlauf garantiert. Vielleicht würde ich dem König im eigenen Interesse raten, seine Nichte oder Schwester zu Königin zu nehmen“, so Bergmann abschließend. - df
 

Scharf geschossen: Der Verein rät zur Schwester, doch der König will eigentlich den

Geliebten an seiner Seite. So stellt sich unser Karikaturist Gerd Korge die Situation unter der

Vogelstange vor, sollte es mal ein homosexueller Schütze wagen, bei der Geseker

St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft den Thron zu besteigen.


"erzbistum-muenchen.de" 13.03.2012
Kardinal Marx zurück im Palais Holnstein

Nach vier Jahren in Schwabing kehrt der Erzbischof von München und Freising in dieser Woche in das traditionelle Quartier im Palais Holnstein in der Kardinal-Faulhaber-Straße im Stadtzentrum zurück. Das vom Münchner Hofbaumeister François de Cuvilliés in den Jahren 1733 bis 1737 im Auftrag des Kurfürsten Karl Albrecht erbaute Rokoko-Adelspalais war seit Oktober 2008 vom Staatlichen Bauamt München 1 saniert worden. Kardinal Reinhard Marx hatte seinen Wohn- und Dienstsitz seit seinem Amtsantritt als Erzbischof am 2. Februar 2008 in Schloss Suresnes in Alt-Schwabing.

Das Palais Holnstein ist ein Dienstgebäude mit Büros für den Kardinal und seine Mitarbeiter und beherbergt auch ein Archiv. Marx bezieht eine Wohnung mit drei Zimmern, Küche und Bad im rückwärtigen Teil des Hauses, wo auch seine Vorgänger gewohnt haben. Außerdem sind in dem Haus der Sekretär des Erzbischofs sowie die beiden Schwestern untergebracht, die den Haushalt führen. Die historischen Räume werden für öffentliche Zwecke und Gespräche genutzt. Kardinal Marx hat versichert, er wünsche sich ein offenes Haus, das Begegnungen mit vielen Menschen ermögliche.

Die Generalinstandsetzung des denkmalgeschützten Palais war laut Staatlichem Bauamt erforderlich, weil sich umfangreiche Bauschäden zeigten und die letzten Sanierungsarbeiten vor mehr als 35 Jahren durchgeführt worden waren. Der Freistaat Bayern als Eigentümer des Cuvilliés-Baus stellt 6,54 Millionen Euro der anfallenden Kosten für die Sanierung in Höhe von 8,1 Millionen Euro zur Verfügung. Die Kirche beteiligt sich daran mit 1,56 Millionen Euro und übernimmt damit neben Kosten für Nutzerwünsche auch Kosten für denkmalpflegerische Maßnahmen. Die Kosten der für den Betrieb erforderlichen technischen Einbauten in Höhe von 631.000 Euro gehen in voller Höhe zu Lasten des Nutzers.

Das Palais Holnstein zählt zu den bedeutendsten noch erhaltenen Adelspalais aus der Barockzeit und besitzt einen außergewöhnlichen stadtgeschichtlichen und kunsthistorischen Rang. Mit seiner weitgehend noch erhaltenen Ausstattung gilt es als Münchens schönstes Rokoko-Palais. Neben Cuvilliés wirkten der Maler und Stuckateur Johann Baptist Zimmermann, der Bildhauer Johann Baptist Straub sowie Johann Joachim von Dietrich mit. Kurfürst Albrecht ließ das Gebäude für seinen illegitimen Sohn Franz Ludwig Graf von Holnstein errichten.

Das Baudenkmal ist seit 1821 Wohn- und Amtssitz des Erzbischofs von München und Freising. König Max Joseph I. verpflichtete sich im Jahr 1817 mit Unterzeichnung des Konkordats zwischen Bayern und dem Heiligen Stuhl, für Unterhalt und Wohnung der Erzbischöfe Sorge zu tragen. Das Konkordat von 1924 schreibt diese Rechtsgrundlage fort. Kardinal Marx ist nunmehr der 13. in der Reihe der Münchner Erzbischöfe, der im Palais Holnstein wohnt und arbeitet. Der erste Hausherr war Erzbischof Lothar Anselm Freiherr von Gebsattel (1821-1846), im 20. Jahrhundert hatten zuletzt die Kardinäle Friedrich Wetter, Joseph Ratzinger, Julius Döpfner, Joseph Wendel und Michael von Faulhaber dort residiert. (kel)
 

Palais Holnstein in der Münchner Innenstadt

(Bild: Erzbischöfliches Ordinariat München,

Montage: N. Sprenger)


"Neue Regionale" vom 11.03.2012

Kreisschützenbund

Die Schützenhalle Geseke ist in diesem Jahr Veranstaltungsort der Deligiertentagung des Kreisschützenbundes Lippstadt. Am Freitag, 16. März, treffen sich die Vereine und Bruderschaften sowie alle interessierten Schützenbrüder um 19.30 Uhr "auf der Halle". Die Schützenbrüder werden gebeten, in Uniform zu erscheinen. Auf der Tagesornung stehen, neben den üblichen Berichten u.a. die Wahl des stellvertretenden Kreisoberst sowie die Vorschau auf eine Reihe wichtiger Veranstaltungen, wie die Bundesversammlung das Kreisschützenfest oder die Romfahrt 2012.


"Der Patriot" vom 07.03.2012
Berichte aus Afghanistan

Ganz in der Tradition von Heinrich Wienken, den im letzten Jahr verstorbenen Ehrenpräses der St. Sebastianus Schützenbruderschaft Geseke, stand der diesjährige Einkehrtag der Schützen. Wienken hatte die Schützen vor 40 Jahren erstmals zusammen gerufen, um abseits von Fest und Feier andere Aspekte des Lebens und Glaubens zu thematisieren. Erstmalig gestaltete der Präses Pfarrer Rainer Stahlhacke das Programm dieses Einkehrtages.

Zahlreiche Geseker hatten den Weg in den Pfarrsaal der Stadtkirche gefunden, um anlässlich des zweiten Fastensonntages Eindrücke und Erlebnisse aufzunehmen, die Stahlhacke bei seinen vier Aufenthalten bei den Bundeswehrsoldaten in Afghanistan gesammelt hatte. „Ihr sollt wissen, was mich da geprägt hat und warum ich so ticke“, eröffnete er seinen Lichtbildervortrag.

Man erhalte einen anderen Blick auf die Welt, führte er weiter aus, wenn man Armut und Elend sehe und gleichzeitig die Kinder vor Augen habe, die immer mit einem Lachen im Gesicht vor einem stehen. Man dürfe nie vergessen, dass die Denkweise der Menschen islamisch ist, dass das Überstülpen westlicher Idealvorstellungen nie zum Ziel führen könne.

Für die eigenen Soldaten sei ein Pfarrer schon deshalb wichtig, weil er nicht in der militärischen Hierarchie stehe, nicht weisungsgebunden sei. Das schaffe ein Vertrauensverhältnis, dass die Soldaten, gerade auch diejenigen, die keiner Glaubengemeinschaft angehören, nicht missen wollten. Nachdenklichkeit prägte die Gesichter der Teilnehmer nach dem Besinnungsmorgen, als von der Traumatisierung durch die gefahrvollen Einsätze berichtet wurde.

Diesen Soldatinnen und Soldaten zu helfen, ist die Intention eines Konzertes des Heeresmusikkorps I aus Hannover, das der Geseker Pfarrverbund mit Unterstützung der Schützen am 15. Mai ausrichten wird. Der Erlös aus dem Konzert wird sowohl Geseker Hilfsprojekten wie auch traumatisierten Bundeswehrangehörigen zugute kommen. - hpb


Oberst Dr. Friedel Bergmann begrüßte Pfarrer Rainer Stahlhacke,

der den Einkehrtag gestaltete. - Foto: Busch


"Der Patriot" vom 04.03.2012
Was gab’s Neues?

Zum Klönabend begrüßte Oberst Alfons Schweins die Vorstände der Schützenvereine aus dem Stadtgebiet dieses Mal in Mönninghausen. Sein besonderer Gruß galt den anwesenden Königen und als Leiter des Pastoralverbundes Geseke Pfarrer Rainer Stahlhacke. Die Vorsitzenden der Vereine berichteten über das Vereinsjahr 2011 und gaben einen Ausblick auf die Termine 2012. Zudem gingen sie auf besondere Ereignisse ein und erklärten eventuelle Neuerungen.

Aus Ehringhausen berichteten Oberst Egbert Beine, aus Ermsinghausen Oberst Bernhard Vollmer, Oberst Eberhard Nagelmeier für die Bürgerschützen Geseke und aus Langeneicke Oberst Franz Westermann, der als Kreisgeschäftsführer auch aus dem Kreisschützenbund Lippstadt berichtete. Heinz-Georg Dröge, 2. Brudermeister der St. Sebastianus Schützenbruderschaft erläuterte den Stand der Vorbereitungen zum 600-jährigen Jubiläum, das vom 6. bis 8. Juli gefeiert wird. Vorab richten die Sebastianer noch die Kreisdelegierten-Versammlung des Kreisschützenbunds Lippstadt am Freitag, 16. März, in Geseke aus.

Oberst Peter Stephan stellte das Programm und den Veranstaltungsflyer zum 27. Kreisschützenfest vom 14. bis 17. September in Störmede vor. Pfarrer Rainer Stahlhacke lud alle Schützenbrüder ein, die Schützenmessen im Rahmen der Hochfeste aktiv mit zu gestalten.

Zur Sprache kamen beim Gedankenaustausch auch noch die Erhöhung der Bierpreise sowie die Teilnahme an der Bundesversammlung des Sauerländer Schützenbundes in Belecke. Die zentrale Feier zum Volkstrauertag wird vom Schützenverein Mönninghausen-Bönninghausen ausgerichtet. Mit einem kleinen Imbiss klang die Zusammenkunft aus.

 

Beim Klönabend (dieses Mal in Mönninghausen) sprachen sich die Vorstände

der Schützen aus dem Geseker Stadtgebiet ab.


"Der Patriot" vom 01.03.2012
Zylinder-Check

Jedes Jahr das gleiche Spiel. Kaum zieht sich der Winter zurück, steht die Schützenfest-Saison vor der Tür. Rechtzeitig steht Rainer Feldmann, Gesekes „Zylinder-Experte“ deshalb auch in diesem Jahr wieder in den Startlöchern, um den Schützen eine böse Überraschung zu ersparen. Nicht erst am Morgen vor dem Fest, sondern schon jetzt, so der Rat des St.-Sebastianer-Ehrenhauptmanns, sollten die Schützen auf den Speicher oder in den Keller gehen, um ihre Fest-Garderobe zu kontrollieren. Und sollte am geliebten „Chapeau Claque“ doch tatsächlich der Zahn der Zeit nagen, dann ist Feldmann der richtige Ansprechpartner. Bis zum 15. April sammelt er alle in die Jahre gekommenen Kopfbedeckungen der Zylinder tragenden Schützen in der Kernstadt und in den Ortsteilen ein. Als geballte Ladung geht die Geseker Hut-Sammlung dann auf die Reise in Deutschlands einzige noch verbliebene Reparatur-Fachwerkstatt. Pünktlich zum Auftakt der Saison sind dann alle Schützen im Stadtgebiet wieder gut bedeckt - zumal Feldmann neben dem Reparatur-Angebot auch in diesem Jahr wieder eine kleine „Zylinder-Börse“ auf die Beine stellt. - df


"Der Patriot" vom 11.02.2012

Der Mann der vier Telefone 


In Schützenkreisen wird er nur als der Mann der vier Telefone bezeichnet. Und doch könnte es sein, dass Heinz-Josef Dieregsweiler, Geschäftsführer der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft, am heutigen Samstag auf keiner Leitung zu erreichen ist. Seinen 60. Geburtstag feiert er schließlich in aller Ruhe, ganz abgeschieden, auf einem Schiff irgendwo in Südamerika.

Viele Grüße und gute Wünsche zum Ehrentag wollen die Sebastianer ihrem Mann für alle Fälle natürlich dennoch zukommen lassen. Und so sollen nach Auskunft des Schützenobersten Dr. Friedel Bergmann schon sämtliche Botschaften per Fax auf dem Weg ans andere Ende der Welt sein. Dankbar sind die Schützenbrüder ihrem Geschäftsführer für die Verdienste um den Verein. „Viele Dinge in der Bruderschaft wären mit Sicherheit nicht ohne sein Organisationstalent entstanden“, sagt Friedel Bergmann. Dabei denkt der Oberst etwa an die Fahrten des Vereins zu Reinhard Kardinal Marx nach Trier, München und Rom sowie an viele weitere Aktivitäten und Ausflüge.
 

Mitglied der Bruderschaft ist Dieregsweiler seit 1970. Zunächst war der ausgebildete Müllermeister, der heute als selbstständiger Schädlingsbekämpfer arbeitet, Fähnrich in der Nordhofe, dann über neun Jahre Bataillonsadjutant und anschließend Leutnant der Nordhofe.

Seit zehn Jahren ist der Jubilar, der viele Jahre als Ratsmitglied und Vorsitzender der FDP auch politisch in der Stadt aktiv war, mittlerweile Geschäftsführer, schon seit 30 Jahren arbeitet der begeisterte BVB-Fan im Vorstand. Für die herausragende Arbeit im Verein wurde ihm bereits das Sankt-Sebastianus-Ehrenkreuz des Bundes der Historischen deutschen Schützenbruderschaften verliehen.

Froh sein dürften seine Mitstreiter im Vorstand, dass der wohlverdiente Urlaub bald ein Ende hat, warten doch mit dem 600-jährigen Jubiläum 2012 und dem Bundesfest 2013 schon die nächsten großen Herausforderungen auf das Organisationstalent der Bruderschaft. - df 


"DTS-Meldung" vom 01.02.2012
Münchner Kardinal Marx geht manchmal gerne tanzen

Der Münchner Kardinal Reinhard Marx hat eingestanden, dass er bisweilen gerne tanzt.

München (dts Nachrichtenagentur) - "Ich mache auch mal mit der Schützenkönigin einen Traditionstanz", erzählte der katholische Kirchenmann im Gespräch mit der Wochenzeitung "Die Zeit". Es sei zwar die Ausnahme, "dass ich zu Hause im Kreis der Schützenbruderschaft tanze, wenn wir miteinander feiern", sagte der Kardinal, der aus dem westfälischen Geseke stammt, "aber ich liebe unsere alten Geseker Traditionstänze sehr." Um scheele Blicke schere er sich dabei wenig.

"Ganz ehrlich: Darauf achte ich nicht so", sagte der 58-Jährige. "Die Kirche darf nicht zu einer Sonderwelt jenseits der Menschen werden", so der Erzbischof von München und Freising. "Das hat Jesus nicht gewollt."


"Der Patriot" vom 28.01.2012

Randnotizen1

 

Richtig aufdrehen wollen dagegen die Sebastianer in diesem Jahr, wenn sie ihr 600-jähriges Bestehen feiern. Zuvor sind aber noch einige Handschläge zu tun, auch für die Dokumentation. So war im Vorfeld der Generalversammlung ein Fototermin angesetzt, um den Vorstand samt Ehrenchargen für die Nachwelt im Bild festzuhalten. Über hundert Männer stellten sich in verschiedenen Formationen – Hofenvorstände, Fahne, Ehrenriege, aktiver Stab und schließlich auch alle zusammen – der Linse. Da darf man mit einem nicht unerheblichen Zeitaufwand rechnen. Denn, bei allem Respekt, über hundert Männer sind auch nicht viel besser als ein Sack Flöhe. Von wegen! Die Jubel-Sebastianer fühlten sich bei der Ehre gepackt. „In 60 Minuten waren wir fertig“, erzählt Hans Peter Busch stolz. „Familie Prion war sprachlos!“ Ja, wir sind es in der Tat auch.


"Der Patriot" vom 24.01.2012

Schützen befürchten eine „Zerrissenheit der Feste“

Kritik an Plänen für Rauchverbot in Zelten und bei Brauchtumsveranstaltungen

KREIS SOEST - Bis vor etwa acht Wochen gehörte Bernhard Adams zur „Gelegenheit-macht-Raucher“-Fraktion. Wenn die Runde gesellig war und das Bier im Glas so richtig zischte, „habe ich gerne mal geschmoikt“, gibt der Oberst des Kreisschützenbundes (KSB) Lippstadt zu. Dem blauen Dunst sagte er zwar schon vor Neujahr ade. Doch lässt es Adams nicht kalt, was als Folge eines verschärften Nichtraucherschutzes auf die Schützenvereine zuzukommen droht. Ausnahmeregelungen fürs Rauchen in Festzelten oder bei Brauchtumsveranstaltungen soll es nicht mehr geben. „Das wäre eine Katastrophe“, prophezeit der Oberst.

Noch herrscht, was die mögliche Gesetzesverschärfung in NRW betrifft, in den Vereinen des Altkreises Lippstadt weitgehend Ruhe. Der Vorstand des Sauerländer Schützenbundes (SSB) wird sich laut Adams bei einer Sitzung Anfang Februar näher mit der Causa befassen.

Bereits Mitte vergangener Woche hatte der SSB-Vorstand jedoch eine geharnischte Stellungnahme zur Gesetzesverschärfung an das NRW-Gesundheitsministerium geschickt. Die Pläne von Ministerin Barbara Steffens (Grüne), Ausnahmen zugunsten der Raucher in Festzelten zu kassieren, führten „bei allen Schützenvereinigungen im ganzen Land zu einem Sturm der Entrüstung und Ablehnung“. Schon jetzt seien die Vereine etwa durch GEMA-Gebühren und diverse Auflagen „auf das Extremste in ihrer Existenz bedroht“, heißt es in dem Brief. Das generelle Rauchverbot in Festzelten und bei Brauchtumsveranstaltungen sei „nicht zielführend“. Pulverdampf unter der Vogelstange und Rauchwölkchen aus Zigarette oder Pfeife: Für Schützen geht das gut zusammen.

„Offenbar will die Politik das Ehrenamt beschädigen“, fährt Adams schweres Geschütz gegen die Verantwortlichen in der Landeshauptstadt auf. „Bei einem Rauchverbot in Schützenzelten werden Feste auseinandergerissen“, warnt Adams. Noch mehr gelte das für Versammlungen. Bei diesen drohe künftig ein permanentes Kommen und Gehen, wenn Raucher ihrer Passion vor der Halle frönen müssten.

In Zelten sei die Belastung durch den blauen Dunst ohnehin nicht so massiv wie etwa in einer Wirtschaft, wo sogar Nikotin-Freunde die Speisen lieber in rauchfreier Umgebung genössen. „Die Zelte sind groß, oft werden die seitlichen Planen aufgerollt, so dass die Luft zirkulieren kann“, erläutert der Kreisoberst. Freilich räumt er ein, dass an heißen Sommertagen selbst in einem noch so geräumigen Zelt die Mixtur aus stickig-warmer und rauchgeschwängerter Luft alles andere als eine Labsal ist.

Wie soll ein mögliches Rauchverbot in Zelten und Hallen überhaupt umgesetzt und vor allem: wie soll es kontrolliert werden? Fragen dieser Art sind nach Adams’ Einschätzung bisher völlig ungeklärt. Ob die KSB-Delegiertenversamlung im März über das Thema diskutieren wird, ist auch noch offen. Der Kreisoberst will sich gar nicht ausmalen, wie das Treffen abliefe, würde er zu Beginn der Tagesordnung ein allgemeines Rauchverbot verkünden. Man könnte sich aber vorstellen, dass er Probleme hätte, die Tagesordnung abzuwickeln. Immerhin hielte sich ein vermutlich erklecklicher Teil der Delegierten zwecks Glimmstängel-Genusses in wechselnden Formationen unter freiem Himmel auf. Und vernünftige Gespräche, so vermutet Adams, kämen dann „auch außerhalb der Tagesordnung nicht zustande“.

Dass sich Nichtraucher bei Festen oder Versammlungen schon einmal über den Qualm beschwert hätten, sei ihm nicht zu Ohren gekommen, beteuert Adams. Doch weiß er nur allzu gut, dass sich das natürlich auch einmal ändern kann. - fe


"Der Patriot" vom 24.01.2012
Neue Würdenträger in Schützenreihen

Ein 600-jähriges Jubiläum und ein Bundesschützenfest im Folgejahr: Das alles lässt sich nicht mit links bewerkstelligen. Schützenoberst Dr. Friedel Bergmann betonte deshalb im Lauf der Generalversammlung der St. Sebasti-anus-Schützenbruderschaft immer wieder die Wichtigkeit des Teamgeistes, der in Vorstand und gesamter Bruderschaft zu spüren sei. Er war deshalb besonders glücklich, einige Männer dieses Teams für ihren Einsatz besonders hervorzuheben.

Bergmann überreichte den hohen Bruderschaftsorden der Sebastianer in Bronze, die der Verein höchstens an 20 Schützenbrüder vergeben kann. Neue Träger dieser vereinseigenen Auszeichnung sind Andreas Heilkenbrinker, Reinold Farwer, Gerhard Haselhorst und Wolfgang Auge.

Den Hohen Bruderschaftsorden des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften erhielten Reiner Lange, Adolf Leising und Josef Mersmann, das Silberne Verdienstkreuz  ging an Norbert Sprenger und Franzel Kaiser.

Außerdem wurden zwei Vorstandsmitglieder befördert: Dr. Martin Hirt wurde nach neunjähriger Tätigkeit als Bataillonsarzt Hauptmann und Thorsten Döring nach zehn Jahren als Mutter der 2. Kompanie (Westhofe) Hauptfeldwebel.

Bergmann fand zu jedem Geehrten die passenden Worte, um deren langjährigen Einsatz für die Bruderschaft vorzustellen. Nicht ohne Eigennutz hingegen war die Ehrung des Königs Matthias Buckler. Dieser hatte vor seinem Königsschuss das Fass abgeschossen. Zum Dank für die Überreichung des Fassordens durfte er der Versammlung ein Fass Bier stiften. - hpb
 

Oberst Dr. Friedel Bergmann (r.) mit den Geehrten Reiner Lange, Dr. Martin Hirt,

Norbert Sprenger, Josef Mersmann, Adolf Leising (v.v.l.), Matthias Buckler,

Franzel Kayser, Thorsten Döring, Reinhold Farwer, Wolfgang Auge,

Andreas Heilkenbrinker und Gerhard Haselhorst (h.v.l.). - Foto: Busch


"Der Patriot" vom 23.01.2012

„Glaube ist wie ein Tattoo“

Die Schützen der St. Sebastiuanus Schützenbruderschaft haben ihr Versprechen erneuert. Die Mitglieder des Traditionsvereins begrüßten außerdem ihren neuen Präses, Pfarrer Rainer Stahlhacke, in ihren Reihen.

In der festlich geschmückten Stadtkirche trat das Offizierskorps an den Altar. Es erneuerte das seit 1613 urkundlich nachgewiesene Versprechen, sich füreinander und für die Stadt Geseke einzusetzen, sich gegenseitig zu unterstützen und den andern nicht allein zu lassen.

„Seine Schützen im Blick haben“ wollte Pfarrer Rainer Stahlhacke, als er zur Predigt die Kanzel der Stadtkirche bestieg. Ist es doch Kennzeichen der Versprechenserneuerung der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft, dass sowohl das Kirchenschiff der Stadtkirche wie auch der Chorraum gut besetzt sind und eine direkte Ansprache aller Gottesdienstteilnehmer nur von der erhöhten, seitlich versetzten Stelle aus möglich ist.

Vor der Messe hatte Brudermeister Dr. Friedel Bergmann das Wort ergriffen und auf den Leitspruch von Glaube, Sitte und Heimat verwiesen. Dem Präses der Bruderschaft kommt dabei als Wahrer eines Teils dieser Leitlinien eine besondere Bedeutung zu. Bergmann freute sich besonders, dass Stahlhacke trotz der vielfältigen Aufgaben als Leiter eines großen Pastoralverbundes diese Funktion übernommen hat. Von der Kanzel aus fand der neue Präses einprägsame Worte. Er verglich den Glauben mit einem Tattoo, ein Zeichen von Grundüberzeugungen, das man nicht einfach verschwinden lassen kann. Er wünschte sich, dass die 600-jährige Tradition der Schützen, die immer mit der tiefen Glaubensüberzeugung verbunden war, auch in Zukunft von diesen Überzeugungen getragen wird. Als ermutigendes Zeichen sah er es an, dass ein Schütze vor dem Gottesdienst wieder in die Reihen der Gläubigen aufgenommen werden konnte.

Rainer Stahlhacke wurde nach dem Gottesdienst durch ein von allen Vorstandsmitgliedern gebildetes Spalier geehrt, bevor es dann im Saal des Feldschlösschens mit der Generalversammlung weiter ging. Hier stand zunächst erneut der Präses im Mittelpunkt, denn die Hauptleute der drei Hofen überreichten ihm den Schützenpetzel als Zeichen dafür, dass der Präses zu den Schützen gehört.

Die Regularien bezogen sich ganz auf das beginnende 600-jährige Jubiläumsjahr. Arbeiten und Ausgaben für die vereinseigene Halle und zur Vorbereitung der bevorstehenden Feste wurden ebenso thematisiert wie die Rekordzahl der Schützen in der Bruderschaft, die derzeit bei 2200 liegt. - hpb
 


Ganz in den Schützenfarben war die Stadtkirche gehalten, als König Matthias Buckler

mit dem ersten Brudermeister Dr. Bergmann das Versprechen gegenseitiger Treue

der Bruderschaft mit dem Offizierkorps stellvertretend für alle Schützen erneuerte. - Fotos: Busch
 


Ohne die grüne Samtmütze geht nichts: Pfarrer Rainer Stahlhacke (2.v.r.) erhielt den Schützenpetzel

aus der Hand der drei Hauptleute Karl Gärtner (v.l.), Karl-Heinz Spies

und Reiner Lange (r.). Oberst Bergmann (l.) hatte zuvor die Präsidesnadel angeheftet.