Montag, 22. April 2013 Der Patriot

„Alles hat seine Zeit“

Neun Jahre dauert es noch, dann steht den Geseker Katholiken ein besonderes Event bevor. 400 Jahre Lobetag feiern sie 2022 am dritten Sonntag nach Ostern. Die Erinnerung daran, dass es den Gesekern im Jahr 1622 als einziger Stadt in Westfalen gelungen ist, den „tollen“ Christian von Braunschweig abzuwehren, findet so womöglich einen besonderen festlichen Rahmen. Pfarrer Rainer Stahlhacke blickte gestern schon einmal in seiner Lobetagpredigt am Lüdischen Tor auf dieses besondere Ereignis voraus. Im Mittelpunkt seiner Ausführungen stellte er jedoch das Bibelzitat „Alles hat seine Zeit“. Er verwies darauf, dass „wir die Zeit nicht in unseren Händen halten. Unser Leben besteht aus einer großen Unverfügbarkeit“, ließ der Geistliche wissen. Keiner wisse, was geschehen wird und wie es geschehen wird. Deshalb gelte der Leitspruch: „Was du zu tun hast, das musst du heute im Hier und Jetzt tun“. Daran hielten sich auch die Mitglieder des Rats, die Fahnenabordnungen der Vereine und St.-Sebastianus-Schützenbrüder, die Kommunionkinder, die Musiker der Stadtkapelle sowie zahlreiche Gläubige, indem sie über die Stadtwälle zogen und ihre Dankbarkeit dafür ausdrückten, dass das belagerte Geseke vor 391 Jahren dem „tollen“ Christian standhalten konnte. Eine Neuerung erwartete die Prozessionsteilnehmer am Steinernen Tor. Hier begleiteten erstmals Böllerschüsse den Segen. Von dort es ging es weiter zum Lüdischen Tor und zum Viehtor, bevor die Prozession in der Stiftskirche endete.




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