Montag, 24. Juni 2013 Der Patriot

Altar ist „schwerer Brocken“

Drei Männer und ein Stein: Geschäftsführer Heinz-Josef Dieregsweiler, Hauptmann Karl Gärtner und Oberst Friedrich Bergmann präsentieren den etwa zwei bis drei Tonnen schweren Altar. Er wird mit einem Gabelstapler ins Stadion gebracht. - Foto: Dietz

Reinhard Kardinal Marx ist ein echtes Geseker Urgestein - und ein leidenschaftlicher Sebastianer gleich dazu. Ehrensache, dass er beim Bundesschützenfest (13. bis 15. September) auch das Pontifikalamt zelebriert. Um noch einmal zum Urgestein zurückzukommen: Der Altar im Stadion Kreuzbreite wird am Sonntag, 15. September, ein ganz besonderer sein. Er besteht aus einem etwa zwei bis drei Tonnen schweren Block aus Geseker Kalkstein.

Der Gabentisch kommt frisch aus dem Steinbruch. Die Dyckerhoff AG hat ihn dort aus dem Felsen gesprengt. „Wir haben eine Herausforderung gesucht. Einen Altar aus Stroh sieht man schließlich überall“, erklärt Karl Gärtner. „Zur Gestaltung nehmen wir Geseker Elemente und fügen sie zusammen“, so der Hauptmann der Nordhofe.

Zu diesen Elementen zählt auch ein zwei Meter hohes und 500 Kilo schweres Eisenkreuz, das die Schonlau-Werke gießen. Für den künstlerischen Feinschliff ist der Geseker Glaser Alexander Arens verantwortlich. „Er arbeitet rote und gelbe Glaselemente in das Kreuz ein“, sagt Gärtner. Für die Geistlichen - Marx wird bei der Messe vom Ehrenbundespräses Heiner Koch unterstützt - gibt es passende Sitzgelegenheiten. Zum einen sind das Bänke aus Stein. „Zum anderen hat der Heimatverein einen besonderen Stuhl für den Kardinal zugesagt“, berichtet der Hauptmann.

Wie das Pontifikalamt ist auch das gesamte Bundesfest bereits durchorganisiert. „Die Arbeit in den verschiedenen AGs läuft auf Hochtouren“, erzählt Oberst Friedrich Bergmann. „Jetzt geht es an den Feinschliff.“ „Das Sicherheitskonzept ist fertig, jetzt warten wir nur noch auf die Genehmigung“, fügt Geschäftsführer Heinz-Josef Dieregsweiler hinzu. Zwei Wochen vor dem Großereignis muss das Organisationsteam dann noch einmal kräftig in die Hände spucken. Dann steht unter anderem die Verlegung der Versorgungsleitungen für Strom und Wasser an.

Wenn am Festsonntag bis zu 12 000 Schützen und 62 Musikkapellen durch Geseke marschieren, wird es rummelig. 200 Helfer sind dann im Einsatz, berichtet Bergmann. „Sie koordinieren die Verkehrsführung und sorgen dafür, dass die Schützen ihre Plätze finden“, so der Oberst. „Das ist ein ständiges Kommen und Gehen“, fügt Dieregsweiler hinzu. „Einige Vereine fahren nach dem Umzug nämlich sofort wieder in die Heimat.“

Auf was sich die Vorstandsmitglieder am meisten freuen? „Wenn im Nachhinein alles gut gelaufen ist“, sagt Geschäftsführer Heinz-Josef Dieregsweiler. „Dann trinke ich auch mein erstes Bier“, pflichtet ihm Oberst Friedrich Bergmann bei. - diet




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