Mittwoch, 26. Juni 2013 geseke-news.de

Sebastianer Jungschützen aktiv: Pin für den guten Zweck

Im Zeichen der guten Sache unterwegs: Lukas Berger (li.) und Leon Knies (re.). Foto: Laame

Sie stehen in den Startlöchern. Noch 8 Mal schlafen und dann feiert die St. Sebastianus Schützenbruderschaft Geseke e.V. ihr diesjähriges Hochfest. Die Vorbereitungen laufen derzeit auf Hochtouren. Die Schuhe stehen zum Putzen bereit. Die Fräcke sind gereinigt. Häuser werden gestrichen. Eine ganze Stadt steht Kopf.

Auch bei den Jungschützen ist die Vorfreude groß. So freuen sich Leon Knies und Lukas Berger erstmals am kommenden Samstag in Frack mitmarschieren zu dürfen. Beide sind 2013 in der Bruderschaft eingetreten und wollen pünktlich um 6:30 Uhr in der Osthofe antreten.

Quasi zu ihrem Einstand haben sich die beiden Schüler vom heimischen Gymnasium und der Realschule etwas ganz Besonderes ausgedacht, Eine Aktion, die auch noch einem guten Zweck zugute kommt. Sie haben einen neuen Ansteckpin mit Logo der Sebastianus Schützenbruderschaft entworfen. „Zunächst sollte dieser Pin nur für eine Hand voll Leute sein“, berichtet Lukas Berger.

„Der Pin ist wie ein Kompass gestaltet und verbindet somit die Nord-, Ost- und Westhofe“, erklärt Leon Knies.

Schnell fand die Idee größeren Zuspruch – auch beim Stab der St. Sebastianus Schützenbruderschaft – und so suchten sie nach einem sozialen Verwendungszweck und sind durch verschiedene Medienberichte auf eine Initiative des freien Bildjournalisten Dieter Tuschen gestoßen.

Seit vielen Jahren macht sich der Geseker auf dem Weg zu Menschen, die in Armut leben. Egal ob Afrika, Peru oder Rumänien. Dieter Tuschen ist in der ganzen Welt unterwegs und ruft immer wieder zu Spendenaktionen auf, ganz treu dem Motto: „Scheue dich nicht, genau hinzusehen, auch wenn es unangenehm ist. Jede Herausforderung hat ihren Reiz.“

Diesen Aufruf sind die beiden Geseker Jungschützen nun gefolgt. Mit dem Erlös der Pins (4,00 Euro pro Stück) soll ein Kongo-Projekt des Geseker Fotografen finanziell unterstützt werden. Deshalb wollen sie auf dem hochfest nicht nur feiern sondern ihre Pins unters Volk bringen.

Hilferuf aus dem Kongo
So bekam Tuschen vor einiger Zeit ein Anruf aus dem Kongo. Irene Freimark-Zeuch lebt in Kilueka, einem kleinen Dorf im Westen des afrikanischen Staates. Ein großer Wunsch der Dorfbevölkerung ist es, ihre Lebensumstände zu verbessern.

Sie wollen Krankheiten, die durch schlechte Hygiene auftreten, vorbeugen. Immer wieder kommt es im Kongo zu Neuinfektionen von Malaria. Viele Kinder leiden oft an Durchfallerkrankungen, die vom verschmutzten Wasser verursacht werden. Brunnen und Latrinen werden daher dringend benötigt.

Insgesamt haben sich 22 Frauen aus zehn Dörfern zusammengefunden um gemeinsam anzupacken. Für 450 Euro bekamen sie einen 3.000 Quadratmeter großen Garten, den sie nun bearbeiten. Pflanzen und Bäume wurden bereits gesetzt.

Einige Geseker Geschäftsleute haben das Projekt bereits mit 2.000 Euro unterstützt. Weiterhin wird dringend nach Spenden gesucht. So ist Dieter Tuschen vom Engagement von Lukas und Leon schon jetzt begeistert.

Für diejenigen, die das Hilfsprojekt im Kongo finanziell unterstützen möchten, ist ein Spendenkonto bei der Stadtsparkasse Schmallenberg eingerichtet. Zahlungsempfänger ist das „neue Bildpost“-Hilfswerk in Lippstadt. Die Kontonummer lautet 50 00 30 03, die Bankleitzahl 46 05 28 55. (bl)




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