Freitag, 08. März 2013 Der Patriot

Schützen wollen in Ruhe feiern

Die neue Schießstandrichtlinie aus dem Bundesinnenministerium stand jetzt im Mittelpunkt eines Gespräches zwischen dem heimischen FDP-Landtagsabgeordneten Christof Rasche und der innenpolitischen Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Gisela Piltz. Rasche, selbst aktiver Schützenbruder in Erwitte, sprach von einer „völlig überzogenen Richtlinie und berechtigter Kritik der Schützenvorstände am Vorstoß von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich“.

Diese Richtlinie sei nicht mit der FDP-Bundestagsfraktion abgesprochen worden, so Piltz. Beide Abgeordneten waren sich einig, dass die Schützenvereine schnellstens Klarheit brauchten, da die Vorbereitungen für die Feste bereits auf Hochtouren liefen.

Die Forderung der beiden FDP-Parlamentarier lautet jetzt u. a., dass die Vorschriften zu Vogelgröße, Material und Stärke für 2013 ausgesetzt und für 2014 völlig neu verhandelt werden müssten. Um dieses Ziel zu erreichen, wird Gisela Piltz die anstehenden Gespräche zwischen Ministerium und Schützenverbänden in diesem Sinne aktiv begleiten und Christof Rasche anschließend berichten.

Pragmatische Lösungsvorschläge von allen Beteiligten erwartet der verkehrspolitische Sprecher der Liberalen im Landtag auch bei Fragen der Verkehrssicherung. Am 19. März wird der Kreis Soest im Rahmen einer Informationsveranstaltung dazu Stellung beziehen.

„Aus meiner Sicht ist hierbei natürlicher Menschenverstand für eine praxistaugliche Lösung gefragt. Bei grundsätzlichen Regelungen sollte man sich nicht von Extremsituationen leiten lassen. Vielmehr sollte der Kreis Soest pragmatische und unbürokratische Regelungen anderer Kreise übernehmen. In der Vergangenheit hat sich dabei die Eigenregie der Schützen bewährt. So sollte es auch weiterhin bleiben,“ meint Rasche.

Schließlich hielt der Abgeordnete noch fest: „Die Schützengemeinschaft will doch nur in Ruhe feiern. Da die Schützenvorstände mit der Umsetzung des von SPD und Grünen beschlossenen Rauchverbots schon besonders gefordert und aufgrund von fehlenden Vorgaben erheblich verunsichert sind, sollten Ministerien und Behörden auf eine weitere Verschärfung von Richtlinien und Anordnungen verzichten.“




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