Montag, 26. Januar 2015 Der Patriot

Gelebter Gemeinschaftssinn

Das Königspaar Thorsten und Barbara Döring präsentierten sich als glanzvoller Mittelpunkt des schwungvollen Ballabends.

Die Versprechenserneuerung der Sebastianus-Bruderschaft durch Oberst Dr. Friedel Bergmann und König Thorsten Döring mit dem gesamten Vorstand war die feierliche Dokumentation des Willens aller Schützen, den über 600 Jahre gelebten Zusammenhalt weiter zu pflegen und anfallende Aufgaben gemeinsam zu meistern.  -  Fotos: Busch

„Miteinander — Füreinander“: Der Slogan der vergangenen Großereignisse bei der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Geseke ist keinesfalls zu den Akten gelegt, wenn man die jüngsten Veranstaltungen der Bruderschaft analysiert. Gemeinschaftssinn, Einsatz für die Schwachen und gegenseitige Treue sind Schlagworte, die auch weiterhin in der Schützenvereinigung mit Leben gefüllt werden. Die jährliche Versprechenserneuerung am Sebastianstag ist der traditionelle Anlass, sich diese Grundprinzipien zu vergegenwärtigen.

In einem feierlichen Gottesdienst in der Stadtkirche ging der Präses der Bruderschaft, Pfarrer Rainer Stahlhacke, darauf ein. Ein Aspekt war ihm dabei besonders wichtig: Die Abkapselung von der Außenwelt, die Einigelung und fehlende Sozialkontakte. Heimkino, Heimtrainer, Einkaufen im Internet, Chatten am PC statt des direkten Gesprächs.

Diese Momentaufnahmen eines immer stärker zu beobachtende Trends („My home is my castle“ — „Trautes Heim— Glück allein“) hätten dramatische Auswirkungen auf die Gesellschaft, verhindern menschliche Kontakte und führen schlussendlich zu massiver Vereinsamung. Dagegen berichte die Bibel immer wieder davon, dass Gott die Menschen auffordert, aufzubrechen, sich aus dem selbst gesponnenen Kokon zu befreien. Man brauche keine Angst vor der Welt da draußen zu haben. Denn das Leben sei Begegnung und wahre Heimat.

Der Geistliche dankte deshalb ausdrücklich den Schützen für ihren Einsatz für die Gemeinschaft, der sich bei weitem nicht auf die Veranstaltung von schönen Feiern beschränke. Als Beispiele führte er die Sorge um Bildstöcke in der Feldflur, die Hilfe beim Umzug des Altenheims Haus Maria, die Veranstaltung des Benefizkonzertes und den Hilfsfond der Sebastianer an.

Mit der Verinnerlichung dieser Aspekte des Vereinslebens traten sodann die Vorstandsmitglieder der Bruderschaft an den Altar. Es wurde bezeugt, dass Treue, gegenseitige Hilfsbereitschaft und Liebe zur Heimatstadt die Grundpfeiler des Miteinanders in der Bruderschaft sind.

Das wurde auch im Programm des anschließend stattfindenden Schützenballs deutlich: Der große Zusammenhalt, das Ziehen an einem Strang über das gewohnte Maß hinaus, das wurde vom Hofstaat mit einem szenischen Rückblick auf das vergangene Jahr mit seinen vielen Höhepunkten in Bruderschaft, Stadt und Welt verdeutlicht. Deshalb hatte man das Motto „Flash-Back“ ausgegeben, einen Rückblick, der vergangene Freude wieder erlebbar machte.

Ganz in diesem Sinne freute sich Oberst Dr. Friedel Bergmann über den Besuch der Königspaare aus Ehringhausen und des Bürgerschützenvereins mit jeweils großer Delegation als Dokumentation des Zusammenhaltes im Stadtgebiet über die Vereinsbesonderheiten hinweg. - hpb




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