Dienstag, 09. Juli 2019 Der Patriot

„Prost euch allen!“

Mehr als 40 Orden verteilte Friedel Bergmann am Freitagabend in der Schützenhalle. Foto: Sauerland

Gekrönte Häupter ehrte der Oberst am Sonntagnachmittag auf dem Schützenplatz. Foto: Sauerland

Langjährige Vorstandsmitglieder rückten am Sonntag in den Mittelpunkt. Foto: Sauerland

Ein sichtlich gerührter Oberst Friedel Bergmann erhebt das Glas auf „seine“ Sebastianer. Foto: Dietz

Am Ende wurde es noch einmal richtig emotional für Friedel Bergmann: An seinem letzten Schützenfestmontag als Oberst – er gibt sein Amt Anfang nächsten Jahres ab – bekam er ein Riesenständchen. Zuerst von seinen Vorstandskollegen, und dann von alle Schützen.

Da musste sich der erste Brudermeister doch ein paar Tränchen von der Wange tupfen, bevor er das Glas auf „seine“ Sebastianer erhob. „Prost euch allen“, rief er gerührt in die Halle.

 

Doch noch einmal zurück zum Freitagabend: In der Schützenhalle setzte der Oberst zu seiner letzten Ehrung der Mitgliedsjubilare an. „Das Leben in unseren Jahren ist, was zählt“, gab er den Schützen mit auf den Weg – und nahm dabei Bezug auf ein Zitat von Adlai E. Stevenson. „Wir sollten uns erfreuen am Jetzt und Heute, sollten in Erinnerungen schwelgen, wenn wir über das Vergangene sprechen und sollten im Jetzt versuchen, die Fehler aus der Vergangenheit gut zu machen.“ Anschließend verteilte er 42 Orden an die 50-, 60- und 65-jährigen Jubilare. Die letzte Auszeichnung ging an Theodor Koch, der vor 70 Jahren in die Bruderschaft eintrat.

 

Weitere Orden gab’s am Sonntag auf dem Marktplatz – und für Heinz „Heiken“ Schuster (Nordhofe) war es sogar die zweite Auszeichnung. Nach dem Schulterband zum St.-Sebastianus-Ehrenkreuz ziert seinen Frack nun auch der Orden für 30-jährige Vorstandstätigkeit. Seit 2011 ist Hans-Georg Dröge (Nordhofe) zweiter Mann bei den Sebastianern, im Vorstand aber schon seit 20 Jahren aktiv. Letzteres gilt auch für Geschäftsführer Thomas Kayser (Osthofe), Hartwig Schuster (Nordhofe), Andreas Pieper (Westhofe), Heiner Volmer (Westhofe) und Paul Funke (Westhofe).

 

„Wenn nicht jetzt, wann dann“ – dieser Spruch treffe auch beim Vogelschießen zu, erklärte Friedel Bergmann bei den nächsten Ehrungen auf dem Schützenplatz. „Wenn man die Würde dann errungen hat, kann keiner die schönen Erinnerungen daran mehr nehmen. Und diese schönen Erinnerungen führen nach einigen Jahren dazu, dass ein Brief der Bruderschaft ankommt und einlädt zu einem Jubiläum.“

 

Dieser Einladung folgte unter anderem Frank Dröge von der Osthofe, der vor 25 Jahren die Krone von der Stange holte. Den ganzen Vogel schoss damals der mittlerweile verstorbene Peter Böhmfeld ab – er regierte zusammen mit Birgit Schuster. Hubertus Dröge, der Jungschützenkönig von 1994, ist ebenfalls bereits verstorben.

 

Den Titel „König vor der Scheibe“ sicherte sich vor 40 Jahren Norbert Lenze von der Nordhofe. Auf dem Thron saßen 1979 Alois Ewers (†) und Hanni Wiesenthal, Kronkönig war Johannes Krewett (†).

 

Franz-Josef Schäfers von der Osthofe war vor 50 Jahren König vor der Scheibe, Schützenkönig war der mittlerweile verstorbene Josef Schmidt. Seine Königin Maria Röseler lebt zwar noch, konnte aber aus gesundheitlichen Gründen bei der Ehrung nicht dabei sein. Gleiches gilt für Hubert Müntefering, den Kronkönig von 1969.

 

„Erstmals in der Geschichte der Bruderschaft darf ich heute und durfte ich schon Freitag einen 70-jährigen Kronkönig in unseren Reihen begrüßen“, kündigte der Oberst Hans Senger von der Osthofe an. „Lieber Hans, zu diesem außergewöhnlichen Jubiläum nochmals unsere herzlichsten Glückwünsche.“

 




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