Montag, 30. März 2020 Sebastianer in eigener Sache

Corona Brief vom Diözesanpräses

Liebe Schützenschwestern und liebe Schützenbrüder.

Corona ist zur Zeit in aller Munde. Schulen und Kindergärten schließen. Veranstaltungen und Gottesdienste werden gestrichen. Was sollen wir tun?

Schauen wir einmal auf die hl. Corona.

Sie werden es kaum für möglich halten, aber tatsächlich hält der Heiligenkalender der katholischen Kirche eine heilige Corona für uns bereit. Sie ist eine Märtyrerin aus dem 2. Jahrhundert. Und an einer Wallfahrtskirche in Bayern kann man lesen:

"Müder Wanderer stehe still,
mach bei Sankt Corona Rast.
Dich im Gebet ihr fromm empfiehl,
wenn Du manch Kummer und Sorgen hast."

So wollen wir ein wenig rasten bei St. Corona in einer Zeit, die viele in Deutschland, in Europa und in der ganzen Welt sie gerade durchmachen.

Der Corona-Virus war ja zuerst mal weit weg. „Was schert es mich, wenn in China ein Sack Reis umfällt.“ Und jetzt ist fast ganz Europa in Schockstarre. Keine Veranstaltungen dürfen stattfinden. Was wird die Zukunft bringen. Existenzen sind in Gefahr. Menschen leiden und sterben. Plötzlich ist der Virus uns nahe. Mit allem rechnet man, aber an einen weltweiten Virus hat doch keiner gedacht. Und nun ist es da und ganz nah. Und es kommt noch näher. Das ist sicher. Und viele reagieren panisch. Hamsterkäufe. Mundschutz und Desinfektionsmitteln werden sogar in Krankenhäusern gestohlen.

Also möge die heilige Corona uns zuerst einmal helfen, die Ruhe zu bewahren und vernünftig zu bleiben. Denn das Schlimme sind ja unsere Phantasien, Angst macht sich breit. Was sollen wir tun? Wie sollen wir uns vorbereiten?

Die hl. Corona will uns sagen: Vertraue, bewahre die Ruhe. Wende dich im Gebet an Gott. Er ist auch noch da!

„Der, du Angst hast, werde still, Mache bei Corona Rast!“

Nach der der Legende ist Corona in einer Christenverfolgung im 2. Jahrhundert für den Soldaten Victor eingetreten und hat ihm beigestanden, als er sich zum Glauben bekannte und gemartert wurde. Sie konnte so mutig sein, weil sie glaubte und Vertrauen hatte auf den Beistand Gottes. Und das darf auch ich glauben. Gottes Hilfe und Güte sind da und begleiten mich in jeder Situation meines Lebens.

Und die heilige Corona mahnt uns, nicht nur an uns selbst zu denken.. Sie stand dem christlichen Soldaten Victor bei. Denn, das ist jetzt auch wichtig. Zusammenzustehen: nicht durch eigenes, egoistisches Verhalten, andere gefährden. Das heißt auch, die Ratschläge und Hinweise befolgen.

Liebe Schützenschwestern, liebe Schützenbrüder

„Lass Dich auf mich ein. Lass Dich auf mich ein, trotz möglicher Ängste und Widerstände" – das ist es, worum Gott jeden von uns bittet. Wir können ihn mitnehmen auf unserem Weg. Wenn es auch keine Gottesdienste gibt, die wir besuchen können. Wir dürfen uns immer wieder ihm anvertrauen.

Er sagt uns: Gib mir Deine Sorgen und Fragen, Deine Beschwernisse, Dein Leid. Vertraue Dich mir an.


Ich wünsche allen Schützenschwestern und Schützenbrüdern Gottes Segen auf Euren Wegen

Euer Diözesanpräses

Martin Göke




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