Majestäten 1950

Königspaar: Elisabeth Maas & Franz Ebers
Kronkönig: Karl Mimberg

Hofstaat 1950

 

 

 

Geseke 4. Juli

 

Das unser Schützenfest mehr ist als nur drei Tage Vergnügen, hat in schönen, anklingenden Worten Schützenoberst Bürgermeister Feldman am Sonntagnachmittag gelegentlich der Ehrung der 50jährigen Mitglieder ausgesprochen. Fußend auf ein mehr als 500jähriges Bestehen, rückblickend auf eine Zeit, wo der Bürger truzig in Wehr und Waffen in bitterster Notzeit seine höchsten Güter verteidigt habe, sei der Schützenverein heute noch Hüter und Pfleger alter Volksitten und Bräuche, sei er Hüter der Religion und der Liebe zur Heimat und darüber hinaus des Vaterlandes und Europas. Unter diesem Leitwort stand auch das Schützengfest 1950, sicherlich begünstigt von Petrus, der an allen Tagen schönes Wetter bescherte.

 

Anknüpfend an den Bericht in unserer letzten Nummer wollen wir als gewissenhafter Chronist das Königsschießen schildern. Nachdem sich die Majestäten, Hofstaat und Schützen nach den Strapazen des Einmarsches an einem ausgiebigen Frühstück gestärkt hatten, begann das ringen um die Königswürde. Die Armbrüste mussten immer und immer wieder gespannt werden, und mancher scharfe Bolzen traf das Ziel, aber der harte Vogel thronte immer noch in luftiger Höhe. Endlich gelang es dem Schützenbruder Maurer Karl Mimberg die Krone herunterzuholen. Aber lange dauerte es noch, ehe Landwirt Franz Ebers den Vogel erledigte. Er wählte sich Frau Elisabeth Maas, die Gemahlin des prakt. Arztes Dr. Maas zur Königin. Groß war der Jubel und die Wogen der Freude gingen hoch bei diesem Ereignis.

 

Auf dem Platz hielt dann Schützenoberst Bürgermeister Feldmann die anfangs erwähnte Ansprache, worauf die Königin folgende Mitglieder für ihre 50jährige Zugehörigkeit dekorierte: Franz Lappe, Münster, Heinrich Jüttemeier, Rabenfittich, Franz Jüttemeier, Kuhstraße, Heinrich Reineke, Ostwall, Anton Engels, Am Teich, Anton Engels, Westwall, Josef Marr, Grüner Weg, Josef Voß, Osttor, Franz Struckmann, Bürgermeister in Neuenherse und den 25jährigen Jubelkönig Heinrich Dröge. Der Glanzpunkt des Tages war die Polonaise, die schier kein Ende nehmen wollte.



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